Diplomarbeit, 1996
59 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. PROGRAMMATISCHE ZIELE DER PARTEIEN
A. DIE ZIELE DER CDU/CSU
B. DIE ZIELE DER FDP
C. DIE ZIELE DER SPD
D. GEGENÜBERSTELLUNG DER GRUNDZIELE
3. DIE ZEIT DER SOZIAL-LIBERALEN KOALITION
A. DAS 3. VERMÖGENSBILDUNGSGESETZ
1) ZWECK UND INHALT DES GESETZES
2) ZUR NACHWEISBARKEIT DES EINFLUSSES POLITISCHER ÜBERZEUGUNGEN
B. DIE STEUERREFORM VON 1974/75
1) DAS AUßENSTEUERGESETZ
a) Zweck und Inhalt des Gesetzes
b) Zur Nachweisbarkeit des Einflusses politischer Überzeugungen
2) DIE REFORM DER VERMÖGEN- UND ERBSCHAFTSTEUER
a) Zweck und Inhalt des Gesetzes
b) Zur Nachweisbarkeit des Einflusses politischer Überzeugungen
3) DIE REFORM DER EINKOMMENSTEUER UND DES FAMILIENLASTENAUSGLEICHS
a) Zweck und Inhalt des Gesetzes
b) Zur Nachweisbarkeit des Einflusses politischer Überzeugungen
C. DIE EINFÜHRUNG DES VERLUSTRÜCKTRAGES
1) ZWECK UND INHALT DES GESETZES
2) ZUR NACHWEISBARKEIT DES EINFLUSSES POLITISCHER ÜBERZEUGUNGEN
D. DIE STEUERÄNDERUNGSGESETZE VON 1977 UND 1979
1) ZWECK UND INHALT DER GESETZE
2) ZUR NACHWEISBARKEIT DES EINFLUSSES POLITISCHER ÜBERZEUGUNGEN
4. DIE ZEIT DER CHRISTLICH-LIBERALEN KOALITION BIS 1990
A. DAS HAUSHALTSBEGLEITGESETZ 1983
1) ZWECK UND INHALT DES GESETZES
2) ZUR NACHWEISBARKEIT DES EINFLUSSES POLITISCHER ÜBERZEUGUNGEN
B. DIE STEUERREFORM 1986/1990
1) ZWECK UND INHALT DER GESETZE
2) ZUR NACHWEISBARKEIT DES EINFLUSSES POLITISCHER ÜBERZEUGUNGEN
5. SCHLUßBEMERKUNGEN
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Gestaltung des deutschen Steuerrechts zwischen 1969 und 1990 durch die politischen Richtungen und Zielsetzungen der jeweils regierenden Bundesregierungen beeinflusst wurde. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, nachzuweisen, ob und wie Parteiprogramme und programmatische Überzeugungen in konkrete Steuergesetzgebung einflossen.
Die Reform der Vermögen- und Erbschaftsteuer
Wie auch die anderen einheitswertabhängigen Steuern errechneten sich die Vermögen- und die Erbschaftsteuer bis zum damaligen Zeitpunkt nach Werten von 1935. Mit dem Steueränderungsgesetz vom 17.4.1974 fanden nun für diese Steuern rückwirkend zum 1.1.1974 die Einheitswerte von 1964 Anwendung. Trotz eines Aufschlages von 40 % bei der VSt, der der Preisentwicklung seit 1964 Rechnung tragen sollte, wurde die Ungleichbehandlung der verschiedenen Vermögensarten nicht beseitigt.
Die Reform der Vermögen- und Erbschaftsteuer beschränkte sich jedoch nicht auf die Einführung der Einheitswerte von 1964. Bei der VSt wurden die seit 1960 bestehenden Freibeträge deutlich erhöht. Der Grundfreibetrag wurde von 20 000 DM auf 70 000 DM angehoben. Mit dieser Steigerung ging der Gesetzgeber weit über die Vorschläge der Steuerreformkommission hinaus, die eine Verdoppelung vorgeschlagen hatte. Verdoppelt wurden die Altersfreibeträge auf 10 000 DM für Personen über 60 Jahre bzw. 50 000 DM für Personen über 65 Jahre. Der Steuersatz der VSt wurde vorübergehend von 1,0 auf 0,7 % gesenkt, um bis zum Inkrafttreten der Einkommensteuerreform Steuermehreinnahmen zu vermeiden. Für natürliche Personen blieb es jedoch als Ausgleich für die spätere Nichtabziehbarkeit als Sonderausgabe bei diesem niedrigeren Satz.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss politischer Richtungen auf das deutsche Steuerrecht zwischen 1969 und 1990 unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Phasen zu untersuchen.
2. PROGRAMMATISCHE ZIELE DER PARTEIEN: Dieses Kapitel arbeitet die Grundkonzeptionen und steuerpolitischen Leitlinien von CDU/CSU, FDP und SPD heraus, um die Basis für die spätere Analyse der Gesetzgebung zu legen.
3. DIE ZEIT DER SOZIAL-LIBERALEN KOALITION: Das Kapitel analysiert die steuerpolitischen Maßnahmen der Koalition unter Willy Brandt und Helmut Schmidt, wobei der Fokus auf Verteilungspolitik und den Reaktionen auf wirtschaftliche Krisen liegt.
4. DIE ZEIT DER CHRISTLICH-LIBERALEN KOALITION BIS 1990: Hier werden die steuerpolitischen Maßnahmen unter Helmut Kohl dargestellt, die primär auf die Förderung der Wirtschaft, den Abbau von Belastungen und die Haushaltskonsolidierung ausgerichtet waren.
5. SCHLUßBEMERKUNGEN: Die Zusammenfassung bewertet die Ergebnisse über die drei untersuchten Phasen hinweg und kommt zu dem Schluss, dass der politische Einfluss auf das Steuerrecht zwar vorhanden ist, aber oft hinter Sachzwängen und Koalitionskompromissen zurücktritt.
Steuerrecht, Bundesregierung, Koalitionspolitik, Steuerreform, Verteilungspolitik, Einkommensteuer, Vermögensteuer, Erbschaftsteuer, Wirtschaftspolitik, Steuergerechtigkeit, Steuervereinfachung, Leistungsfähigkeit, Haushaltskonsolidierung, Politische Zielsetzung, Steueränderungsgesetz
Die Diplomarbeit untersucht, ob und inwieweit die politischen Überzeugungen der regierenden Bundesregierungen zwischen 1969 und 1990 die Gestaltung des deutschen Steuerrechts direkt beeinflusst haben.
Zentrale Themen sind die Steuerreformen dieser Ära, das Spannungsfeld zwischen Steuergerechtigkeit und wirtschaftlicher Stabilität sowie die programmatischen Unterschiede zwischen den Parteien SPD, CDU, CSU und FDP.
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, ob die Steuergesetzgebung der verschiedenen Bundesregierungen gezielt zur Umsetzung parteispezifischer politischer Verhaltensmuster und Ziele eingesetzt wurde.
Die Arbeit nutzt eine phasenorientierte historische Analyse, bei der wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Parteiprogramme und Regierungserklärungen mit den tatsächlich verabschiedeten Steuergesetzen in der jeweiligen Periode abgeglichen werden.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Steuerreformen und bedeutenden Gesetzesänderungen während der sozial-liberalen Ära (1969-1982) und der christlich-liberalen Ära (ab 1982) sowie deren jeweilige parteipolitische Genese.
Die wichtigsten Begriffe sind Steuerrecht, Steuerreform, Verteilungspolitik, Wirtschaftspolitik, Steuergerechtigkeit und politische Koalitionen.
Der Autor stellt fest, dass die Reform zwar verteilungspolitischen Zielen nahekam, eine grundlegende Vereinfachung des Steuersystems jedoch ausblieb und das Ziel, Steuerflucht nachhaltig zu reduzieren, nicht vollständig erreicht wurde.
Diese Argumente dienten als Begründung für Maßnahmen wie die Einführung der Rücklage nach § 6 d EStG und die steuerliche Förderung des Wohnungsbaus, um die Wettbewerbsfähigkeit und Investitionstätigkeit kleinerer und mittlerer Betriebe in Krisenzeiten zu sichern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

