Diplomarbeit, 2010
65 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 MOTIVATION
3 EIN EINFACHES MODELL MIT AKADEMIKERN UND NICHT-AKADEMIKERN
3.1 MODELLSTRUKTUR
3.2 MODELLBAUSTEINE
3.2.1 Attraktivitätsfunktionen
3.2.2 Lohnfunktionen
3.2.3 Gewichtungsfunktionen
3.3 SIMULATION
3.4 ANALYSE
4 ERWEITERUNGEN UND MODIFIKATIONEN DES MODELLS
4.1 STUDIENGEBÜHREN
4.1.1 Modellbausteine
4.1.2 Simulation
4.1.3 Analyse
4.2 MINDESTLÖHNE
4.2.1 Modellbausteine
4.2.2 Simulation
4.2.3 Analyse
4.3 STUDIENFACHWAHL
4.3.1 Modellbausteine
4.3.2 Simulation
4.3.3 Analyse
4.4 STOCHASTISCHE STÖRUNGEN
5 FAZIT
Ziel der Arbeit ist es, die permanenten Fluktuationen bei der Nachfrage nach akademischer und nicht-akademischer Bildung durch ein endogenes, verhaltenswissenschaftliches Modell zu erklären. Anstatt exogene Schocks vorauszusetzen, konzentriert sich die Arbeit auf die Wirkung von Bildungsentscheidungen, die auf begrenzter Rationalität und Herdenverhalten der Akteure basieren.
3.1 Modellstruktur
Die Agenten können zwischen einer akademischen und einer nicht-akademischen Ausbildung wählen. Bei der Wahl wägen sie ab, welche Ausbildung sie bevorzugen. Dabei betrachten sie einen für die Wahl ausschlaggebenden Faktor bewusst und werden darüber hinaus von einem zweiten Faktor unbewusst bei der Wahl beeinflusst.
Der erste Faktor sind die Löhne, die den Absolventen des jeweiligen Bildungswegs gezahlt werden. Je höher die Löhne sind, desto mehr Agenten wählen die Ausbildung mit der die hohen Löhne erzielt werden. Die Löhne wiederum sind umso höher je weniger Absolventen es in diesem Bildungsweg gibt.
Der zweite, unbewusste Faktor der bei der Wahl der Ausbildung eine Rolle spielt ist die Anzahl der Absolventen, die die entsprechende Ausbildung absolviert haben. Je mehr Absolventen einer Ausbildung es gibt, desto wahrscheinlicher entscheiden sich die Agenten für diese Ausbildung und umso mehr von ihnen gibt es. Die Agenten unterliegen somit auch einem gewissen Herdenerhalten.
Wenn die Agenten die Ausbildung abgeschlossen haben, ist deren Lohn umso geringer je mehr Absolventen es mit derselben Ausbildung gibt. Damit haben sie einen Einfluss über die Lohnauswirkung auf die Entscheidung der Agenten, die nun vor der Bildungswahl stehen. Zudem beeinflusst ihre Anzahl die Agenten bei der Bildungswahl durch das Herdenverhalten. Die Agenten treffen ihre Bildungsentscheidung und das Muster setzt sich wieder fort.
1 EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die weltweiten, volatilen Schwankungen der Studienanfängerquoten und deren ökonomische Relevanz.
2 MOTIVATION: Es wird die begrenzte Rationalität der Akteure und das Herdenverhalten als zentrale Motive für die Modellbildung hergeleitet.
3 EIN EINFACHES MODELL MIT AKADEMIKERN UND NICHT-AKADEMIKERN: Einführung der Modellstruktur, der Attraktivitäts- und Lohnfunktionen sowie der Simulation des Grundmodells.
4 ERWEITERUNGEN UND MODIFIKATIONEN DES MODELLS: Analyse der Effekte von Studiengebühren, Mindestlöhnen, Studienfachwahl sowie der Implementierung stochastischer Störungen.
5 FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach endogene Fluktuationen durch das Modell plausibel erklärt und durch politische Maßnahmen beeinflusst werden können.
Bildungsnachfrage, Studienanfängerquote, Verhaltenswissenschaftliches Modell, Agentenbasiertes Modell, Herdenverhalten, Begrenzte Rationalität, Lohnfunktionen, Studiengebühren, Mindestlohn, Studienfachwahl, Endogene Fluktuationen, Arbeitsmarkt, Humankapital, Humankapitaltheorie, Dynamische Systeme
Die Arbeit untersucht endogene Ursachen für die permanenten und volatilen Schwankungen bei der Nachfrage nach akademischer und nicht-akademischer Bildung.
Zu den Kernbereichen gehören die Bildungsökonomie, verhaltenswissenschaftliche Aspekte der Bildungsentscheidung, die Lohnbildung sowie die Auswirkungen politischer Eingriffe wie Gebühren oder Mindestlöhne.
Das Ziel ist der Entwurf eines verhaltenswissenschaftlichen Modells, das die beobachteten Fluktuationen der Bildungsnachfrage ohne Rückgriff auf externe Schocks endogen erklären kann.
Es wird ein agentenbasiertes Modell verwendet, welches mittels Computersimulationen ausgewertet und durch Bifurkationsanalysen auf das Verhalten bei unterschiedlichen Parameterkonstellationen geprüft wird.
Der Hauptteil gliedert sich in ein Grundmodell sowie dessen Modifikationen, insbesondere hinsichtlich Studiengebühren, Mindestlöhnen und der Studienfachwahl unter Einbezug von Störfaktoren.
Bildungsnachfrage, Herdenverhalten, begrenzte Rationalität, Studienanfängerquote und endogene Dynamik sind die prägenden Begriffe.
Studiengebühren senken die Attraktivität des akademischen Studiums, was kurzfristig zu einer geringeren Studienanfängerquote führt, aber gleichzeitig die Lohnungleichheit zwischen Absolventen der beiden Bildungswege verstärken kann.
Ein Mindestlohn in der richtigen Höhe kann die Volatilität der Bildungsnachfrage dämpfen, indem er das Lohnniveau bei den Nicht-Akademikern stützt und extreme Ausschläge reduziert.
Das Herdenverhalten simuliert den unbewussten Einfluss der Absolventenzahl auf die Bildungsentscheidungen neuer Agenten, was zur Entstehung zyklischer Dynamiken im Modell beiträgt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

