Diplomarbeit, 2010
65 Seiten, Note: 1,3
Diese Diplomarbeit befasst sich mit den Fluktuationen in der Nachfrage nach Bildung, insbesondere bei akademischen und nicht-akademischen Ausbildungen. Die Arbeit zielt darauf ab, ein einfaches verhaltenswissenschaftliches Modell zu entwickeln, das diese Schwankungen endogen erklärt. Das Modell berücksichtigt dabei die begrenzte Rationalität der Agenten, die ihre Bildungsentscheidung anhand der Attraktivität der Ausbildung treffen. Die Attraktivität wird wiederum von den aktuellen Löhnen der Absolventen und dem Herdenverhalten beeinflusst.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die das Thema der endogenen Fluktuationen in der Nachfrage nach Bildung einführt und die Motivation für die Erstellung des Modells darlegt. Im zweiten Kapitel werden die wichtigsten Modellbausteine vorgestellt, darunter die Attraktivitätsfunktionen, Lohnfunktionen und Gewichtungsfunktionen. Kapitel 3 analysiert das Grundmodell anhand von Simulationen und Bifurkationsdiagrammen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Modell die beobachteten Fluktuationen in der Nachfrage nach Bildung erklären kann. Kapitel 4 erweitert das Grundmodell um Studiengebühren und Mindestlöhne. Es zeigt sich, dass Studiengebühren die Studienanfängerquote senken und die Lohnungleichheit verstärken, während ein Mindestlohn in der richtigen Höhe die volatile Nachfrage nach Bildung dämpfen kann. Schließlich wird das Modell noch um stochastische Störungen erweitert, um die Realität noch besser abzubilden.
Endogene Fluktuationen, Nachfrage nach Bildung, Verhaltensökonomik, begrenztes rationales Verhalten, Attraktivitätsfunktionen, Lohnfunktionen, Herdenverhalten, Studiengebühren, Mindestlöhne, Bildungsentscheidungen, Simulationen, Bifurkationsdiagramme, stochastische Störungen.
Die Arbeit zeigt, dass Schwankungen oft endogen entstehen, getrieben durch begrenzte Rationalität der Akteure und Herdenverhalten bei der Studienwahl.
Im entwickelten Modell senken Studiengebühren die Studienanfängerquote und können die Lohnungleichheit zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern verstärken.
Ein Mindestlohn in der richtigen Höhe kann die volatile Nachfrage nach Bildung dämpfen und somit positive Wohlfahrtseffekte erzielen.
Die Agenten entscheiden nicht rein objektiv, sondern orientieren sich an der aktuellen Attraktivität einer Ausbildung, die maßgeblich von gegenwärtigen Löhnen beeinflusst wird.
Herdenverhalten beschreibt das Phänomen, dass sich Bildungsentscheidungen gegenseitig beeinflussen und viele Agenten gleichzeitig in ähnliche Fachbereiche drängen.
Diese mathematischen Bausteine simulieren, wie die Attraktivität eines Studiums steigt oder sinkt, basierend auf den zu erwartenden Einkommen und der Anzahl der Absolventen.
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