Masterarbeit, 2019
159 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Forschungsstand und theoretischer Rahmen
2.1 Literarische Namen
2.1.1 Die Formen von literarischen Namen
2.1.2 Die Klassifikation von Birus
2.1.3 Die Wirkungen von literarischen Namen
2.1.4 Die Klassifikation von Debus
2.1.5 Untersuchungsgegenstände
2.1.6 Die Untersuchung der Autorenperspektive
2.2 Die Übersetzung literarischer Namen
2.2.1 Befunde aus der Übersetzungswissenschaft
2.2.2 Die literarische Übersetzung
2.2.3 Befunde aus der Onomastik
2.2.4 Die Wiedergabeverfahren bei literarischen Namen
2.2.5 Die Klassifikation von Krüger
2.2.5.1 Beibehaltung / Treue zum Autor
2.2.5.2 Veränderung / Treue zum Leser
2.2.5.3 Weitere Möglichkeiten
2.2.6 Untersuchungsgegenstände
2.3 Comics
2.3.1 Textsortenmerkmale
2.3.2 Die Leserschaft
2.3.3 Die Namen in Comics
2.3.4 Die Übersetzung der Namen in Comics
3. Die literarischen Namen in Carl Barks’ Donald-Duck-Universum
3.1 Korpus
3.2 Methodik
3.3 Forschungsergebnisse
3.3.1 Die literarischen Namen in Carl Barks’ Comics
3.3.1.1 Personennamen (Anthroponyme)
3.3.1.2 Ortsnamen (Toponyme)
3.3.1.3 Objekte (Ergonyme)
3.3.2 Die literarischen Namen in Erika Fuchs’ Übersetzungen
3.3.2.1 Personennamen (Anthroponyme)
3.3.2.2 Ortsnamen (Toponyme)
3.3.2.3 Objekte (Ergonyme)
3.3.2.4 Weitere Poetonyme
3.4 Diskussion der Ergebnisse
4. Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Namengebung in den englischsprachigen Comics von Carl Barks sowie deren Übersetzung ins Deutsche durch Erika Fuchs. Das primäre Ziel ist es, die angewandten Wiedergabeverfahren zu analysieren und festzustellen, wie sich die Gewichtung der verschiedenen Namenarten während des Übersetzungsprozesses verändert und welche Faktoren diese Entscheidungen beeinflussen.
2.1.1 Die Formen von literarischen Namen
Gutschmidt (1984: 30) grenzt die teilweise synonym verwendeten „Namenarten“ und den „Namenklassen“ voneinander ab. Bei Letzteren geht es um die Unterscheidung von Bezeichnungen für u. a. Personen, Orte und Objekte. Es scheint, dass für diese Gruppen eine grobe Zuordnung auf der Grundlage der semantischen Eigenschaften – z. B. belebt oder unbelebt – genügt; überdies sind „Unterklassen“ (ebd.) möglich. Ortsnamen können je nach Beschaffenheit und Größe variieren. Brendler (2004: 36) nennt die jeweilige Namenklasse „Objektklasse, der das durch den jeweiligen Namen benannte Objekt angehört“. Den Terminus Namenarten bevorzugt Gutschmidt (vgl. 1984: 30) für die EN innerhalb eines literarischen Werks. Unabhängig von der Namenklasse können verschiedene Motive gefunden werden, die eine Benennung zugrunde liegen. Diese Arbeit wird seine Terminologie übernehmen. Anders ist es z. B. bei Debus (vgl. 2012: 25), der Namenklassen unter dem Oberbegriff Namenarten zusammenfasst. Laut Kunze (1998: 197) stammt ein erster Klassifikationsversuch von Aristoteles, der die „beliebte[n]/erdichtete[n] Namen“ in Komödien und „überlieferten/bekannten Namen“ in Tragödien voneinander differenzierte. Da jedoch kein vollständiger Überblick angestrebt wird, wird nun eine Auswahl an Studien zu den Namenarten vorgestellt, die v. a. als Wegbereiter für Birus’ Typologie (vgl. Kapitel 2.1.2) gelten. Es sind Vorschläge, die funktional orientiert sind und auch in Kapitel 2.1.3 besprochen werden könnten. Dieser Umstand erweckt den Eindruck, dass lange Zeit zwischen den Formen und Funktionen von Poetonymen nicht immer trennscharf unterschieden wurde.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Eigennamen in der Literatur ein und skizziert das Forschungsinteresse an der Namengebung in Comics.
2. Forschungsstand und theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel liefert einen systematischen Überblick über die literarische Onomastik, die Übersetzungswissenschaft und die Besonderheiten des Mediums Comic.
3. Die literarischen Namen in Carl Barks’ Donald-Duck-Universum: Der Hauptteil beschreibt das Korpus aus Carl Barks’ Geschichten, die angewandte Methodik und präsentiert die quantitativen Forschungsergebnisse zur Namensübertragung.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Verteilung der Namenarten und würdigt die kreative Übersetzungsleistung von Erika Fuchs.
Literarische Eigennamen, Poetonyme, Comics, Donald Duck, Carl Barks, Erika Fuchs, Übersetzungswissenschaft, Literaturübersetzung, Namensklassifikation, Anthroponyme, Toponyme, Ergonyme, Wiedergabeverfahren, Lokalkolorit, Onomastik
Die Arbeit untersucht, wie literarische Eigennamen in den englischsprachigen Donald-Duck-Comics von Carl Barks konstruiert sind und wie diese in den deutschen Übersetzungen von Erika Fuchs wiedergegeben werden.
Die zentralen Themen sind die literarische Onomastik (Namenkunde), die Übersetzungswissenschaft im Kontext von Comics und die Analyse von Namensfunktionen in fiktionalen Welten.
Ziel ist es, die eingesetzten Wiedergabeverfahren von Eigennamen systematisch zu erfassen und zu ermitteln, welche Strategien (z.B. Beibehaltung, Anpassung, Substitution) bei der Übersetzung bevorzugt wurden.
Es wird eine quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt, bei der ein Korpus von mehreren hundert Geschichten untersucht und die Eigennamen anhand onomastischer Kategorien (wie Klassifizierung oder Klangsymbolik) kategorisiert werden.
Im Hauptteil werden zunächst das untersuchte Korpus und die methodische Vorgehensweise erläutert, gefolgt von der quantitativen Auswertung der Ergebnisse für Personen-, Orts- und Objektnamen.
Wichtige Begriffe sind Poetonyme, Carl Barks, Erika Fuchs, Comic-Forschung, Übersetzung, Namensfunktionen und onomastische Typologien.
Diese Unterscheidung hilft zu verstehen, ob ein Name Teil der fiktionalen Handlung ist oder lediglich einen Verweis auf die Außenwelt darstellt, was die Entscheidung des Übersetzers maßgeblich beeinflusst.
Erika Fuchs wird als Übersetzerin gewürdigt, die nicht nur einfache Übertragungen vornahm, sondern durch kreative Namenschöpfungen und Germanisierungen das Donald-Duck-Universum im Deutschen maßgeblich mitgestaltete.
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