Bachelorarbeit, 2010
93 Seiten, Note: 2,0
Abschnitt 1 Theoretische Grundlage von Zertifizierungssystemen
A. Entstehung von Zertifikaten
I. Zertifizierungssysteme
II. Inhalt der wichtigsten Zertifizierungssysteme
III. Ziele von Zertifizierungen
B. LEED
I. Zertifizierung nach LEED
II. Themenschwerpunkte
III. Kosten
C. BREEAM
I. Zertifizierung nach BREEAM
II. Themenschwerpunkte
III. Kosten
D. DGNB
I. Zertifizierung nach DGNB
II. Themenschwerpunkte
III. Kosten
E. Zertifizierungssysteme im direkten Vergleich
Abschnitt 2 Nachweisversuch der Ökonomie von Gebäudezertifizierungen
A. Staatliche Regulierungen
B. Welcher Investor hat Interesse an einem Green Building
I. CSR und SRI
C. Nachweis der ökonomischen Werthaltigkeit von Gebäudezertifikaten durch empirische Erhebungen
I. Kosteneffizienz
II. Qualitative Aufwertung
III. Ertragseffekte
D. Fallbeispiele
I. Banner Bank Building, Boise/Idaho
II. Vergleichsstudie Pokfulam Garden und Chi Fu Fa Yuen
III. JCI Power Solutions Headquaters, Hannover
a) Ergebnisse nach Zertifizierungssystem LEED
b) Ergebnisse nach Zertifizierungssystem DGNB
c) Grobkostenermittlung für eine Zertifizierung nach LEED und DGNB
Abschnitt 3 Analyse und Wertung
A. Marktkritische Hinterfragung der Zertifizierungssysteme
I. Geringe Transaktionsdaten
II. Das Agency-Problem
III. Amortisationszeitraum
IV. Das Richtlinien-Paradoxon
V. Bewertungsmöglichkeiten von zertifizierten Gebäuden
a) Bewertbarkeit ökonomischer Vorteile von Green Buildings
VI. Fehlende Definition
B. Abgrenzung eines „Green Building“ zu einem „nachhaltigen Green Building“
D. Nachhaltiges Immobilienmanagement als Unternehmenswert und Antreiber neuer Marktpotenziale
I. Messbare Vorteile für Investoren
E. Zusammenfassende Auswertung
I. Nachhaltige Immobilien als strategische Ressource
F. Zukünftige Entwicklung von Green Building Zertifikaten
I. Höhere Vergleichbarkeit durch länderübergreifende Organisationen
II. Green Buildings werden zum Standard
Die Arbeit untersucht, ob Investitionen in Green Building Zertifikate für Immobilieninvestoren ökonomisch vorteilhaft sind. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse von Zertifizierungssystemen, der Identifizierung von Wertsteigerungsfaktoren und der Bewertung der Wirtschaftlichkeit mittels empirischer Erhebungen.
A. Entstehung von Zertifikaten
Die Frage der Wirtschaftlichkeit von Immobilien und deren Anlagentechnik wird, insbesondere unter dem Druck sich verknappender Ressourcen, immer wichtiger. Die Grundlagen für effiziente und ökologische Gebäude werden bereits bei deren Planung und Dimensionierung festgelegt.8
Mit einer zunehmenden Verschärfung der globalen Rohstoffsituation und mit der steigenden öffentlichen Umweltdiskussion, wächst der Bedarf nach hochwertigen und nachhaltigen Gebäuden.9 Europaweit entfallen, je nach Land, zwischen 40% und 50% des Gesamtenergieverbrauchs auf Gebäude. Die meiste Energie wird dabei auf die Beheizung, Kühlung und Beleuchtung von Gebäuden verwendet10 Dadurch verursachen Immobilien 40 % der deutschen Treibhausemmissionen.11 Zu dem ist der globale Ölpreis in den letzten 10 Jahren um über 300% gestiegen (Anhang 1). Um die Energieeffizienz von Immobilien zu steigern gibt es Richtlinien12 von der Bundesregierung sowie den seit 2003 eingeführten Handel mit Emissionszertifikaten und Leitmarken von der Europäischen Union (Anhang 2). Diese entsprechen aber einer freiwilligen Basis und unterliegen keiner Kontrolle. 13
Darüber hinaus ist Deutschland von einer abnehmenden und alternden Bevölkerung sowie einer ungleichen, regionalen Bevölkerungsentwicklung geprägt.14 Diese vorabsehbare Entwicklung stellt an Immobilien die Anforderung einer gewissen Flexibilität der Umnutzbarkeit. Demnach verändern sich, durch eine dynamisch entwickelnde Gesellschaft, auch die Flächen- und Raumansprüche an eine Immobilie.
Abschnitt 1 Theoretische Grundlage von Zertifizierungssystemen: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung von Zertifikaten, vergleicht LEED, BREEAM und DGNB und definiert deren inhaltliche Schwerpunkte sowie Kostenstrukturen.
Abschnitt 2 Nachweisversuch der Ökonomie von Gebäudezertifizierungen: Hier wird anhand empirischer Daten untersucht, ob sich Green Building Zertifikate ökonomisch auszahlen, ergänzt durch spezifische Fallbeispiele in den USA und Deutschland.
Abschnitt 3 Analyse und Wertung: Dieser Teil kritisiert bestehende Systeme hinsichtlich fehlender Transparenz und einheitlicher Definitionen, diskutiert das Agency-Problem und gibt einen Ausblick auf die strategische Rolle nachhaltiger Immobilien.
Green Building, Zertifizierungssysteme, LEED, BREEAM, DGNB, Immobilienwirtschaft, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Lebenszykluskosten, Rendite, Immobilieninvestitionen, CSR, SRI, Marktwert, Sanierung.
Die Arbeit analysiert Green Building Zertifikate unter einer ökonomischen Perspektive, um zu klären, ob sie für Investoren eine rentable Kapitalanlage darstellen.
Zentrale Aspekte sind der Vergleich von Zertifizierungssystemen wie LEED, BREEAM und DGNB sowie die ökonomische Auswirkung auf Mieteinnahmen, Verkaufswerte und Betriebskosten.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob Gebäudezertifizierungen einen ökonomischen Mehrwert für Immobilieninvestoren bieten oder primär ökologische und Marketingaspekte abdecken.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie dem Vergleich empirischer Daten und Studien, ergänzt durch eine vertiefende Fallstudie zu einem Bürokomplex in Hannover.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Systeme, den Nachweis der ökonomischen Werthaltigkeit durch Marktdaten und eine kritische Analyse aktueller Hemmnisse.
Wichtige Begriffe sind Green Building, Nachhaltigkeitszertifikate, Lebenszykluskosten, Rendite, Energieeffizienz und Immobilienmanagement.
Es beschreibt das Dilemma, dass der Eigentümer in Nachhaltigkeitsmaßnahmen investieren muss, während der Mieter durch niedrigere Betriebskosten den primären finanziellen Nutzen daraus zieht.
Die DGNB-Zertifizierung ist stärker auf deutsche Normen und den Lebenszyklusgedanken ausgerichtet und erfordert oft eine Mindestqualität über viele Themenfelder hinweg, während andere Systeme teils flexibler oder anders gewichtet sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

