Fachbuch, 2010
258 Seiten
Vorwort. Die tragische Heldin
Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern
Der Autor Ernst Probst
Der Luftfahrthistoriker Theo Lederer
Dieses Buch dokumentiert das bewegte und abenteuerliche Leben von Christl-Marie Schultes, die als erste bayerische Fliegerin in die Geschichte einging. Die Autoren zeichnen ihren Weg von der Herkunft aus einer bayerischen Försterfamilie über ihre Ausbildung zur Pilotin und ihren Einsatz während des Zweiten Weltkrieges bis hin zu ihrem sozialen Engagement und den darauffolgenden Auseinandersetzungen mit der Justiz nach. Dabei werden ihr Mut, ihre Exzentrik und ihr unermüdlicher Drang zur Fliegerei, aber auch die dunklen Kapitel ihrer Lebensgeschichte kritisch beleuchtet.
Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern
Die Ehre, die erste Fliegerin in Bayern gewesen zu sein, gebührt Christl-Marie Schultes (1904–1976), geborene Maria Rosalia Schultes. Wegen ihrer Herkunft aus einer achtbaren Försterfamilie hat man sie oft als „Förster-Christl“ bezeichnet. Mitunter findet man in der Literatur auch andere Schreibweisen ihres Vornamens wie Christlmariele oder Christl. In ihrem abenteuerlichen Leben, das reichlich Stoff für spannende Filme und Bücher bietet, gab es Höhen und Tiefen.
Der Vater von Christl-Marie hieß Otmar Eugen Schultes (1867–1957). Er wurde in Riglasreuth (heute ein Ortsteil der Gemeinde Neusorg im Landkreis Tirschenreuth, Oberpfalz) geboren und trug ursprünglich den Familiennamen Schultes zu Friedensfels. Die Familie Schultes ist in Friedensfels (Oberpfalz), das heute rund 1.500 Einwohner hat, bereits seit 1576 nachweisbar. Fast alle Vorfahren von Otmar waren im Forstdienst tätig, so auch dessen Vater, der das Amt eines königlich-bayerischen Forstmeisters bekleidete.
Otmar Schultes hätte sicherlich eine Künstlerkarriere machen können. Er besuchte nämlich mit Erfolg die Künstlerakademie in München und galt als talentierter Maler. Anfangs malte er im Nazarenerstil, dann aber weisen seine Bilder deutlich impressionistische Züge auf. Aus dem Wunschberuf Kunstmaler wurde aber nichts, weil der Vater von Otmar verlangte, er solle einen „ordentlichen Beruf“ erlernen und nicht als Boheme in Schwabinger Künstlerkreisen sein Leben verbringen. Als höherer bayerischer Beamter hat der Vater seinen Sohn Otmar im gehobenen Forstdienst untergebracht. Zunächst arbeitete Otmar Schultes als Forstverwalter in dem Dorf Geigant bei Waldmünchen in der Oberpfalz. Heute ist dieser beschauliche Ort eine Gemeinde der Stadt Waldmünchen, die Ende 2009 rund 7.000 Einwohner hatte.
Vorwort. Die tragische Heldin: Ein kurzer Überblick über das Leben von Christl-Marie Schultes, ihr tragisches Schicksal und ihren Mut, Menschen in Not zu helfen.
Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern: Eine detaillierte Biografie über ihren Werdegang, ihre fliegerischen Anfänge, den missglückten Weltflug und ihr Leben im Nationalsozialismus sowie in der Nachkriegszeit.
Der Autor Ernst Probst: Eine kurze Vorstellung des Autors Ernst Probst, seines Werdegangs und seiner journalistischen Tätigkeit.
Der Luftfahrthistoriker Theo Lederer: Eine Porträtierung des Luftfahrthistorikers Theo Lederer und seines Beitrags zur Erforschung der Biografie von Christl-Marie Schultes.
Christl-Marie Schultes, Förster-Christl, erste bayerische Fliegerin, Luftfahrtgeschichte, Weltflug, Nationalsozialismus, Gurs, Internierungslager, Widerstand, Flugausbildung, Kunstflug, Bayern, Biografie, Zeitgeschichte, Fliegerei.
Das Buch zeichnet das abenteuerliche Leben von Christl-Marie Schultes nach, die als erste bayerische Fliegerin bekannt wurde.
Die Themenfelder umfassen die Geschichte der frühen weiblichen Fliegerei, die politischen Verfolgungsschicksale während der NS-Zeit und die kritische Auseinandersetzung mit der Biografie einer kontroversen Persönlichkeit.
Das Ziel ist die Rekonstruktion eines bewegten Lebenswegs unter Berücksichtigung von historischen Dokumenten, Zeitzeugenberichten und der kritischen Einordnung widersprüchlicher Angaben.
Die Autoren nutzen eine historische Analyse, basierend auf Zeitungsberichten, amtlichen Dokumenten und Korrespondenzen, um die Lebensgeschichte von Schultes objektiv zu beleuchten.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf ihrer Flugausbildung in Berlin-Staaken, ihren Auftritten als Kunstfliegerin, ihrem Engagement für Verfolgte im Zweiten Weltkrieg und den späteren Wiedergutmachungsprozessen.
Die wichtigsten Begriffe sind Fliegerei, Widerstand, NS-Verfolgung, Emigration und die historische Dokumentation von Pionierleistungen.
Der Foxterrier „Muggi“ war ein ständiger Begleiter von Christl-Marie Schultes und spielt in ihren eigenen schriftlichen Aufzeichnungen sowie in ihrem Leben im Exil eine emotional bedeutsame Rolle.
Die Autoren präsentieren unterschiedliche Perspektiven und hinterfragen kritisch, inwiefern ihre Hilfe für Verfolgte historisch belegbar ist oder auf ihrer eigenen, teils überbordenden Phantasie beruht.
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