Bachelorarbeit, 2021
40 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Geldtheorie
2.1 Geldfunktionen
2.2 Geldformen
2.3 Geldordnung
3.Digitalwährung Diem
3.1 Libra
3.2 Resonanzen aus der Öffentlichkeit
3.3 Diem – ein Neustart?
4. Einordnung von Diem
4.1 Einordnung als Geldform
4.2 Ist Diem eine eigene Währung?
5. Geldpolitische Gefahren
5.1 Finanzintermediäre
5.2 Störung der Transmissionskanäle
5.3 Finanzmarktblase
6. Währungspolitische Gefahren
6.1 Unabhängigkeit der Zentralbanken
6.2 Währungssubstitution
6.3 Globale Währung ohne eigenes Währungsgebiet
7. Diskussion und Limitation
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einordnung von Facebooks Digitalwährung Diem in das bestehende Geldsystem sowie die damit verbundenen geld- und währungspolitischen Risiken für staatliche Währungsgebiete. Dabei wird analysiert, wie diese Gefahren entstehen, welche Auswirkungen sie haben und wie sie regulatorisch begrenzt werden können.
3.3 Diem – ein Neustart?
Mit den Rückmeldungen und Anmerkungen im Hinterkopf hat die Libra Association im April 2020 ein zweites Whitepaper veröffentlicht, das das erste Whitepaper ersetzen und konkretisieren soll. Sinnbildlich für den Neustart benannte sich am 1. Dezember die Libra Association in „Diem Association“ um. Am 12. Mai 2021 veröffentlichte die Diem Association die Meldung, dass sie ihren Hauptbetrieb von der Schweiz in die Vereinigten Staaten verlagert und ihren Antrag auf eine Zahlungssystemlizenz bei der Schweizer Finanzaufsicht zurückzieht. Die Association plant aktuell die Veröffentlichung eines einzelnen U.S.-Stablecoins und „schrauben ihre globalen Ansprüche zurück“.
Das neue Whitepaper bringt einige Änderungen und tiefergehende Details hinsichtlich der ursprünglichen Idee mit sich. Anonyme Zahlungen finden keine Erwähnung mehr und zudem sollen die Knotenpunkte innerhalb der Diem Blockchain nun ausschließlich innerhalb der Association verbleiben. Die Association stellt zudem Diem Networks vor, ein Tochterunternehmen der Association. Diem Networks ist verantwortlich für die Blockchain, das Erstellen und Zerstören der Digitalwährung sowie die Verwaltung der Reserve.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Aufmerksamkeit für Facebooks Digitalwährung und definiert die Forschungsfragen zur Einordnung sowie zu den geld- und währungspolitischen Risiken.
2. Geldtheorie: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Geldfunktionen, verschiedene Geldformen wie Bargeld, Buchgeld und E-Geld sowie die Struktur einer staatlichen Geldordnung.
3.Digitalwährung Diem: Es erfolgt eine Darstellung der ursprünglichen Libra-Idee, der öffentlichen Kritik und des Neustarts unter dem Namen Diem mit angepassten Konzepten.
4. Einordnung von Diem: Dieses Kapitel ordnet Diem als Geldform ein und untersucht, inwiefern es die Kriterien einer eigenständigen Währung erfüllt.
5. Geldpolitische Gefahren: Hier werden die Auswirkungen auf Finanzintermediäre, die Störung von Transmissionskanälen der Geldpolitik sowie die Entstehung von Finanzmarktblasen analysiert.
6. Währungspolitische Gefahren: Das Kapitel behandelt die Gefährdung der Unabhängigkeit von Zentralbanken, die Währungssubstitution und die Problematik einer globalen Währung ohne eigenes Währungsgebiet.
7. Diskussion und Limitation: Es erfolgt eine kritische Reflexion der Ergebnisse und die Erörterung von Lösungswegen wie der regulatorischen Einordnung oder der Einführung von digitalem Zentralbankgeld.
8. Fazit: Das Fazit beantwortet die eingangs gestellten Forschungsfragen und fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Risiken und Zukunftsaussichten von Diem zusammen.
Diem, Digitalwährung, Stablecoin, Geldpolitik, Währungspolitik, Finanzintermediäre, Transmissionsmechanismus, Währungssubstitution, Digitales Zentralbankgeld, DZBG, Libra Association, Geldordnung, Währungsgebiet, Facebook, Finanzmarktblase
Die Arbeit untersucht die potenziellen geld- und währungspolitischen Gefahren, die von Facebooks Digitalwährung Diem für bestehende staatliche Währungsgebiete ausgehen könnten.
Die zentralen Themen sind die theoretische Einordnung von Diem als Geldform, die Analyse der Auswirkungen auf Zentralbanken und Geschäftsbanken sowie regulatorische Fragestellungen.
Das Ziel ist zu beantworten, wie Diem in das bestehende Geldsystem einzuordnen ist und ob bzw. wie diese Währung geld- und währungspolitische Stabilität in bestehenden Staatsgebieten gefährdet.
Die Forschungsfragen werden im Rahmen einer Literaturarbeit beantwortet, wobei offizielle Dokumente der Diem Association sowie deutsch- und englischsprachige wissenschaftliche Fachliteratur als Grundlage dienen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis (Geldtheorie), die Vorstellung des Diem-Konzepts, die Einordnung als Geldform sowie die detaillierte Analyse spezifischer geld- und währungspolitischer Risiken.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Diem, Stablecoin, Geldpolitik, Währungspolitik, Finanzintermediäre, Währungssubstitution und digitales Zentralbankgeld.
Da die Diem-Reserve durch Staatsanleihen und Bankeinlagen gedeckt wird, könnte dies die Nachfrage nach diesen Instrumenten beeinflussen und damit die Wirksamkeit geldpolitischer Instrumente wie des Leitzinses stören.
Als mögliche Gegenmaßnahmen nennt die Arbeit regulatorische Rahmenbedingungen, wie Höchstbeträge auf den digitalen Wallets oder die Einführung von staatlichem digitalem Zentralbankgeld (DZBG), um die eigene Geldpolitik zu stärken.
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