Bachelorarbeit, 2024
75 Seiten, Note: 1,0
Anmerkung
Einleitung
1 Empowerment
1.1 Empowerment-Ansätze in der Sozialen Arbeit
1.2 Female Empowerment
2 Hip-Hop und Deutschrap
2.1 Rap/MCing
2.2 Deutschrap
2.3 Subgenre Gangsta-Rap
3 Geschlecht als soziale Konstruktion
3.1 Doing Gender
3.2 Geschlechterstereotype
3.3 Geschlechtsspezifische Gewalt
4 Weiblichkeit
4.1 Exkurs Männlichkeit
4.2 Weiblichkeit im Deutschrap
5 Empirischer Teil
5.1 Methodisches Vorgehen
5.2 Material und Sampling
5.2.1 Kontextualisierung der Künstlerinnen
5.2.2 Auswertungsmethode
5.3 Kodierregeln
5.4 Auswertung
5.5 Methodische Reflexion
6 Ergebnisdarstellung
7 Diskussion
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie deutsche Rapperinnen Weiblichkeit konstruieren und inwieweit diese künstlerischen Darstellungen zu Female Empowerment beitragen können. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie Rapperinnen durch ihre Songtexte traditionelle Geschlechterrollen hinterfragen, kritisch kommentieren oder alternative, selbstbestimmte Identitätsentwürfe entwickeln.
3.3 Geschlechtsspezifische Gewalt
Es kann davon ausgegangen werden, dass Geschlechterstereotypen und sich daraus ergebende Machtverhältnisse einen Einfluss auf Taten geschlechtsspezifischer Gewalt in unserer Gesellschaft haben. Geschlechtsspezifische Gewalt kann durch Aspekte von Männlichkeit entstehen, in denen Stärke und Gewalt als Mittel in Konflikten eingesetzt werden und die aus Besitzansprüchen von Männern gegenüber Frauen und dem Verlangen nach Aufrechterhaltung von Hierarchieverhältnissen resultieren. Diese Gewalt umfasst dabei u.a. digitale und häusliche Gewalt, sexuelle und sexualisierte Gewalt, bis hin zu Femiziden. Da in unserer Gesellschaft insbesondere Erzählungen über stereotype Vorstellungen von sexueller und sexualisierter Gewalt verbreitet sind, werden diese im Folgenden dargestellt. Das Verständnis soll außerdem dazu beitragen, die im Rap typischen sexistischen Herabsetzungen und verbale Gewaltpraktiken innerhalb gesellschaftlicher Abwertungspraktiken reflektieren zu können. Die dargestellten Erzählungen werden auch als Vergewaltigungsmythen bezeichnet.
Anmerkung: Definition der in der Arbeit verwendeten Begriffe zu Geschlecht, Gender und Diversität sowie Erläuterung der Gender-Sternchen-Nutzung.
Einleitung: Hinführung zum Thema Geschlechterkonstruktionen im Hip-Hop und Formulierung der zentralen Forschungsfragen.
1 Empowerment: Theoretische Fundierung des Empowerment-Konzepts und Darstellung von Ansätzen zur Förderung von Autonomie und Selbstbestimmung.
2 Hip-Hop und Deutschrap: Überblick über die Ursprünge der Hip-Hop-Kultur und die spezifische Entwicklung des Deutschraps, inklusive des Subgenres Gangsta-Rap.
3 Geschlecht als soziale Konstruktion: Erläuterung der theoretischen Basis, insbesondere der Konzepte Doing Gender, Geschlechterstereotype und geschlechtsspezifische Gewalt.
4 Weiblichkeit: Analyse des Begriffs Weiblichkeit unter Einbeziehung männlicher Dominanzverhältnisse und der Rolle von Künstlerinnen in der Musikgeschichte.
5 Empirischer Teil: Detaillierte Beschreibung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der ausgewählten Songtexte.
6 Ergebnisdarstellung: Zusammenfassung der Befunde bezüglich der Konstruktion von Weiblichkeit durch die untersuchten Deutsch-Rapperinnen.
7 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf Empowerment-Potenziale und gesellschaftspolitische Relevanz.
8 Fazit: Resümee der Arbeit und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Deutschrap, Female Empowerment, Weiblichkeit, Geschlechterkonstruktion, Doing Gender, Gangsta-Rap, Sexualisierte Gewalt, Identitätsbildung, Intersektionalität, Songtextanalyse, Patriarchat, Selbstbestimmung, Repräsentation
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Rapperinnen das Thema Weiblichkeit in ihren Songtexten verhandeln und welche Rolle diese Texte für ihr eigenes Empowerment spielen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Gebieten Hip-Hop-Kultur, Geschlechterforschung (Gender Studies), Empowerment-Strategien und der Dekonstruktion von Geschlechterstereotypen.
Ziel ist es zu ergründen, wie Deutsch-Rapperinnen Weiblichkeit konstruieren und inwiefern diese Konstruktionen zur Selbstermächtigung und zum Female Empowerment beitragen.
Die Verfasserin nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, um Songtexte von acht verschiedenen Rapperinnen systematisch auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Empowerment und Geschlechterkonstruktionen sowie den empirischen Teil, in dem die Materialauswahl, das Kategoriensystem und die Ergebnisse der Songtextanalyse detailliert dargestellt werden.
Zentrale Begriffe sind Deutschrap, Female Empowerment, Doing Gender, Identitätsbildung und Intersektionalität.
Vergewaltigungsmythen werden als Teil der gesellschaftlichen Debatte analysiert, um zu zeigen, wie Rapperinnen diese durch ihre Texte entweder reproduzieren oder kritisch dekonstruieren.
Die Untersuchung umfasst unter anderem Künstlerinnen wie Shirin David, Katja Krasavice, Nura, Badmómzjay und Schwesta Ewa.
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