Magisterarbeit, 2009
91 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Magisterarbeit befasst sich mit dem Argument der Erklärungslücke, das Joseph Levine 1983 formulierte, und untersucht dessen Bedeutung für das Problem der Reduktion von Qualia. Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die gegenwärtige Qualia-Debatte zu bieten und die Argumente für und gegen die Reduktion von Qualia zu analysieren.
Das erste Kapitel bietet einen Überblick über die philosophischen Grundlagen der Erklärungslücke. Es werden die konstituierenden Aspekte von Qualia definiert und die verschiedenen Klassifikationen von Qualia vorgestellt. Außerdem wird die Relevanz der Qualia-Problematik für die Philosophie des Geistes beleuchtet.
Das zweite Kapitel stellt das „explanatory gap argument“ in seinen historischen und argumentativen Kontexten vor. Es werden die verschiedenen Formen des Arguments dargestellt und die Bedeutung der Explananda und Explanantia für die Reduktion von Qualia herausgearbeitet.
Das dritte Kapitel analysiert die wichtigsten reduktionistischen Qualia-Strategien, darunter der reduktive Materialismus, der Funktionalismus und der Repräsentationalismus. Es wird kritisch untersucht, ob diese Strategien eine befriedigende Reduktion von Qualia anbieten können und somit das Argument von Joseph Levine entkräften können.
Qualia, Erklärungslücke, Reduktion, Phänomenales Bewusstsein, Materialismus, Funktionalismus, Repräsentationalismus, Fiktionalismus, Eliminativismus, Philosophie des Geistes.
Qualia sind die subjektiven Erlebnisgehalte mentaler Zustände, also das „Wie es sich anfühlt“, etwas zu schmecken, zu sehen oder zu fühlen (z. B. das Rot einer Rose).
Das von Joseph Levine formulierte Argument besagt, dass es eine Lücke zwischen der physikalischen Beschreibung des Gehirns und dem subjektiven Erleben gibt, die durch rein physikalische Theorien nicht geschlossen werden kann.
Dies ist umstritten. Die Arbeit untersucht Strategien wie den reduktiven Materialismus, den Funktionalismus und den Repräsentationalismus, die versuchen, Qualia wissenschaftlich zu erklären.
Qualia zeichnen sich durch ihren phänomenalen Charakter aus. Während man Wissen über Fakten teilen kann, bleibt das eigentliche Quale (das Erleben) streng privat und unhintergehbar.
Eliminativisten bestreiten die Existenz von Qualia gänzlich und betrachten sie als kognitive Illusion oder als ein veraltetes Konzept der „Alltagspsychologie“.
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