Bachelorarbeit, 2025
67 Seiten, Note: 1,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Relevanz des Themas
1.2. Zielsetzung der Arbeit
2. Überblick Kartellrecht
2.1. Was ist „Wettbewerb“?
2.2. Grundlagen des deutschen Kartellrechts
2.3. Grundlagen des europäischen Kartellrechts
3. Plattformökonomie und digitale Wirtschaft
3.1. Definition und Merkmale der Plattformökonomie
3.2. Bedeutung von Buchungsplattformen für die digitale Wirtschaft
4. Definition Bestpreisklauseln und ihre rechtliche Einordnung
4.1. Definition Bestpreisklauseln („weite“ und „enge“)
4.2. Nationale und EU-weite Entscheidungen zu Bestpreisklauseln
4.2.1 Nationale Entscheidungen zu Bestpreisklauseln in Deutschland
4.2.1.1 BKartA
4.2.1.2 OLG Düsseldorf
4.2.1.3 BGH
4.2.1.4 Zwischenfazit
4.2.2 Nationale Entscheidungen in anderen EU-Ländern und EuGH-Entscheidung zu Bestpreisklauseln
4.2.2.1 Nationale Entscheidungen in anderen EU-Ländern
4.2.2.2 EuGH-Entscheidung
4.3. Argumente für und gegen Bestpreisklauseln
5. Wettbewerbsrechtliche und wirtschaftliche Auswirkungen
5.1. Auswirkungen auf Hotels und Verbraucher
5.2. Auswirkungen auf Buchungsplattformen
5.3. Auswirkungen auf den Wettbewerb im Binnenmarkt
6. Fazit, Ausblick und kritische Würdigung
Die vorliegende Bachelor-Thesis analysiert die Auswirkungen der EuGH-Entscheidung (AZ: C-264/23) zu Bestpreisklauseln von Buchungsplattformen auf das deutsche und europäische Kartellrecht. Ziel der Untersuchung ist es, die kartellrechtliche Zulässigkeit dieser Klauseln im Kontext der digitalen Plattformökonomie zu bewerten, ihre Bedeutung für Hotels und Verbraucher zu beleuchten sowie zu prüfen, ob die Entscheidung den Wettbewerb stärkt oder neue regulatorische Herausforderungen mit sich bringt.
4.2.2.2 EuGH-Entscheidung
In der EuGH-Entscheidung vom 19.09.2024 zum Az: C-264/23 geht es um Bestpreisklauseln, welche in den Verträgen zwischen der Buchungsplattform Booking und den Hotels geschlossen wurden. In dem EuGH-Urteil geht es hauptsächlich um zwei Fragen. Eine der beiden zentrale Fragen war, ob die engen und weiten Bestpreisklauseln als notwendige Nebenabrede angesehen werden können. Der EuGH hat entschieden, dass Bestpreisklauseln nicht als notwendig und nicht verhältnismäßige Nebenabreden gelten.
Eine Nebenabrede sei nur dann zulässig, wenn die Hauptmaßnahme ohne sie unmöglich wäre.
Booking hatte argumentiert, die Klausel sei nötig, um das Trittbrettfahrerargument zu verhindern – also zu vermeiden, dass Nutzer das Portal nur zum Suchen nutzen und dann beim Hotel direkt günstiger buchen – und um das eigene Geschäftsmodell wirtschaftlich abzusichern. Der EuGH hat dieses Argument abgelehnt. Es sei weder erwiesen, dass die Bestpreisklausel für das Funktionieren der Plattform objektiv notwendig sei, noch dass ohne sie die wirtschaftliche Lebensfähigkeit von Booking gefährdet wäre.
1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung der Plattformökonomie und Darstellung der kartellrechtlichen Relevanz des Themas.
2. Überblick Kartellrecht: Erläuterung der grundlegenden kartellrechtlichen Prinzipien in Deutschland und Europa, einschließlich Kartellverbot und Missbrauchsaufsicht.
3. Plattformökonomie und digitale Wirtschaft: Definition und ökonomische Analyse von Plattformmodellen sowie deren Bedeutung für moderne Märkte.
4. Definition Bestpreisklauseln und ihre rechtliche Einordnung: Detaillierte Untersuchung von Klauseltypen sowie Analyse nationaler und europäischer Gerichtsentscheidungen.
5. Wettbewerbsrechtliche und wirtschaftliche Auswirkungen: Darstellung der Konsequenzen des Verbots von Bestpreisklauseln für alle beteiligten Marktakteure.
6. Fazit, Ausblick und kritische Würdigung: Zusammenfassende Bewertung der rechtlichen Situation und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im digitalen Kartellrecht.
Bestpreisklauseln, Buchungsplattformen, Kartellrecht, EuGH, GWB, Wettbewerbsrecht, Plattformökonomie, Booking.com, Trittbrettfahrerproblem, Binnenmarkt, Digital Markets Act, Marktbeherrschung, Vertragsrecht, Online-Handel, Preisgestaltung.
Die Arbeit befasst sich mit der kartellrechtlichen Zulässigkeit von Bestpreisklauseln, die von Buchungsplattformen wie Booking.com gegenüber Hotels verwendet werden.
Die zentralen Felder sind das deutsche und europäische Kartellrecht, die Funktionsweise der Plattformökonomie und die rechtliche Bewertung von Meistbegünstigungsklauseln.
Ziel ist es, die Auswirkungen der EuGH-Entscheidung vom 19.09.2024 auf die Marktstellung digitaler Plattformen und den Wettbewerb im Binnenmarkt zu analysieren.
Es erfolgt eine systematische juristische Analyse von Gesetzestexten, Kommentarliteratur sowie eine Auswertung der relevanten nationalen und europäischen Rechtsprechung.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Kartellrechts, die Definitionen von Bestpreisklauseln, die Historie der Gerichtsentscheidungen sowie die wirtschaftlichen Folgen der Abschaffung dieser Klauseln.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Bestpreisklauseln, Wettbewerb, Kartellrecht, Plattformökonomie, Binnenmarkt und die entsprechende EuGH-Entscheidung.
Das Urteil hat weitreichende Präzedenzwirkung und führt dazu, dass enge wie weite Bestpreisklauseln als unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen einzustufen sind.
Der BGH und der EuGH lehnten das Argument ab, dass diese Klauseln zur wirtschaftlichen Sicherung des Plattformmodells zwingend notwendig seien.
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