Bachelorarbeit, 2009
43 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Allgemeine Definitionen
2.2. Die Befragung
2.2.1. Die Befragung als soziale Situation
2.2.2. Verzerrungen in der Befragung
2.2.3. Nonverbale Kommunikation im Interview
3. Empirischer Teil
3.1. Projekt Älterwerden in Kleinmünchen
3.2. Forschungshypothesen und Methodik
3.3. Analyse der Befragungsmerkmale
3.3.1. Merkmale der Befragten:
3.3.2. Merkmale der Interviewer/innen und der Befragung:
3.3.3. Einfluss der Befragungssituation auf die Befragung:
4. Resümee
Die Arbeit untersucht den Einfluss situativer Rahmenbedingungen, wie Interviewermerkmale oder Befragungsstandorte, auf die Qualität und Ergebnisse empirischer Befragungen am Beispiel des Projekts "Älterwerden in Kleinmünchen".
2.2.1. Die Befragung als soziale Situation
In der Fachliteratur werden zwei Grundhaltungen zum Thema "Die Befragung als soziale Situation" beschrieben, welche als Stimulus-Reaktions-Modelle bezeichnet werden:
S R Modell: Dieses Modell geht davon aus, dass ein direkter, ausschließlicher und zwingender Zusammenhang zwischen Stimulus und Reaktion besteht. Um den "Störfaktor" der Beeinflussung möglichst gering zu halten, sollte lt. diesem Modell ein Hauptaugenmerk darauf gelegt werden den Stimulus zu kontrollieren und die Fragebögen zu perfektionieren. Häufig ist diese Theorie bei repräsentativen Umfragen zu finden.
S P R-Modell: Im Gegensatz zum S-R Modell besteht im S-P-R Modell kein zwingender Zusammenhang zwischen Stimulus und Reaktion. Das Individuum als Person reagiert nicht auf die Frage, sondern auf die gesamte Befragungssituation durch Empfindungen, Ängste und Erwartungen und beeinflusst so auch die Zukunft. Die Befragungssituation wird als Reaktionssystem gesehen, welches eine Reihe von Mechanismen auslöst.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass situative Rahmenbedingungen bei Befragungen zu Antwortverzerrungen führen können und beschreibt die Zielsetzung der Arbeit anhand des Projekts "Älterwerden in Kleinmünchen".
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Befragung als zentrale Methode der Sozialforschung, definiert sie als soziale Situation und analysiert verschiedene Fehlerquellen und Verzerrungsfaktoren.
3. Empirischer Teil: Dieser Teil verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit der praktischen Umsetzung im Projekt "Älterwerden in Kleinmünchen" und wertet die erhobenen Daten hinsichtlich verschiedener Einflussfaktoren aus.
4. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, wobei betont wird, dass eine sorgfältige Vorbereitung und Schulung der Interviewer für die Qualität der Forschungsergebnisse unerlässlich ist.
Empirische Sozialforschung, Befragung, Antwortverzerrung, soziale Situation, Interviewermerkmale, situative Rahmenbedingungen, soziale Erwünschtheit, Response Set, Meinungslosigkeit, reaktiver Effekt, Fragebogengestaltung, Älterwerden in Kleinmünchen, Quotaverfahren, Datenqualität, Befragungssituation.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie situative Rahmenbedingungen, wie beispielsweise das Alter oder Geschlecht von Interviewern, die Antworten bei empirischen Befragungen beeinflussen oder verzerren können.
Die zentralen Themenfelder sind die Befragung als soziale Interaktion, die Identifikation von Fehlerquellen in Erhebungen (wie Befragten- oder Interviewermerkmale) und die Möglichkeiten zur Optimierung von Befragungssituationen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Einflussfaktoren in einer Befragungssituation verzerrend wirken können, und Handlungsempfehlungen zu geben, um eine optimale Befragungssituation zu kreieren und so die Qualität der Ergebnisse zu erhöhen.
Es werden theoretische Konzepte der empirischen Sozialforschung aufgearbeitet und diese anhand eines konkreten Projekts ("Älterwerden in Kleinmünchen"), bei dem eine quantitative Passantbefragung durchgeführt wurde, empirisch überprüft.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Verzerrungsfaktoren bei Befragungen und einen empirischen Teil, der die Daten des Projekts in Kleinmünchen analysiert, um Hypothesen über Einflüsse der Befragungssituation zu testen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Antwortverzerrung, soziale Erwünschtheit, reaktive Effekte, Fehlerquellen in der Befragung sowie die methodische Gestaltung von Interviews.
Die Autorin stellt fest, dass der Befragungsplan die Befragungssituation beeinflusst hat und vermutlich eine mitverantwortliche Rolle für das Ausbleiben signifikanter Zusammenhänge zwischen Variablen wie Interviewer- und Befragtenalter spielte.
Nein, die Überprüfung der Hypothesen führte zu keinen aussagekräftigen Ergebnissen; für keine der aufgestellten Forschungshypothesen konnte eine statistische Signifikanz nachgewiesen werden.
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