Masterarbeit, 2010
72 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit untersucht die prozyklische Wirkung neuerer Normensetzungen in Bankenaufsicht und Rechnungslegung auf das Kreditvergabeverhalten von Banken. Die Arbeit konzentriert sich auf die theoretischen und empirischen Aspekte dieses Phänomens.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik der Prozyklizität im Kreditvergabeverhalten. Kapitel 2 beleuchtet die konzeptionellen Grundlagen des Themas, indem es verschiedene theoretische Modelle zur Erklärung des Kreditvergabeverhaltens vorstellt und die Interdependenz zwischen Konjunkturzyklen und Kreditzyklen analysiert. Kapitel 3 befasst sich mit den Auswirkungen neuerer Normensetzungen in der Bankenaufsicht (Basel II) und in der Rechnungslegung (IAS 39) auf die Determinanten von Kreditangebot und -nachfrage. Kapitel 4 untersucht die prozyklischen Wirkmechanismen der neuen Normen anhand angepasster Kreditvergabemodelle und analysiert deren Auswirkungen in Abschwüngen und Aufschwüngen. Kapitel 5 beleuchtet empirische Aspekte zur Prozyklizität der betrachteten Normen, untersucht Messprobleme und präsentiert ausgewählte empirische Quellen. Die Arbeit endet mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsrichtungen.
Prozyklizität, Kreditvergabeverhalten, Bankenaufsicht, Rechnungslegung, Basel II, IAS 39, Fair Value Bewertung, Incurred Loss Principle, Risikoneutralität, Risikoaversion, Konjunkturzyklen, Kreditzyklen, Finanzstabilität, Destabilisierung.
Prozyklizität beschreibt ein Verhalten, bei dem Banken in wirtschaftlich guten Zeiten die Kreditvergabe ausweiten und in Krisenzeiten übermäßig einschränken, was Konjunkturschwankungen verstärkt.
Basel II verknüpft die Eigenkapitalanforderungen eng mit dem Risiko der Kredite. Da Risiken in der Krise steigen, müssen Banken mehr Kapital vorhalten, was die Kreditvergabe zusätzlich drosseln kann.
Das „Incurred Loss Principle“ nach IAS 39 führt dazu, dass Wertberichtigungen oft erst spät in einer Krise vorgenommen werden, was zu plötzlichen, starken Belastungen der Bankbilanzen führen kann.
Es ist die Bewertung von Finanzinstrumenten zum aktuellen Marktwert. In volatilen Märkten kann dies zu starken Schwankungen im Eigenkapital der Banken führen.
Es besteht die Gefahr einer Destabilisierung des Finanzsystems und einer Verschärfung von Rezessionen durch eine sogenannte „Kreditklemme“.
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