Masterarbeit, 2010
101 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung
2. Motivation, Zufriedenheit und Bleibebereitschaft von Studierenden: Eine theoretische Betrachtung
2.1 Motivation von Studierenden
2.2 Zufriedenheit von Studierenden
2.3 Bleibebereitschaft von Studierenden
3. Motivation, Zufriedenheit und Bleibebereitschaft von Studierenden: Ein Überblick zu verschiedenen Messkonzepten
3.1 Motivation von Studierenden
3.2 Zufriedenheit von Studierenden
3.3 Bleibebereitschaft von Studierenden
3.4 Zusammenfassung und Limitationen
4. Anwendung der ausgewählten Messverfahren zur Erfassung von Motivation, Zufriedenheit und Bleibebereitschaft von Studierenden
4.1 Verfahren zur Messung der Studienmotivation
4.1.1 Studienmotivation aus arbeitsmotivationaler Perspektive
4.1.1.1 Die revidierte deutsche Fassung des JDS von Kil/Leffelsend/Metz-Göckel (2000)
4.1.1.2 Der AVEM von Schaarschmidt/Fischer (1996)
4.1.1.3 Der KFZA von Prümper/Hartmannsgruber/Frese (1995)
4.1.1.4 Die deutschsprachige WDQ-Version von Stegmann et al. (2010)
4.1.2 Studienmotivation aus lernmotivationaler Perspektive: Der FSI von Schiefele et al. (1992)
4.1.3 Zusammenfassung
4.2 Verfahren zur Messung der Studienzufriedenheit
4.2.1 Studienzufriedenheit aus arbeitszufriedenheitsorientierter Perspektive: Die SAZ von Fischer/Lück (1972) und der ABB von Neuberger/Allerbeck (1978) – Anwendung und Bezugnahme zu Westermann et al. (1996)
4.2.2 Studienzufriedenheit aus kundenzufriedenheitsorientierter Perspektive: Der Fragebogen zur Studienzufriedenheit von Schwaiger (2002)
4.2.3 Zusammenfassung
4.3 Verfahren zur Messung der Bleibebereitschaft von Studierenden
4.3.1 Erfassung der grundsätzlichen Verbleibentscheidung Studierender: Eine universitätsspezifische Anwendung von Turnover Intention-Skalen
4.3.2 Erfassung studentischer Verbleibumstände: Eine universitätsspezifische Anwendung von Embeddedness-Skalen
4.3.3 Zusammenfassung
5. Konstruktion eines Fragebogens
6. Maßnahmen zur Überprüfung der messtheoretischen Qualität des entwickelten Fragebogens
7. Diskussion und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die theoriegeleitete Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung der Studienmotivation, Studienzufriedenheit und Bleibebereitschaft von Studierenden, insbesondere im Kontext des Übergangs vom Bachelor- zum Masterstudium. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie diese Konstrukte valide operationalisiert werden können, um die Attraktivität einer Universität aus Sicht der Studierenden zu bewerten und deren Verhaltensabsichten hinsichtlich des Verbleibs zu verstehen.
3.1 Motivation von Studierenden
Ein international vielbeachtetes und weit verbreitetes Verfahren zur Messung arbeitsmotivationaler Erlebniszustände (vgl. Ulich 1998, 99) ist der von Hackman/Oldham 1975 entwickelte Job Diagnostic Survey (JDS). Ziel des Verfahrens ist es, verschiedene Merkmale der Arbeitssituation auf ihren motivationalen Anregungsgehalt hin zu überprüfen (vgl. Schmidt et al. 1985, 162). Hierzu wurden insgesamt vier Skalen konstruiert, von denen jedoch nur die der „job dimensions“ (Hackman/Oldham 1975, 164) für das Studium relevant sein dürfte. Schmidt et al. (1985) haben das Verfahren zehn Jahre später zu einer deutschsprachigen Fassung weiterentwickelt und die fünf postulierten Kerndimensionen „Anforderungswechsel“, „Identifikation mit der Aufgabe“, „Aufgabenwichtigkeit“, „Autonomie“ und „Rückmeldung durch die Arbeit“ faktoranalytisch überprüft.
Ergebnis: nur die drei letztgenannten Kerndimensionen erwiesen sich als unabhängig (vgl. ebd., 166f.). Grenzen des Verfahrens bestehen auch insofern, als das jenes anscheinend für den reinen Produktionsbereich entworfen wurde, was sich an den Formulierungen der Items zeigt. Diese von Kil/Leffelsend/Metz-Göckel (2000, 116) festgestellte Limitation führte schließlich zur Entwicklung einer für den Dienstleistungs- und Verwaltungssektor revidierten Fassung durch die Autoren, der bereits eine frühere Untersuchung aus dem Jahr 1997 mit N = 732 Mitglieder aus dienstleistenden Organisationen voranging (vgl. Kil/Leffelsend/Metz-Göckel 1997, 91). In dieser Fassung wurde das Verfahren von 1985 um die drei zusätzlichen Kernvariablen „Zusammenarbeit“, „Rückmeldung durch andere“ und „Zielklarheit“ erweitert. Mit Ausnahme der Skala Aufgabengeschlossenheit (α = .63) (bei Schmidt et al. 1985, 166 „Identifikation mit der Aufgabe“ genannt) wurden Reliabilitäten von α >.70 ermittelt.
1. Problemstellung: Dieses Kapitel skizziert die Notwendigkeit, über reine Lehreevaluationen hinauszugehen und Studierende als Kunden der Hochschule zu betrachten, um Motivation, Zufriedenheit und Bleibebereitschaft ganzheitlich zu erfassen.
2. Motivation, Zufriedenheit und Bleibebereitschaft von Studierenden: Eine theoretische Betrachtung: Hier werden die zentralen Konstrukte theoretisch hergeleitet und abgegrenzt, wobei Arbeits- und Organisationspsychologische Ansätze auf das studentische Erleben übertragen werden.
3. Motivation, Zufriedenheit und Bleibebereitschaft von Studierenden: Ein Überblick zu verschiedenen Messkonzepten: Dieses Kapitel liefert eine kritische Literaturdurchsicht und bewertet die Eignung verschiedener existierender Messinstrumente für die vorliegende Fragestellung.
4. Anwendung der ausgewählten Messverfahren zur Erfassung von Motivation, Zufriedenheit und Bleibebereitschaft von Studierenden: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der Übertragbarkeit ausgewählter Skalen und deren Adaption an den Kontext der Universität.
5. Konstruktion eines Fragebogens: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen für die Itemformulierung und Skalierung des neu zu entwickelnden Befragungsinstruments.
6. Maßnahmen zur Überprüfung der messtheoretischen Qualität des entwickelten Fragebogens: Hier werden Strategien zur empirischen Validierung und Reliabilitätsprüfung des Fragebogens, wie Itemanalysen und konfirmatorische Faktorenanalysen, beschrieben.
7. Diskussion und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert den Prozess der Fragebogenentwicklung, diskutiert Limitationen der Arbeit und zeigt potenzielle Forschungsfelder auf.
Studienmotivation, Studienzufriedenheit, Bleibebereitschaft, Studierende, Fragebogenentwicklung, Bachelor-Master-Übergang, Arbeitszufriedenheit, Kundenzufriedenheit, Turnover Intention, Job Embeddedness, Hochschule, Evaluation, psychometrische Qualität, Messverfahren, akademische Integration.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Fragebogens zur ganzheitlichen Erfassung der Motivation, Zufriedenheit und Bleibebereitschaft von Studierenden, insbesondere vor dem Hintergrund des Bologna-Prozesses und des Wechsels vom Bachelor- zum Masterstudium.
Die zentralen Themenfelder sind die Übertragung arbeitspsychologischer Motivations- und Zufriedenheitskonzepte auf den universitären Bereich, sowie die Analyse von Bindungsfaktoren (Bleibebereitschaft) bei Studierenden.
Das primäre Ziel ist die theoriegeleitete Konstruktion eines eigenen Befragungsinstruments (FMZBS), das es Hochschulen ermöglicht, die Bindung und Motivation ihrer Studierenden präzise zu messen.
Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse zur Identifikation bestehender Messinstrumente, eine methodische Adaption dieser Verfahren auf den studentischen Kontext sowie Konzepte der Testtheorie zur Itemkonstruktion und messtheoretischen Überprüfung.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Betrachtung der Konstrukte, dem Vergleich verschiedener Messansätze (z.B. JDS, AVEM, SERVQUAL), der detaillierten Anwendung dieser Ansätze auf den Studienkontext und der anschließenden Entwicklung eines Fragebogens.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Studienmotivation, Studienzufriedenheit, Bleibebereitschaft, Job Embeddedness, Turnover Intention und Fragebogenkonstruktion charakterisieren.
Die Arbeit argumentiert, dass Studierende nicht nur Lernende, sondern zunehmend "Kunden" der Universität sind. Daher reicht eine rein arbeitspsychologische Betrachtung (Leistung) nicht aus; sie muss um Aspekte der Kundenzufriedenheit (Service, Reputation, Ambiente) ergänzt werden.
Im Gegensatz zu reinen Kündigungsabsicht-Skalen betrachtet das Embeddedness-Modell das "Eingebundensein" (Fit, Links, Sacrifice). Dies ermöglicht ein tieferes Verständnis darüber, *warum* Studierende an einer Universität bleiben (z.B. soziale Bindungen an Lerngruppen oder den Wohnort), statt nur zu fragen, ob sie wechseln möchten.
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