Diplomarbeit, 2007
199 Seiten, Note: 1,5
MOTIVATION – EIN FACHBEGRIFF DER IN ALLER MUNDE IST
AUFBAU UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
I. GRUNDLAGEN DER MOTIVATION
1. Historische Positionen der Motivationspsychologie
2. Motivation: Begriffsklärung, Entstehung und Abgrenzung zum Motiv
3. Motivation und Handeln
4. Motivation und Volition
5. Motive: Arten und Klassifikationsvorschläge
6. Motive: Bewusst oder unbewusst? Wissen wir, warum wir was tun?
7. Motive: Welche werden vom Mensch genannt, welche verschwiegen?
8. Motive: Welche Methoden gibt es, menschliche Motive zu erkennen?
9. Motive: Angeboren oder erlernt?
II. MOTIVATION UND BERUFLICHE ARBEIT
1. Warum arbeitet der Mensch?
2. Arbeiten wir nur des Geldes wegen?
3. Extrinsische und intrinsische Motivation in der beruflichen Arbeit
4. Die Korrumpierung intrinsischer Motivation durch extrinsische Anreize
5. Flow-Erleben: Eine besonders intensive Form intrinsischer Motivation
6. Das Leistungsmotiv
III. ARBEITSZUFRIEDENHEIT UND ARBEITSLEISTUNG
1. Arbeitszufriedenheit
2. Formen der Arbeitszufriedenheit nach BRUGGEMANN (1975)
3. Die Zwei-Faktoren-Theorie der Arbeitszufriedenheit nach HERZBERG et al. (1959)
4. Messung der Arbeitszufriedenheit
5. Arbeitsleistung
6. Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung
IV. STEIGERUNG DER ARBEITSZUFRIEDENHEIT UND ARBEITSLEISTUNG
1. Betriebliche Anreizgestaltung
2. Das Modell der Bedürfnishierarchie nach MASLOW - eine viel diskutierte Theorie der Motivation
3. Was ist bei der betrieblichen Anreizgestaltung zu beachten?
4. Welchen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung hat das Geld?
5. Welchen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung haben die Aufstiegschancen?
6. Welchen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung hat der Führungsstil?
7. Welchen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung haben Anerkennung und Kritik?
8. Welchen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung hat der Arbeitsinhalt?
9. Welchen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung hat die Arbeitsgruppe?
10. Welchen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung hat die Arbeitszeit?
11. Welchen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung haben die Information und Kommunikation?
V. ZUSAMMENFASSUNG DER ERKENNTNISSE
Ziel der Arbeit ist die kritische Darstellung motivationspsychologischer Erkenntnisse im Kontext betrieblicher Abläufe, um darauf aufbauend Maßnahmen zur Steigerung von Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung abzuleiten und zu diskutieren.
6. Motive: Bewusst oder unbewusst? Wissen wir, warum wir was tun?
Die zuvor beschriebenen Inhaltstheorien stoßen insbesondere beim Laien auf großes Interesse. Ein Grund dafür ist ihre verständliche Antwort auf die Frage, warum ein Mensch genau dieses und nicht jenes Verhalten zeigt (VON ROSENSTIEL, 2003a, S. 32; VON ROSENSTIEL, 1988, S. 236). Dies sollte jedoch nicht zum Glauben verleiten, stets die Verhaltensgründe eines Menschen in Erfahrung bringen zu können. Wie bereits in Abschnitt zwei erwähnt, ist die Motivstruktur eines Menschen sehr komplex, da sie aus einer Vielzahl unterschiedlicher Motive mit unterschiedlicher Intensität besteht. Das Handeln kann sich also aufgrund einer ganzen Reihe von (angeregten) Motiven ergeben.
Diese Unkenntnis von Motiven kann soweit gehen, dass wir selbst die Gründe unseres eigenen Verhaltens nicht kennen. Manch einer sitzt unzufrieden und lustlos bei der Arbeit, kann jedoch keinen Grund dafür benennen. Auf die Frage nach seiner Unzufriedenheit gibt er dann einen Grund an, den er leicht formulieren kann, der allerdings nicht unbedingt der zutreffende ist, beispielsweise „schlechte Bezahlung“ (VON ROSENSTIEL, 200110, S. 18). Dass Menschen bisweilen Scheingründe für ihr Verhalten angeben, weil sie die tatsächlichen Gründe nicht kennen, zeigt das Beispiel vom posthypnotischen Befehl:
Jemandem wird während der Hypnose der Befehl erteilt, nach Beendigung der Hypnose das Fenster zu öffnen, sobald ein Glockenschlag ertönt. Dieser Anweisung wird der Betroffene, obwohl nicht mehr unter Hypnose stehend, Folge leisten. Auf die Frage hin, warum er dies tat, wird er den wahren Grund, also den Befehl nicht nennen, da er ihn nicht kennt. Er wird einen Scheingrund angeben, z. B. „das Zimmer wäre zu heiß geworden“. An diesen Grund glaubt er selbst, es handelt sich also nicht um eine Lüge (VON ROSENSTIEL, 200110, S. 19, zit. nach HEISS, 1964; FREUD 1936).
MOTIVATION – EIN FACHBEGRIFF DER IN ALLER MUNDE IST: Einführung in die Bedeutung und Komplexität des Motivationsbegriffs in Organisationen.
AUFBAU UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT: Skizzierung des methodischen Vorgehens und der zentralen Zielsetzungen der Diplomarbeit.
I. GRUNDLAGEN DER MOTIVATION: Historischer Überblick und begriffliche Einordnung von Motivation, Motiven, Handeln und Volition.
II. MOTIVATION UND BERUFLICHE ARBEIT: Untersuchung der Beweggründe für berufliche Arbeit und die Abgrenzung zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation.
III. ARBEITSZUFRIEDENHEIT UND ARBEITSLEISTUNG: Analyse der Konstrukte Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung sowie ihrer wechselseitigen Beziehungen.
IV. STEIGERUNG DER ARBEITSZUFRIEDENHEIT UND ARBEITSLEISTUNG: Diskussion konkreter betrieblicher Gestaltungsmaßnahmen zur Steigerung von Leistung und Zufriedenheit.
V. ZUSAMMENFASSUNG DER ERKENNTNISSE: Zusammenfassende Synthese der erarbeiteten motivationspsychologischen Erkenntnisse.
Motivation, Motivationsmanagement, Arbeitsleistung, Arbeitszufriedenheit, Volition, Leistungs-Anreiz-Systeme, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Job-Fit, Flow-Erleben, Arbeitsgestaltung, Partizipation, Führung, Arbeitszeit, Kausalattribution
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Anwendung motivationspsychologischer Theorien auf betriebliche Fragestellungen, um die Arbeitsleistung und die Zufriedenheit von Mitarbeitern zu optimieren.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der Motivation, die Unterscheidung zwischen Wollen und Können (Volition), das Konzept der Arbeitszufriedenheit sowie betriebliche Anreizsysteme.
Das Ziel ist die kritische Analyse motivationspsychologischer Erkenntnisse, um daraus praxisrelevante Maßnahmen für das betriebliche Motivationsmanagement abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit etablierten Modellen der Arbeits- und Organisationspsychologie.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Motivation spezifische Einflussfaktoren wie Geld, Aufstiegschancen, Führungsstile, Arbeitsinhalte und Arbeitsgruppen detailliert diskutiert.
Kernbegriffe sind Motivation, Volition, Arbeitszufriedenheit, Arbeitsleistung, Anreizgestaltung, intrinsische vs. extrinsische Motivation und das Flow-Erleben.
Das Rubikon-Modell segmentiert den Handlungsverlauf in motivationale und volitionale Phasen, die den Übergang vom bloßen Wunsch zur tatsächlichen verbindlichen Umsetzung einer Absicht beschreiben.
Bei der progressiven Arbeitszufriedenheit steigt das Anspruchsniveau bei bereits erreichter Befriedigung an ("mehr wollen"), während bei der resignativen Arbeitszufriedenheit das Anspruchsniveau nach Frustration gesenkt wird, um den Zustand wieder als zufriedenstellend zu empfinden.
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