Fachbuch, 2010
62 Seiten
Einleitung
Die Zeit Amenophis III.
Die verstärkten Beziehungen zur Ägäis unter Amenophis III.
Die Ägäische Liste im Totentempel Amenophis III.
Wie gelangten die Objekte in die Ägäis?
Objekte in Mykene gefunden
Die Funde
Mykenische Objekte in Ägypten
Verzeichnis der Namen aus der ägäischen Liste
Verzeichnis der Abbildungen
Chronologie
Literatur
Bildnachweis
Die vorliegende Arbeit untersucht die intensivierten diplomatischen und handelspolitischen Verbindungen zwischen dem ägyptischen Großreich unter Amenophis III. und dem ägäischen Raum, wobei insbesondere die Funde im Totentempel des Pharaos als zentrales Analyseobjekt dienen.
Die Ägäische Liste im Totentempel Amenophis III.
Einer der wichtigsten Belege für die Beziehungen zwischen Ägypten und der Ägäis unter Amenophis III. stellt die in seinem Totentempel in Kom el-Hattan (Theben-West, nahe dem Tal der Könige) gefundene Ägäische Liste dar. Vom Totentempel des Königs selbst sind nur noch wenige Spuren erhalten, da er wie bereits erwähnt von einem Erdbeben zerstört und später als Steinbruch genutzt wurde. In der Nordwest Ecke des Tempels befinden sich allerdings noch fünf Statuenbasen, die ursprünglich zu einer Reihe von insgesamt zehn Statuen gehörten, die knapp überlebensgroß gewesen sein dürften. Die fünf südlichen Figuren, von denen heute nichts mehr erhalten ist, trugen auf ihren Sockeln wohl die Nennung der Länder des Südens.
Auch von den noch erhaltenen nördlichen Figuren sind einzig die aus dem Stein modellierten Füße und der Sockel erhalten. Jede der Basen trägt Inschriften, die Edel (1966) als An-En bezeichnet, die eine Reihe von Ortsnamen (Toponyme) in einer horizontal verlaufenden Kolumne nennen. Front und Seiten der Sockel werden von dieser Darstellung eingenommen. Jedes Toponym besteht aus Hieroglyphen, die von einem Oval mit ausgeformten Außenseiten umschlossen werden. Sie werden von einem gefesselten Gefangenen begleitet. Jedes Oval gibt dabei den Namen von Ländern oder Regionen wieder, die unter Amenophis III. mit Ägypten in Kontakt standen.
Einleitung: Überblick über die diplomatischen Beziehungen Ägyptens im Neuen Reich unter Amenophis III. zu seinen Nachbarreichen und der Ägäis.
Die Zeit Amenophis III.: Darstellung der Regierungszeit, der Titulatur, der Familie und des monumentalen Bauprogramms des Pharaos.
Die verstärkten Beziehungen zur Ägäis unter Amenophis III.: Analyse des regen Warenaustauschs und der politischen Kontakte zwischen Ägypten und den Reichen der Minoer und Mykener.
Die Ägäische Liste im Totentempel Amenophis III.: Detaillierte Untersuchung der in Kom el-Hattan gefundenen Liste ägäischer Ortsnamen als historisches Zeugnis.
Wie gelangten die Objekte in die Ägäis?: Diskussion über die Natur der Handels- oder Diplomatenrouten, die ägyptische Fundstücke in den ägäischen Raum brachten.
Objekte in Mykene gefunden: Dokumentation und Interpretation der in Mykene entdeckten ägyptischen Fayenceplaketten und Skarabäen.
Die Funde: Spezifizierung der Kontexte und Fundumstände der ägyptischen Artefakte in mykenischen Siedlungen.
Mykenische Objekte in Ägypten: Betrachtung mykenischer Keramikfunde im Palast von Malkatta und in Amarna.
Verzeichnis der Namen aus der ägäischen Liste: Auflistung und Identifizierung der in der Ägäischen Liste genannten Orte.
Verzeichnis der Abbildungen: Zusammenstellung des Bildmaterials der Arbeit.
Chronologie: Tabellarische Aufarbeitung der helladischen, minoischen und ägyptischen Epochen zur zeitlichen Einordnung.
Literatur: Verzeichnis der wissenschaftlichen Sekundärquellen.
Bildnachweis: Auflistung der Quellen für das verwendete Bildmaterial.
Amenophis III., Ägäische Liste, Kom el-Hattan, Ägypten, Ägäis, Mykener, Minoer, Diplomatie, Handel, Totentempel, Pharao, Fayenceplaketten, Skarabäen, Neue Reich, Toponyme.
Die Arbeit untersucht die archäologisch belegten diplomatischen und wirtschaftlichen Kontakte zwischen dem ägyptischen Großreich unter Amenophis III. und der ägäischen Welt der späten Bronzezeit.
Im Fokus stehen die Interpretation der sogenannten Ägäischen Liste, der Austausch von Luxusgütern, die Regierungszeit Amenophis III. sowie die Analyse ägyptischer Importe in Mykene.
Ziel ist es, anhand der vorliegenden Funde zu bewerten, inwiefern die Kontakte zwischen Ägypten und der Ägäis über reinen Handelsverkehr hinausgingen und politischer Natur waren.
Der Autor stützt sich auf eine archäologische Fundauswertung, die ikonographische Analyse von Reliefs und den Abgleich mit chronologischen Daten sowie der historischen Korrespondenz.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Biografie des Königs, die detaillierte archäologische Dokumentation der Ägäischen Liste und die Analyse spezifischer Fundgruppen (Objekte in Mykene und mykenische Keramik in Ägypten).
Die wichtigsten Begriffe sind Ägäische Liste, Amenophis III., Mykenische Welt, Internationaler Handel der Spätbronzezeit, sowie die ägyptische Außenpolitik im Neuen Reich.
Die Liste gilt als singulär für Ägypten und dokumentiert Orte, mit denen das Reich des Pharaos während der Regierungszeit Amenophis III. in Kontakt stand; sie wird heute nicht mehr als rein posthum angebrachte Propaganda betrachtet.
Teje wird als einflussreiche Hauptfrau dargestellt, die eine außergewöhnliche Rolle im diplomatischen Leben und im königlichen Kult einnahm, was durch zahlreiche Darstellungen und Korrespondenzen belegt ist.
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