Bachelorarbeit, 2009
59 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Relevanz der Thematik
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen zu CSR
2.1 Historische Entwicklung
2.2 Definitionen und Konzepte
2.2.1 CSR nach Carroll
2.2.2 CSR nach Wood
2.2.3 CSR in Deutschland und der EU
2.3 Definition und Abgrenzung relevanter Begriffe
3. CSR als Wettbewerbsstrategie
3.1 Stakeholder Value
3.2 Shareholder Value
3.3 Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch CSR
3.3.1 Mehrwert durch Stärkung der Reputation
3.3.2 Erhöhung der Kundenloyalität und -nachfrage
3.3.3 Erhöhung der Mitarbeiterloyalität
3.3.4 Vermeidung von Regulierungsmaßnahmen und Stärkung der Position auf den Finanzmärkten
4. Der Einfluss von CSR auf den Unternehmenserfolg
4.1 Messansätze zur Umsetzung von CSR
4.1.1 Inhaltsanalysen
4.1.2 CSP Image-/Reputationsratings
4.1.3 Sozial-Audits
4.2 Beurteilung vorhandener CSR-Rankings
4.2.1 Das KLD-Rating
4.2.2 Der Dow Jones Sustainability Index
4.2.3 Der FTSE4Good Index
4.2.4 Beurteilung und Vergleich der CSR-Rankings
4.3 Messung des Unternehmenserfolges
4.3.1 Die marktbasierte Bewertung
4.3.2 Die buchhaltungsbasierte Bewertung
4.4 Beurteilung des CSR-Einflusses auf den Unternehmenserfolg auf Grundlage empirischer Ergebnisse
4.4.1 Die Studie von Griffin/Mahon
4.4.2 Die Studie von Ingram/Frazier
4.2.3 Die Studie von Alexander/Buchholz
4.2.4 Weitere Studien im Überblick
4.2.5 Beurteilung und Interpretation der Studien
4.2.6 Die Meta-Analyse von Orlitzky/Schmidt/Rynes
4.3 Implikationen für Unternehmen
4.3.1 Strategische Verankerung von CSR
4.3.2 Das richtige Maß an CSR
4.3.3 Ermittlung von rentablen CSR-Maßnahmen mit Hilfe der Nutzenmessung
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie gesellschaftliches Engagement von Unternehmen bewertet und gemessen werden kann und inwiefern ein Zusammenhang zwischen Corporate Social Responsibility (CSR) und dem wirtschaftlichen Unternehmenserfolg besteht.
3.3.1 Mehrwert durch Stärkung der Reputation
Die Reputation eines Unternehmens wird geprägt durch das Erscheinungsbild den Stakeholdern gegenüber sowie deren Erfahrungen mit dem Unternehmen (vgl. Simon, 1994, S. 72). Beachtet ein Unternehmen nun die Interessen seiner Stakeholder, so kann es seine Reputation stärken (vgl. Tuleja, 1987, 280; Gardberg/Fombrun, 2006, S. 330 ff.)
Zahlreiche Studien belegen wiederum, dass gute Reputationswerte einen positiven Einfluss auf die finanzielle Performance eines Unternehmens (CFP) haben. So folgern beispielweise Roberts/Dowling (2002, S. 1077 f.), dass Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen ein positives Image aufbauen und in der Folge höhere finanzielle Ergebnisse erwarten können. Auch Weigelt/Camerer (1988, S. 452) kommen zu dem Ergebnis, dass die Stärkung der Reputation eines Unternehmens positive Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg mit sich bringt.
Eine im Jahr 1993 durchgeführte Studie, untersuchte inwieweit sich bei großen US Herstellungsunternehmen die Reputation auf den Unternehmenserfolg auswirkt. Als Ergebnis wurde eine stark positive Korrelation zwischen der Reputation und der finanziellen Performance eines Unternehmens ermittelt. Zudem senken gute Reputationswerte das Gesamtrisiko eines Unternehmens. Dieses Ergebnis wird unter Anderem dadurch erklärt, dass bei Investmententscheidungen die CSP sowie die Reputation eines Unternehmens eine wichtige Rolle spielen (vgl. Herremans et al., 1993, S. 596 ff.).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Theoretische Grundlagen zu CSR: Hier werden die historische Entwicklung, zentrale Definitionen nach Carroll und Wood sowie der europäische Rahmen von CSR erörtert.
3. CSR als Wettbewerbsstrategie: In diesem Kapitel wird CSR aus der Stakeholder- und Shareholder-Perspektive beleuchtet und als Mittel zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen dargestellt.
4. Der Einfluss von CSR auf den Unternehmenserfolg: Dieser Teil analysiert verschiedene Messmethoden für CSR und Unternehmenserfolg und diskutiert empirische Studien sowie Implikationen für die Unternehmensführung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont den weiteren Forschungsbedarf sowie die Notwendigkeit einer strategischen Verankerung von CSR.
Corporate Social Responsibility, CSR, Unternehmenserfolg, Corporate Financial Performance, Stakeholder, Shareholder Value, Reputation, Messansätze, CSR-Rating, Empirische Studien, Strategische CSR, Nachhaltigkeit, Nutzenmessung, Unternehmensführung, Wettbewerbsvorteil.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) und der kritischen Frage, ob und wie gesellschaftliches Engagement den Unternehmenserfolg beeinflussen kann.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen von CSR, verschiedene Ansätze zur Messung von CSR-Aktivitäten sowie die empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen CSR und der finanziellen Performance.
Das Ziel ist es, auf Basis der aktuellen Forschung zu prüfen, ob CSR als Wettbewerbsstrategie taugt und wie Unternehmen ihre CSR-Maßnahmen strategisch verankern können.
Der Autor führt eine Literatur- und Studienanalyse durch, wertet existierende CSR-Rankings aus und vergleicht diverse empirische Studien zur Korrelation von CSR und Unternehmenserfolg.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Operationalisierung von CSR durch verschiedene Rating-Methoden und der Diskussion, warum empirische Studien bisher zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen über den Unternehmenserfolg kamen.
Zentrale Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Messansätze, Unternehmenserfolg, Stakeholder- und Shareholder-Ansatz sowie die strategische Verankerung von CSR.
Die Arbeit führt dies primär auf unterschiedliche Definitionen von CSR, verschiedene Messmethoden (operationalisierungs-Artefakte) und die fehlende Vergleichbarkeit der Studien zurück.
Reaktive CSR umfasst meist Einzelprojekte ohne Bezug zum Kerngeschäft, während strategische CSR gesellschaftliche Themen direkt in die Wertschöpfungskette und Kernkompetenzen eines Unternehmens integriert.
Nein, Friedman vertritt die Auffassung, dass die einzige Verantwortung eines Unternehmens in der Profitmaximierung besteht und CSR-Ausgaben die Wettbewerbsfähigkeit unnötig gefährden würden.
Reputationsratings versuchen, die CSR-Leistung eines Unternehmens multidimensional zu erfassen, sind jedoch oft subjektiv und hängen stark von der Medienpräsenz oder den PR-Strategien der Unternehmen ab.
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