Fachbuch, 2010
112 Seiten
Vorwort
Compsognathus
Efraasia
Elephantopoides
Emausaurus
Europasaurus
Gresslyosaurus
Halticosaurus
Hypsilophodon
Iguanodon
Juravenator
Lexovisaurus
Liliensternus
Megalosaurus
Ohmdenosaurus
Plateosaurus
Procompsognathus
Rotundichnus
Sciurumimus
Sellosaurus
Stenopelix
Was ist ein Dinosaurier?
Wie die Dinosaurier zu ihrem Namen kamen
Der Autor
Das vorliegende E-Book bietet eine fundierte Übersicht über die wichtigsten Dinosaurier-Gattungen, die auf dem heutigen Staatsgebiet Deutschlands nachgewiesen wurden. Ziel der Arbeit ist es, die wissenschaftliche Historie, die Fundumstände sowie die biologischen Besonderheiten dieser prähistorischen Lebewesen für ein breites Publikum verständlich aufzubereiten.
Compsognathus
Der kleine Raub-Dinosaurier Compsognathus aus der Oberen Jurazeit vor etwa 151 bis 148 Millionen Jahren wurde 1858 von dem Gerichtsarzt und Sammler Joseph Oberndorfer aus Kelheim vermutlich in einem Steinbruch bei Jachenhausen nahe Riedenburg entdeckt. Der Münchener Paläontologe Andreas Wagner (1797–1861) beschrieb diesen Fund 1859 kurz und 1861 länger und gab ihm den wissenschaftlichen Namen Compsognathus longipes („Langbeiniger Zartkiefer“). Der Gattungsname Compsognathus besteht aus den griechischen Wörtern kompsos (elegant) und gnathos (Kiefer). Wagner hielt dieses Fossil aus Bayern für eine Art Eidechse. 1868 vermutete der englische Wissenschaftler Thomas Henry Huxley (1825–1895), dass dieses Tier eng mit Dinosauriern verwandt war. 1896 identifizierte der amerikanische Paläontologe Othniel Charles Marsh (1831–1899) den Fund aus Bayern als Dinosaurier. Compsognathus hatte etwa die Größe eines Truthuhns, war 89 Zentimeter lang und wog schätzungsweise drei Kilogramm.
Er trug einen etwa 7,5 Zentimeter langen Schädel, besaß die für Hohlknochen-Dinosaurier (Coelurosaurier) typischen hohlen Knochen und einen langen Schwanz zum Balancieren. An den Hinterbeinen waren drei Zehen nach vorne und eine kleine nach hinten ausgerichtet. Mit seinen dreifingrigen Händen konnte er flink Beutetiere ergreifen. Zu seinen Opfern gehörten kleinere Reptilien und vielleicht auch Insekten. 1881 entdeckte Marsh in der Bauchregion des Compsognathus aus Bayern ein kleines Skelett, das er für Reste eines Embryos hielt. 1903 stellte der österreichisch-ungarische Paläontologe Franz Baron Nopsca (1877–1933) fest, dass es sich hierbei um das Skelett einer kleinen Echse handelte, die von Compsognathus gefressen worden war.
Vorwort: Einleitende Worte zur Zielsetzung des Taschenbuchs und Vorstellung des Autors Ernst Probst.
Compsognathus: Beschreibung eines kleinen, grazilen Raub-Dinosauriers aus dem Jura, dessen Fundgeschichte durch bayerische Entdeckungen geprägt ist.
Efraasia: Porträt eines frühen Prosauropoden aus der Triaszeit, der nach dem Paläontologen Eberhard Fraas benannt wurde.
Elephantopoides: Untersuchung der bedeutenden Fährtenfunde in Niedersachsen, die auf einen großen Pflanzenfresser hindeuten.
Emausaurus: Vorstellung eines urtümlichen Vogelbeckensauriers, dessen Fund in Mecklenburg-Vorpommern eine Besonderheit darstellt.
Europasaurus: Analyse eines kleinen Sauropoden, der als Beispiel für die evolutionäre Inselverzwergung in Norddeutschland gilt.
Gresslyosaurus: Abhandlung über einen Vertreter der Vor-Echsenfüßer, benannt nach dem Geologen Amanz Gressly.
Halticosaurus: Porträt eines schlanken Raub-Dinosauriers aus der Trias, der oft in Verbindung mit Plateosaurus-Funden genannt wird.
Hypsilophodon: Ein pflanzenfressender, zweibeiniger Läufer aus der Kreidezeit, von dem Skelettansammlungen auf der Insel Wight bekannt sind.
Iguanodon: Detaillierte Betrachtung eines der berühmtesten Dinosaurier, der als „Kuh der Dinosaurierzeit“ bekannt wurde.
Juravenator: Beschreibung eines außergewöhnlich gut erhaltenen Raub-Dinosaurier-Jungtiers aus bayerischen Kalksteinen.
Lexovisaurus: Ein früher Vertreter der Stegosaurier, dessen Funde Rückschlüsse auf Panzerstrukturen erlauben.
Liliensternus: Porträt eines thüringischen Raub-Dinosauriers aus der Trias, benannt nach Dr. Rühle von Lilienstern.
Megalosaurus: Historisch bedeutsamer Raub-Dinosaurier, der der erste wissenschaftlich untersuchte Dinosaurier der Welt war.
Ohmdenosaurus: Ein Sauropode aus dem Posidonienschiefer, der ursprünglich fälschlich als Plesiosaurier identifiziert wurde.
Plateosaurus: Der „Schwäbische Lindwurm“, einer der am häufigsten und vollständigsten in Deutschland gefundenen Dinosaurier.
Procompsognathus: Ein sehr kleiner, früher Dinosaurier aus der Trias, dessen Fund bei Pfaffenhofen getätigt wurde.
Rotundichnus: Fokussiert auf die bedeutenden Fußspuren-Funde bei Münchehagen, die ein nationales Geotop bilden.
Sciurumimus: Ein flauschiger Raub-Dinosaurier, dessen Entdeckung wissenschaftliches Aufsehen aufgrund möglicher Federstrukturen erregte.
Sellosaurus: Ein früher Prosauropode, der in Süddeutschland gefunden wurde und als ältester Vertreter dieser Gruppe gilt.
Stenopelix: Ein rätselhafter Dinosaurier aus der Unteren Kreidezeit, dessen systematische Einordnung bis heute diskutiert wird.
Was ist ein Dinosaurier?: Zusammenfassende Definition des Dinosauriers anhand seiner anatomischen Merkmale wie der senkrechten Beinstellung.
Wie die Dinosaurier zu ihrem Namen kamen: Einblick in die wissenschaftshistorische Namensgebung durch Forscher wie Hermann von Meyer und Richard Owen.
Der Autor: Biografische Informationen über Ernst Probst und seine zahlreichen populärwissenschaftlichen Publikationen.
Dinosaurier, Paläontologie, Deutschland, Fossilien, Trias, Jura, Kreidezeit, Sauropoden, Theropoden, Erstbeschreibung, Skelett, Plateosaurus, Compsognathus, Fundgeschichte, Naturdenkmal
Das Buch bietet eine umfassende Vorstellung der wichtigsten Dinosaurier-Gattungen, die in Deutschland gefunden wurden, inklusive ihrer historischen und biologischen Einordnung.
Die zentralen Themen umfassen die Fundumstände, wissenschaftliche Erstbeschreibungen, anatomische Merkmale und die geologische Zuordnung der verschiedenen Saurierarten.
Ziel ist es, populärwissenschaftliches Wissen über die Dinosaurier-Fundstätten in Deutschland leicht verständlich und systematisch zu präsentieren.
Der Autor greift auf wissenschaftliche Erstbeschreibungen, paläontologische Studien und historische Aufzeichnungen zurück, um die Funde in ihren jeweiligen Kontext zu setzen.
Der Hauptteil gliedert sich in alphabetisch sortierte Artporträts, die jeweils Vorkommen, Systematik, Größe und die Geschichte der Entdeckung erläutern.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Paläontologie, Fossilien, Zeitstufen (Trias, Jura, Kreide), Fundorte sowie spezifische Gattungsnamen geprägt.
Die systematische Stellung von Stenopelix ist seit seiner Erstbeschreibung im 19. Jahrhundert umstritten und war Gegenstand zahlreicher Neubewertungen durch verschiedene Experten.
Sciurumimus gilt als wissenschaftliche Sensation, da das Fossil zu 98 Prozent erhalten ist und möglicherweise Spuren von Federflaum aufweist, was neue Theorien zur Körperbedeckung von Dinosauriern nährt.
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