Diplomarbeit, 2007
96 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER TEIL
2.1 Störung des Sozialverhaltens
2.1.1 Definition der Störung
2.1.2 Diagnostik und Klassifikation der Störung
2.1.3 Ätiologie und Pathogenese: Versuch eines integrativen Störungsmodells
2.1.4 Zusammenfassung der Befunde zur Störung des Sozialverhaltens
2.2 Der „violence inhibition mechanism“ (VIM) nach Blair
2.2.1 Konzept des VIM
2.2.2 Evidenz des VIM und seiner entwicklungspsychologischen Konsequenzen
2.2.2.1 Psychophysiologische Konsequenzen eines VIM-Defekts
2.2.2.2 Emotionale Konsequenzen eines VIM-Defekts
2.2.2.3 Kognitive Konsequenzen eines VIM-Defekts
2.2.2.4 Verhaltensmäßige Konsequenzen eines VIM-Defekts
2.2.2.5 Zusammenfassendes Entwicklungsmodell
2.2.3 Kritik und Einschränkungen der Theorie
2.2.4 Zusammenfassung der Annahmen und der Befunde zum VIM
2.3 Grundlagen zum Empathiebegriff
2.3.1 Definition und Dimensionalität der Empathie
2.3.2 Konsequenzen empathischer Fertigkeiten für das Sozialverhalten
2.3.3 Determinanten empathischer Fertigkeiten
2.3.3.1 Entwicklungsdeterminanten der dispositionalen Empathie
2.3.3.2 Determinanten der situationalen Empathie
2.3.4 Zusammenfassung der Grundlagen zum Empathiebegriff
2.4 Empathisches Verstehen und Nachempfinden bei Kindern und Jugendlichen mit Störung des Sozialverhaltens
2.4.1 Befunde zum empathischen Verstehen bei Kindern und Jugendlichen mit Störung des Sozialverhaltens: kognitive Empathie
2.4.1.1 Befunde zur Emotionserkennung
2.4.1.2 Befunde zur Perspektivenübernahme
2.4.1.3 Befunde zur Emotionsattribution
2.4.2 Befunde zum empathischen Nachempfinden bei Kindern und Jugendlichen mit Störungen des Sozialverhaltens: emotionale Empathie
2.4.3 Einfluss medikamentöser Behandlung und komorbider Aufmerksamkeitsstörungen auf die empathischen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen mit Störungen des Sozialverhaltens
2.4.4 Zusammenfassung der Befunde zum empathischen Verstehen und Nachempfinden bei Jugendlichen mit Störungen des Sozialverhaltens
3 FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN
4 METHODISCHES VORGEHEN
4.1 Überblick über die Methodik des Experiments
4.2 Versuchsplan
4.2.1 Voruntersuchungen
4.2.2 Versuchsablauf
4.2.3 Abhängige Variablen
4.2.3.1 Verfahren zur Erfassung empathischer Kompetenzen
4.2.3.2 Verfahren zur Erfassung der allgemeinen Intelligenz
4.2.3.3 Verfahren zum Ausschluss psychiatrisch relevanter Störungen
4.2.3.4 Zusammenfassung und Übersicht der verwendeten Testverfahren
4.2.4 Untersuchungsstichproben
4.2.4.1 Merkmale der klinischen Experimentalgruppe
4.2.4.2 Merkmale der nicht-klinischen Kontrollgruppe
4.2.4.3 Vergleich der beiden Gruppen bezüglich relevanter Personenvariablen
4.3 Statistisches Vorgehen
4.3.1 Vorgehen zur Prüfung emotionsunabhängiger Gruppenunterschiede in den untersuchten Empathiedimensionen (Hypothese 1)
4.3.2 Vorgehen zur Prüfung emotionsspezifischer Gruppenunterschiede (Hypothese 2)
5 ERGEBNISSE
5.1 Unsystematische Beobachtungen
5.2 Ergebnisse zur Überprüfung der Fragestellung
5.2.1 Darstellung emotionsunabhängiger Gruppenunterschiede (Hypothese 1)
5.2.2 Darstellung emotionsspezifischer Gruppenunterschiede (Hypothese 2)
6 DISKUSSION
6.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
6.2 Methodische Kritik
6.2.1 Diskussion der untersuchten Stichproben
6.2.2 Diskussion der verwendeten Testverfahren
6.3 Résumé
6.3.1 Perspektiven für zukünftige Forschungsarbeiten
6.3.2 Implikationen für die therapeutische Praxis
7 LITERATURVERZEICHNIS
Die Arbeit untersucht in einem quasiexperimentellen Design, ob und inwiefern sich Jungen mit einer Störung des Sozialverhaltens in ihren empathischen Fähigkeiten von einer nicht-klinischen Kontrollgruppe unterscheiden, um ein besseres Verständnis für das bei dieser Störung beobachtete Ungleichgewicht zwischen prosozialem und dissozialem Verhalten zu erlangen.
1 EINLEITUNG
„Wir ziehen also den psychischen Zustand der produzierenden Person in Betracht, versetzen uns in denselben, suchen ihn zu verstehen, indem wir ihn mit dem unserigen vergleichen.“
So definiert Siegmund Freud in seinem Werk „Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten“ (1905/1961, S. 212) die Fähigkeit zur Empathie. Im Zusammenhang mit einer ausführlichen Abgrenzung verschiedener humoristischer Subtypen ist die so genannte Situationskomik seiner Ansicht nach durch die Einfühlung in die Situation eines anderen gekennzeichnet.
Es ist interessant, dass sich sogar in entlegeneren Teilgebieten der psychologischen Literatur Hinweise auf eine wissenschaftliche Annäherung an den Empathiebegriff finden lassen. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf, dass sich die psychologische Forschung lange Zeit mit bloßen Definitionen und Beschreibungen aufgehalten hat, ohne dabei Erklärungen oder empirische Belege zu relevanten Merkmalen der Empathie zu liefern (Wispé, 1987). Warum weinen Menschen bei einem traurigen Film? Warum freuen wir uns mit einem Freund, der gerade eine Prüfung erfolgreich bestanden hat? Warum nehmen wir Anteil an der Not anderer und versuchen, auch Menschen in fernen Krisenregionen durch Spendenaktionen u.ä. zu helfen? Warum gelingt es uns in manchen Situationen schlechter als sonst, die Absichten und Gefühlszustände unserer Mitmenschen zu verstehen? Und warum bewegt manche Menschen der Anblick eines leidenden Gewaltopfers mehr als andere? All diesen Fragen stellt sich die moderne Psychologie nur zögerlich: zu komplex erscheint das Konstrukt, zu undurchsichtig die theoretische Basisliteratur (Duan & Hill, 1996).
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema Empathie im Kontext von Jungen mit Störung des Sozialverhaltens und Definition der Forschungsabsicht.
2 THEORETISCHER TEIL: Darstellung des Störungsbildes, des VIM-Modells von Blair sowie Grundlagen und Forschungsstand zur Empathie und deren Defiziten bei dissozialen Jugendlichen.
3 FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN: Zusammenfassung der theoretischen Überlegungen in eine spezifische Fragestellung und Ableitung von Hypothesen zu Gruppenunterschieden in Empathiedimensionen.
4 METHODISCHES VORGEHEN: Beschreibung des experimentellen Designs, der Stichprobenauswahl, der eingesetzten Testverfahren und der statistischen Vorgehensweise.
5 ERGEBNISSE: Präsentation der explorativen Beobachtungen und der statistischen Auswertung zur Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
6 DISKUSSION: Interpretation der Ergebnisse im Gesamtzusammenhang, kritische methodische Reflexion sowie Ausblick auf zukünftige Forschung und therapeutische Implikationen.
7 LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.
Empathie, Störung des Sozialverhaltens, kognitive Empathie, emotionale Empathie, VIM, Emotionserkennung, Perspektivenübernahme, Emotionsattribution, affektive Reaktivität, dissoziales Verhalten, Jugendliche, Quasiexperiment, klinische Psychologie, Entwicklungspsychologie.
Die Arbeit untersucht das Empathievermögen von Jungen mit einer Störung des Sozialverhaltens im Vergleich zu Jugendlichen ohne diese Störung.
Die Untersuchung deckt die Bereiche Störung des Sozialverhaltens, kognitive und emotionale Empathie, den "violence inhibition mechanism" (VIM) nach Blair sowie deren Auswirkungen auf soziales Verhalten ab.
Das Ziel ist es, spezifische Defizite in verschiedenen empathischen Kompetenzbereichen (kognitiv/emotional, dispositional/situational) bei dissozialen Jungen empirisch zu identifizieren.
Es wurde ein quasiexperimentelles Versuchsdesign angewandt, bei dem verschiedene psychologische Testverfahren zur Erfassung empathischer Kompetenzen eingesetzt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Störungs- und Empathieforschung sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der empirischen Daten.
Empathie, Störung des Sozialverhaltens, kognitive/emotionale Empathie, Emotionserkennung, VIM-Modell und soziale Kognition.
Es erlaubt eine präzise, differenzierte Analyse, da Empathie nicht als monolithischer Block, sondern als komplexes Zusammenspiel verschiedener Dimensionen verstanden wird.
Der Autor empfiehlt soziale Kompetenztrainings, die explizit die Vermittlung empathischer Kognitionen und die sprachliche Differenzierung emotionaler Qualitäten fördern.
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