Diplomarbeit, 2007
96 Seiten, Note: 1
Diese Diplomarbeit befasst sich mit dem empathischen Verstehen und Nachempfinden bei Jungen mit Störung des Sozialverhaltens. Ziel der Arbeit ist es, die empathischen Fähigkeiten von Jungen mit Störung des Sozialverhaltens im Vergleich zu einer Kontrollgruppe zu untersuchen und den Einfluss von emotionalen Inhalten auf die empathischen Leistungen beider Gruppen zu erforschen. Die Arbeit beleuchtet die theoretischen Grundlagen der Störung des Sozialverhaltens sowie des Empathiebegriffs und untersucht verschiedene Aspekte empathischen Verstehens und Nachempfindens, wie die Erkennung von Emotionen, die Perspektivenübernahme und die Emotionsattribution.
Die Einleitung bietet einen Überblick über die Thematik der Diplomarbeit und stellt die Forschungsfrage und die Hypothesen vor. Im theoretischen Teil werden zunächst die Störung des Sozialverhaltens und der ,violence inhibition mechanism' (VIM) nach Blair ausführlich behandelt. Es werden die Definition, Diagnostik, Ätiologie und die entwicklungspsychologischen Folgen des VIM-Defekts beleuchtet. Anschließend werden die Grundlagen zum Empathiebegriff, seine Dimensionalität und seine Determinanten erläutert. Im Fokus stehen die Auswirkungen von Störungen des Sozialverhaltens auf das empathische Verstehen und Nachempfinden. Der methodische Teil beschreibt die Methodik des Experiments, die Stichproben, die verwendeten Testverfahren und das statistische Vorgehen. Die Ergebnisse der Untersuchung werden im nächsten Kapitel dargestellt und im Anschluss in der Diskussion interpretiert und kritisch reflektiert.
Störung des Sozialverhaltens, „violence inhibition mechanism“ (VIM), Empathie, Empathisches Verstehen, Nachempfinden, Emotionserkennung, Perspektivenübernahme, Emotionsattribution, Entwicklungspsychologie, Klinische Psychologie.
Es handelt sich um ein psychiatrisches Störungsbild bei Kindern und Jugendlichen, das durch aggressives, dissoziales und aufsässiges Verhalten gekennzeichnet ist, welches gegen soziale Normen verstößt.
Die Studie belegt insbesondere Defizite im Bereich der kognitiven Empathie, wie der Fähigkeit zur Emotionsattribution (Gründe für Gefühle anderer finden) und der kognitiven Reaktivität auf negative Emotionen.
Der VIM nach Blair ist ein angeborener Mechanismus, der durch die Wahrnehmung von Not oder Angst beim Gegenüber eine Hemmung der eigenen Aggression auslöst. Ein Defekt dieses Mechanismus wird mit psychopathischen Zügen in Verbindung gebracht.
Kognitive Empathie ist das Verstehen der Perspektive und Gefühle anderer, während emotionale (affektive) Empathie das tatsächliche Mitfühlen oder die emotionale Reaktion auf den Zustand des anderen beschreibt.
Auffälligkeiten zeigten sich besonders bei negativen Emotionen; die betroffenen Jungen fanden weitaus schlechtere Erklärungen für das Leid anderer und reagierten seltener mit angemessenen kognitiven Bewertungen.
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