Bachelorarbeit, 2009
48 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Lernen
2.1.1 Individuelles Lernen
2.1.2 Kollektives Lernen
2.2 Wissen
2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2 Wissenstypologien
3. Wissensmanagement
3.1 Denkansätze des Wissensmanagements
3.2 Aufgaben und Ziele des Wissensmanagements
3.3 Modelle des Wissensmanagements
3.3.1 Ansätze nach Nonaka und Takeuchi
3.3.2 Der Baustein-Ansatz
3.3.3 Das Münchner Modell
4. Organisationales Lernen
4.1 Theorien des organisationalen Lernens
4.2 Die Idee der lernenden Organisation
4.2.1 Begriffliche Erklärung
4.2.2 Voraussetzungen organisationalen Lernens
4.3 Der Weg zur lernenden Organisation
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über das Konzept des organisationalen Lernens zu geben und die notwendigen Voraussetzungen sowie Methoden zur Verwirklichung einer lernenden Organisation unter besonderer Berücksichtigung des Wissensmanagements zu analysieren.
3.3.1 Ansätze nach Nonaka und Takeuchi
Die Theorie der Wissenstransformation und Wissensschaffung beruhend auf den japanischen Wirtschaftswissenschaftlern Ikujiro NONAKA und Hirotaka TAKEUCHI, gründet epistemologisch auf der Differenzierung von implizitem und explizitem Wissen, erstreckt sich aber auch auf einer ontologischen Ebene, die eine Unterteilung in Individuum, Gruppe, Unternehmen und Unternehmensinteraktion, also die Organisation als Ganzes betrachtet, vornimmt.
Doch bleiben wir vorerst bei den Prozessen der Wissenstransformation (Abb. 4), da diese vier Prozesse die Grundlage der Wissensschaffung bilden. Ausgangs- sowie Zielpunkt der Sozialisation stellt das implizite Wissen dar. Innerhalb dieses Prozesses wird implizites Wissen, welches schwer kommunizierbar ist, direkt zwischen Individuen ausgetauscht, was in erster Linie nicht unbedingt mittels Sprache geschehen muss, sondern auch durch Beobachtung und Nachahmung ablaufen kann. Beispielhaft dafür wäre, dass ein Lehrling seinem Meister bei der Arbeit beiwohnt und sich dabei mittels Beobachtung und anschließender Imitation Fähigkeiten aneignet, was dem eingangs der Arbeit erwähnten Ansatz des Modelllernens Albert BANDURAs entspricht. Ableitend daraus gilt es für die Organisation, beispielsweise Interaktionsfelder aufzubauen in denen mittels unterschiedlichster Interaktionsverfahren der Austausch impliziten Wissens angeregt wird.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des organisationalen Lernens in einem dynamischen Unternehmensumfeld ein und definiert die forschungsleitende Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Lernen und Wissen erläutert, wobei insbesondere zwischen individuellem und kollektivem Lernen sowie verschiedenen Wissenstypologien differenziert wird.
3. Wissensmanagement: Dieses Kapitel behandelt die verschiedenen Denkansätze, Aufgaben und Modelle des Wissensmanagements als strategisches Instrument zur Gestaltung lernender Organisationen.
4. Organisationales Lernen: Das Kernkapitel vertieft Theorien des organisationalen Lernens und untersucht Voraussetzungen sowie praktische Wege zur Verwirklichung der Idee der lernenden Organisation.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung des Wissensmanagements für das organisationale Lernen und betont, dass die lernende Organisation als anzustrebende Vision zu verstehen ist.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit verwendeten Fachquellen und Online-Publikationen.
Organisationales Lernen, lernende Organisation, Wissensmanagement, Wissenstransformation, implizites Wissen, explizites Wissen, Wissensspirale, Wissensbasis, Unternehmenskultur, Kompetenz, Wissensnutzung, Wissenskommunikation, Wissensgenerierung, Innovationsfähigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und der praktischen Umsetzung des organisationalen Lernens sowie der lernenden Organisation, wobei die Rolle des Wissensmanagements als zentraler Unterstützungsfaktor hervorgehoben wird.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Lernen und Wissen, die Modelle des Wissensmanagements sowie die Voraussetzungen, die ein Unternehmen erfüllen muss, um organisationales Lernen zu fördern.
Das Ziel ist es, einen Überblick über das organisationale Lernen zu geben und insbesondere zu ermitteln, welche Voraussetzungen für organisationales Lernen notwendig sind und wie sich die Vision der lernenden Organisation unter Einbeziehung des Wissensmanagements verwirklichen lässt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Theorien und Modelle (u.a. von Nonaka/Takeuchi, Probst, Senge) und deren Synthese für den organisationalen Kontext.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Lernen/Wissen), die Vorstellung verschiedener Wissensmanagement-Ansätze und die detaillierte Analyse der Theorien und Voraussetzungen organisationalen Lernens.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wissensmanagement, lernende Organisation, organisationales Lernen, Wissensbasis und Wissensumwandlung charakterisiert.
Eine Vertrauenskultur ist laut der Arbeit unumgänglich, da sie die notwendige Offenheit schafft, damit Mitarbeiter ihr implizites Wissen teilen und in die organisationale Wissensbasis einbringen.
Während individuelles Lernen den Mensch in den Fokus stellt und dessen Wissensaufbau betrifft, subsummiert das organisationale Lernen die Strukturen, Prozesse und Rahmenbedingungen, die den Wandel des Individuums fördern und ein kollektives Lernen ermöglichen.
Die Wissensspirale beschreibt den kontinuierlichen Prozess der Umwandlung zwischen implizitem und explizitem Wissen auf verschiedenen ontologischen Ebenen (Individuum, Gruppe, Organisation), was zur Wissensschaffung in Unternehmen führt.
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