Diplomarbeit, 2010
102 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Das Kongruenzprinzip (clean surplus concept)
2.2 Der Verstoß gegen das Kongruenzprinzip (dirty surplus concept)
2.3 Gesamterfolg (comprehensive income) und Sonstiger Gesamterfolg (other comprehensive income)
3. Kritische Diskussion der Kongruenzdurchbrechungen anhand ausgewählter Sachverhalte
3.1 Erläuterung der Vorgehensweise
3.2 Kritische Darstellung der Sachverhaltsgestaltungen
3.2.1 Neubewertung von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögensgegenständen
3.2.2 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen
3.2.3 Währungsumrechnungsdifferenzen
3.2.4 Sukzessiver Anteilserwerb
3.2.5 Änderung des Zeitwerts von Finanzinstrumenten
3.2.5.1 Änderung des Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten
3.2.5.2 Sicherungsinstrumente – erfolgsneutrale Erfassung der Wertänderungen
3.2.6 Korrekturen grundlegender Fehler und rückwirkende Änderungen von Ansatz und Bewertungsmethoden
3.2.7 Latente Steuern
3.2.8 Erfassung von Anpassungsbeiträgen bei der Umstellung auf die IASB-Rechnungslegung
3.3 Zwischenfazit
3.3.1 Gesamtbeurteilung der Sachverhaltsgestaltungen
3.3.2 Bilanzpolitik durch geeignete Wahl der Sachverhaltsgestaltungen
3.3.3 Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen
4. Empirische Studien
4.1 Erläuterung der ausgewählten Studien
4.2 Beobachtung einzelner Sachverhalte und Bedeutung des OCI
4.3 Messung des Grades der Abweichung vom clean surplus accounting
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die zunehmende Abkehr vom sogenannten "Clean Surplus Accounting" in der internationalen Rechnungslegung (IFRS/US-GAAP). Das Ziel ist es, verschiedene Kongruenzdurchbrechungen, die durch unterschiedliche Sachverhaltsgestaltungen hervorgerufen werden, kritisch zu diskutieren, deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu analysieren sowie den Einfluss auf Investitionsentscheidungen und bilanzpolitische Spielräume aufzuzeigen.
3.2.5 Änderung des Zeitwerts von Finanzinstrumenten
Dieser Abschnitt handelt auszugsweise von Finanzinstrumenten, da nur eine von fünf Kategorien der Finanzinstrumente betrachtet wird. Dabei wird insbesondere auf deren Folgebewertung und bilanzielle Erfassung eingegangen, die eine Kongruenzdurchbrechung darstellen. Anhand der bekannten Kriterien wird die Kongruenzdurchbrechung erläutert und kritisch diskutiert. Zunächst werden die Arten von Finanzinstrumenten, die vorhandenen Kategorien von Finanzinstrumenten vorgestellt und die für diese Arbeit relevanten Finanzinstrumente kurz beschrieben. Diese sind zum einen zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (available-for-sale assets) und Sicherungsgeschäfte (im Speziellen: cashflow hedges und hedges of a net investment in a foreign operation). Allgemein betreffen die Standards IAS 32, IAS 39 und IFRS 7 Finanzinstrumente. Des Weiteren wurde im November 2009 IFRS 9 eingeführt, der eine einfachere Bilanzierung ermöglichen soll. Für diesen Abschnitt vorwiegend bedeutsam ist IAS 39, der die Bilanzierung von Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen (hedge accounting) regelt. Gemäß IAS 32.11 kann unter einem Finanzinstrument ein Vertrag verstanden werden, der bei einem Unternehmen einen finanziellen Vermögenswert (1), simultan bei einem anderen eine finanzielle Verbindlichkeit (2) darstellt oder zu einem Eigenkapitalinstrument (3) führt. Daher können Finanzinstrumente sowohl finanzielle Vermögensgegenstände als auch finanzielle Verbindlichkeiten darstellen. Gemäß IAS 39.14 i.V.m. IAS 39.AG34 sind alle Finanzinstrumente in der Bilanz zu erfassen. Neben den drei Arten können Finanzinstrumente in derivative und nicht-derivative (originäre) unterschieden werden.
1. Einführung: Hinführung zur Problematik des "Clean Surplus Accounting" und Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Definition und Bedeutung des Kongruenzprinzips sowie Abgrenzung zum "Dirty Surplus Concept".
3. Kritische Diskussion der Kongruenzdurchbrechungen anhand ausgewählter Sachverhalte: Detaillierte Untersuchung spezifischer Bilanzierungssachverhalte, die das Kongruenzprinzip durchbrechen.
4. Empirische Studien: Darstellung und Auswertung von Studien zur Bedeutung der Kongruenzdurchbrechungen und des OCI in der Praxis.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Einschätzung künftiger Entwicklungen in der Rechnungslegung.
Clean Surplus Accounting, Kongruenzprinzip, Dirty Surplus Concept, Gesamterfolg, Comprehensive Income, Other Comprehensive Income, OCI, Bilanzpolitik, IFRS, US-GAAP, Neubewertung, Pensionsverpflichtungen, Währungsumrechnung, Finanzinstrumente, Investitionsentscheidungen
Die Arbeit befasst sich mit der Abkehr vom "Clean Surplus Accounting" in der internationalen Rechnungslegung und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Bilanzierung.
Zentrale Themen sind das Kongruenzprinzip, das "Dirty Surplus Accounting", der sonstige Gesamterfolg (OCI) sowie die Auswirkungen verschiedener Bilanzierungswahlrechte.
Das primäre Ziel ist es, Kongruenzdurchbrechungen anhand spezifischer Sachverhalte aufzuzeigen, kritisch zu hinterfragen und deren bilanzpolitische Relevanz darzustellen.
Es wird eine systematische Analyse von Rechnungslegungsstandards sowie eine Auswertung existierender empirischer Studien vorgenommen.
Der Hauptteil widmet sich der kritischen Diskussion ausgewählter Sachverhalte, wie beispielsweise Neubewertungen von Sachanlagen, Pensionsbilanzierung, Währungsumrechnungsdifferenzen und Finanzinstrumenten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Clean Surplus Accounting, Kongruenzprinzip, OCI, Bilanzpolitik und internationale Rechnungslegung charakterisiert.
Das OCI fungiert oft als "Zwischenspeicher" für Wertänderungen, die nicht sofort erfolgswirksam in der GuV erfasst werden, was einen direkten Verstoß gegen das klassische Kongruenzprinzip darstellt.
Durch die zeitliche Verschiebung oder das "Verstecken" von Erfolgskomponenten im Eigenkapital können Manager zu Fehlentscheidungen (z.B. Über- oder Unterinvestitionen) verleitet werden, wenn diese auf verzerrten Erfolgsgrößen basieren.
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