Magisterarbeit, 2010
111 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Methodisches Vorgehen
3. Fragestellung
4. Vorspann
4.1 Entwicklung
4.1.1 Anfänge des Filmes und Stummfilmzeit 1895 - 1930
4.1.2 Tonfilm und goldene Ära des Hollywoodkinos 1930 - 1955
4.1.3 Saul Bass und die Folgen ab 1955
4.1.4 Computerentwicklung in den 1980ern
4.1.5 Kyle Cooper und die Folgen ab 1995
4.1.6 Heutige Situation
4.2 Formen
4.2.1 Konstellationen
4.2.2 bildliche Ebene
4.2.3 Typographie
4.2.4 Ton/Sound
4.3 Funktionen
4.3.1 Ökonomische und rechtliche Funktionen
4.3.2 Inhaltliche Funktionen
5. Saul Bass
5.1 Trickfilm
5.1.1 Abstraktion
5.1.2 Symbolik
5.1.3 Figuration
5.1.4 Zusammenfassung
5.2 reale Fotografie
5.2.1 Integriert
5.2.2 Separat
5.2.3 Zusammenfassung
6. Kyle Cooper
6.1 Drama, Komödie, Romanze
6.1.1 Animation
6.1.2 reale Fotografie
6.1.3 Zusammenfassung
6.2 Action, Thriller
6.2.1 Animation
6.2.2 reale Fotografie
6.2.3 Zusammenfassung
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, Ästhetik und Funktion des Filmvorspanns als intermediales Spielfeld. Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Arbeiten der einflussreichen Designer Saul Bass und Kyle Cooper aufzuzeigen, wie diese das Vorspanndesign von einer rein funktionalen Informationsvermittlung zu einer eigenständigen Kunstform erhoben haben, die den Zuschauer immersiv in die filmische Diegese einführt.
1. Einleitung
Die Studiosignets - und der Film beginnt. Doch womit eigentlich? Die ersten Bilder eines Filmes gehören meist dem Vorspann, einem zwitterartigen Konstrukt zwischen Realität und filmischer Handlung. Anders als der Trailer zum Film, welcher die Aufgabe der Werbung zu erfüllen hat, muss der Vorspann nichts mehr verkaufen - die Zuschauer haben sich schon für den Film entschieden. Dennoch ist er eines der wichtigsten Instrumente, um den Zuschauer aus seiner Welt abzuholen und in die filmische Diegese zu überführen. Neben dieser Einführung des Zuschauers in den Film, stellt der Vorspann die filmische Form eines Impressums dar, welches das Artifizielle einer Filmproduktion aufzeigt und somit eigentlich eine Störung der Realitätsillusion darstellt. Aber der Vorspann gehört zum Rezeptionserlebnis Film ganz einfach dazu, der Zuschauer erwartet ihn zumindest unterbewusst, genau wie die kleinen Erläuterungskärtchen an der Wand neben Kunstwerken im Museum, die noch zusätzliche Informationen vermitteln.
1. Einleitung: Beschreibt den Vorspann als Brückenelement zwischen Realität und Film und stellt die Bedeutung von Saul Bass und Kyle Cooper für die Entwicklung dieser Kunstform dar.
2. Methodisches Vorgehen: Erläutert die Kategorisierung der analysierten Vorspannsequenzen in Trickfilm- und Realfilm-Arbeiten sowie die formalen und funktionalen Bewertungskriterien.
3. Fragestellung: Formuliert das Ziel, die Strategien der Diegese und Immersion in der Vorspanngestaltung zu untersuchen und die individuelle Handschrift der Designer herauszuarbeiten.
4. Vorspann: Bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung von rechtlich motivierten Texttafeln hin zu einer integralen, hochkomplexen Form des Filmerlebens.
5. Saul Bass: Analysiert das Werk des Pioniers Saul Bass, unterteilt in seine Trickfilm- und Realfilm-Arbeiten sowie dessen Fokus auf reduzierte Symbole und grafische Reduktion.
6. Kyle Cooper: Untersucht die innovativen Ansätze von Kyle Cooper, insbesondere den Einsatz von Grunge-Ästhetik und computergestützter Montage in verschiedenen Filmgenres.
7. Fazit und Ausblick: Resümiert die Bedeutung des Vorspanns als Kunstform und gibt einen Ausblick auf die Einflüsse der Digitalisierung auf zukünftiges Design.
Filmvorspann, Titeldesign, Saul Bass, Kyle Cooper, Immersion, Diegese, Typografie, Montage, Motion Graphic Design, Filmgeschichte, Ästhetik, Credits, Studiosystem, Visuelle Kommunikation, Filmtheorie.
Die Arbeit beleuchtet die Evolution und Bedeutung des Filmvorspanns als wichtiges Instrument zur Einstimmung des Publikums, indem sie dessen historische Entwicklung und künstlerische Gestaltung untersucht.
Zentral sind die formale Gestaltung durch Typografie und Montage, die ökonomische Funktion der Credits sowie die psychologische Wirkung auf den Zuschauer hinsichtlich Immersion und Stimmung.
Die Arbeit untersucht, wie es den Designern Saul Bass und Kyle Cooper gelang, den Vorspann von einem rein dienenden Element zu einer eigenständigen, atmosphärischen Kunstform zu entwickeln.
Es wird eine vergleichende Analyse von paradigmatischen Arbeiten der beiden genannten Designer unter Berücksichtigung filmspezifischer und vorspanntypischer Kriterien angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Genese, eine Analyse der formalen Gestaltungsmittel sowie eine tiefgehende Untersuchung des Werks von Saul Bass und Kyle Cooper anhand konkreter Beispiele.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Filmvorspann, Titeldesign, Immersion, Grafikdesign, Montage und visuelle Diegese beschreiben.
Saul Bass nutzte Typografie als grafisches Element, das oft reduziert und symbolhaft eingesetzt wurde, um bereits im Vorspann das Genre und die grundlegende Tonalität des Films zu definieren.
Cooper setzt im Gegensatz zu Bass häufig auf schnell geschnittene, fragmentierte Montagen, eine aggressive Ästhetik und den gezielten Einsatz digitaler Effekte, um eine verstörende oder intensive Atmosphäre zu erzeugen.
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