Diplomarbeit, 2010
123 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Wandel der Familie
2.1 Geschichte der Familie
2.2 Veränderungen familienbezogener Werte
2.3 Veränderungen äußerer Familienformen
2.4 Veränderungen im Lebensverlauf
2.4.1 Daten zu Geburten und Todesfällen
2.4.2 Daten zu Eheschließungen und Ehescheidungen
2.5 Veränderte Geschlechterrollen
2.6 Veränderungen in den Erziehungszielen und –leitbildern
3 Elternbildung – geschichtlicher Überblick und aktueller Stellenwert
3.1 Begriffliche Bestimmung
3.2 Historische Grundlagen
3.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.4 Formen
3.5 Ziele, Aufgaben und Anforderungen
3.5.1 Erziehungskompetenz
3.5.2 Erziehungsunsicherheit
3.5.3 Notwendige Inhalte
3.6 Methoden und Arbeitsansätze
3.7 Nutzer und Nutzermotive
3.8 Ausblick
4 Elternbildungsprogramme im Vergleich
4.1 Konzeptionelle Grundlagen
4.1.1 Starke Eltern - Starke Kinder
4.1.2 Triple P
4.2 Ziele
4.2.1 Starke Eltern – Starke Kinder
4.2.2 Triple P
4.3 Inhalte und Methoden
4.3.1 Starke Eltern – Starke Kinder
4.3.2 Triple P
4.4 Evaluation
4.4.1 Starke Eltern-Starke Kinder
4.4.2 Triple P
4.5 vergleichendes Resümee
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit Elternbildungsprogramme als Mittel zur Förderung der elterlichen Erziehungskompetenz geeignet sind, insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden Erziehungsunsicherheit und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse. Im Fokus steht dabei ein systematischer Vergleich zwischen den Programmen "Starke Eltern – Starke Kinder" und "Triple P".
3.1 Begriffliche Bestimmung
Der Begriff „Elternbildung“ ist nur schwer zu definieren, da er in der Fachliteratur häufig synonym zu anderen Bezeichnungen verwendet wird. Dazu zählen Elterntraining, Elternschule, Elternberatung, Elternbehandlung, Familienbildung etc. Die hinter den Begriffen liegenden theoretischen Prämissen unterscheiden sich zum Teil erheblich. Es wird unterschieden, ob für, mit oder an den Eltern gearbeitet wird. Gemeinsam ist jedoch allen Bezeichnungen, dass versucht wird, bei den Eltern Lernprozesse auszulösen, um so einen Zugewinn an Aufklärung, Wissen, und Verstehen zu ermöglichen. In der Praxis findet jedoch die Verwendung der unterschiedlichen Begrifflichkeiten sehr ungeordnet statt und die dahinterstehenden Konzepte differieren erheblich (vgl. TSCHÖPE-SCHEFFLER 2006a, S. 9). Einige Autoren verstehen Elternbildung als Unterbegriff der Familienbildung – andere hingegen verwenden die beiden Begriffe synonym. Ich plädiere jedoch dafür, Elternbildung als Untergruppe der Familienbildung zu verstehen, denn diese umfasst vielfältige Angebote für die ganze Familie, während Elternbildung in erster Linie auf die Arbeit mit Eltern ausgerichtet ist. „Der Begriff ‚Elternbildung‘ bezeichnet ein sozialpädagogisches Programm für Eltern, das ihnen helfen soll, ihre Erziehungsaufgaben zu erkennen, eine pädagogische Haltung zu erwerben und die pädagogisch richtigen Schritte zur rechten Zeit zu tun“ (BÄUERLE 1971, S. 85; Hervorheb. im Original). „Dabei versuchen die Programme den Eltern relevantes Erziehungswissen zu vermitteln, indem sie ihnen helfen, aus ihrem neuen Wissen eine reifere Einstellung und daraus wiederum ein sachgemäßes Verhalten zu entwickeln“ (vgl. BÄUERLE 1971, S. 85).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Überforderung von Eltern in einer komplexen Gesellschaft und leitet die Bedeutung von Elternbildungsprogrammen zur Stärkung elterlicher Erziehungskompetenz ein.
2 Wandel der Familie: Dieses Kapitel analysiert historische Veränderungen von Familienformen, Werten und Erziehungszielen und stellt den Zusammenhang zum steigenden Bedarf an Unterstützung durch Elternbildung her.
3 Elternbildung – geschichtlicher Überblick und aktueller Stellenwert: Es werden die begrifflichen, historischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Elternbildung sowie deren Zielsetzungen und Methoden in Deutschland untersucht.
4 Elternbildungsprogramme im Vergleich: Dieser Hauptteil führt einen systematischen Vergleich der beiden Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder“ und „Triple P“ anhand von Zielgruppen, theoretischen Modellen, Inhalten und Evaluationsergebnissen durch.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert kritisch die Chancen und Herausforderungen der Elternbildung bei der Bewältigung elterlicher Erziehungsanforderungen.
Elternbildung, Erziehungskompetenz, Familienwandel, Starke Eltern – Starke Kinder, Triple P, Individualisierung, Elternkurse, Erziehungsberatung, Erziehungsunsicherheit, Prävention, Evaluation, Kindeswohl, Sozialisation.
Die Arbeit analysiert Elternbildungsprogramme als Maßnahme zur Unterstützung von Eltern, um deren Erziehungskompetenz in einer sich wandelnden Gesellschaft zu fördern.
Die zentralen Felder umfassen den gesellschaftlichen Wandel der Familie, die historische Entwicklung der Elternbildung sowie einen detaillierten Vergleich zweier prominenter Elternkurse.
Ziel ist es, die Wirksamkeit und Eignung der Programme "Starke Eltern – Starke Kinder" und "Triple P" kritisch zu prüfen und aufzuzeigen, wie sie Eltern bei der Stärkung ihrer Erziehungsaufgabe unterstützen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Heranziehen demografischer Daten und einem systematischen Vergleich der beiden ausgewählten Elternbildungsprogramme basierend auf vorhandenen Evaluationsstudien.
Der Hauptteil widmet sich dem konkreten Vergleich der beiden Kurse in den Bereichen konzeptionelle Grundlagen, Ziele, Inhalte, Methoden und wissenschaftliche Evaluation.
Wichtige Begriffe sind Elternbildung, Erziehungskompetenz, Familienwandel, Prävention sowie der Vergleich von spezifischen Trainingsprogrammen wie "Triple P" und "Starke Eltern – Starke Kinder".
"Starke Eltern – Starke Kinder" gründet auf humanistischen, systemischen und personenzentrierten Konzepten, während "Triple P" stärker auf der Verhaltenstheorie und behavioristischen Modellen basiert.
Die Autorin kritisiert "Triple P" aus einer personenzentrierten Sichtweise aufgrund der rigiden, teils kochbuchartigen Erziehungshaltung und der Reduktion des Kindes auf ein konditionierbares Objekt.
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