Diplomarbeit, 2009
176 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas und Problembeschreibung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Wirklichkeitskonstruktion durch die Medien
2.1 Unterschiedliche Positionen in der Realitätsdiskussion
2.2 Folgen der mediatisierten Wirklichkeitskonstruktion
3 Agenda-Setting
3.1 Theorie und Bedeutung
3.2 Intervenierende Variablen
3.3 Agenda-Setting auf zweiter Ebene
4 Auslandsberichterstattung
4.1 Begriffliche Abgrenzungen
4.1.1 Auslandsjournalismus und Auslandsberichterstattung
4.1.2 Auslandsjournalismus und Reisejournalismus
4.2 Entwicklung und Funktion
4.3 Aktueller Forschungsstand
4.3.1 Studien zur Auslandsberichterstattung
4.3.2 Studien zur Berichterstattung über Wahlen im Ausland
4.4 Probleme und Herausforderungen
5 Qualität in der Berichterstattung
5.1 Die Qualitätsdimensionen nach Haller, Schatz und Schulz
5.2 Das Qualitätskriterium Objektivität
5.3 Inhaltliche Tendenzen in der Berichterstattung
6 US-Berichterstattung über den Wahlkampf 2008
6.1 Allgemeine Wahlkampfberichterstattung
6.2 Kandidaten in der Berichterstattung
6.3 Tendenzen in der Berichterstattung
6.4 Themen in der Berichterstattung
7 Grundlagen der Untersuchung
7.1 Die überregionalen Tageszeitungen
7.1.1 Süddeutsche Zeitung
7.1.2 Frankfurter Allgemeine Zeitung
7.1.3 Die Welt
7.1.4 Frankfurter Rundschau
7.2 Der Präsidentschaftswahlkampf in Amerika
7.2.1 Besonderheiten des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes
7.2.2 Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf 2008
7.2.2.1 Weltpolitischer Hintergrund
7.2.2.2 Wahlkampfspezifische Ereignisse
8 Konzeption der empirischen Untersuchung
8.1 Inhaltsanalyse als Methode
8.1.1 Definition der Inhaltsanalyse
8.1.2 Prozess der Erkenntnisgewinnung
8.2 Konzeption der vorliegenden Inhaltsanalyse
8.2.1 Besonderheit der vorliegenden Untersuchung
8.2.2 Untersuchungszeitraum
8.2.3 Untersuchungsgegenstand und -einheit
8.2.4 Hypothesenbildung
8.2.4.1 Hypothesen zur Berichterstattung allgemein
8.2.4.2 Hypothesen zur Berichterstattung durch Auslandskorrespondenten
8.2.4.3 Hypothesen zur Themenagenda in der Berichterstattung
8.2.4.4 Hypothesen zu inhaltlichen Tendenzen in der Berichterstattung
8.2.5 Kategorienbildung
8.2.6 Reliabilitätstest
8.2.7 Durchführung der Inhaltsanalyse
9 Ergebnisse der Untersuchung
9.1 Umfang der Berichterstattung
9.2 Präsentation der Berichterstattung
9.2.1 Positionierung in der Zeitung und Beachtungsgrad
9.2.2 Darstellungsformen
9.2.3 Beitragsurheber
9.3 Agenda-Setting
9.3.1 Anlässe für die Berichterstattung
9.3.2 Aufgegriffene Themen
9.3.3 Themenentwicklung im Verlauf der Beobachtungswochen
9.4 Qualitätskriterien
9.4.1 Trennung von Nachricht und Meinung
9.4.2 Strukturelle und inhaltliche Vielfalt
9.5 Tendenzen in der Berichterstattung
9.5.1 Skandalisierung in der Berichterstattung
9.5.2 Negativismus und Konflikthaltigkeit in der Berichterstattung
9.5.3 Personalisierung in der Berichterstattung
9.5.3.1 Personalisierung in den Bildern
9.5.3.2 Personalisierung in den Überschriften
9.5.3.3 Personalisierung in den Beiträgen
10 Prüfung der geschlossenen Hypothesen
10.1 Hypothesenprüfung zur Berichterstattung allgemein
10.2 Hypothesenprüfung zur Korrespondentenberichterstattung
10.3 Hypothesenprüfung zur Themenagenda
10.4 Hypothesenprüfung zu inhaltlichen Tendenzen
11 Beantwortung der Forschungsfrage
11.1 Inhaltliche Forschungsfragen
11.2 Beantwortung der strukturellen Forschungsfragen
12 Fazit und Ausblick
13 Anhang
Die Arbeit untersucht in einer explorativen Querschnittanalyse, wie deutsche überregionale Tageszeitungen während der Hochphase des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs 2008 berichteten, um Rückschlüsse auf das den deutschen Rezipienten vermittelte Amerikabild und die journalistische Qualität der Auslandsberichterstattung zu ziehen.
1.1 Relevanz des Themas und Problembeschreibung
Obwohl die Auslandsberichterstattung zu den Bereichen gehört, die medienwissenschaftlich gut erforscht sind, lassen sich empirische Untersuchungen zur Berichterstattung über Wahlkämpfe und Wahlen im Ausland seltener finden. Das bemängelte der Medienwissenschaftler und Empiriker Jürgen Zeh bereits 1992, als er sich explizit zu fehlenden Untersuchungen von Berichten über Wahlkämpfe und Wahlen im Ausland äußerte: Er finde diesen Zustand verwunderlich, weil Wahlen für Gesellschaft und Staat eine so wichtige Funktion zukomme. Somit müsse die Analyse der Berichterstattung über Wahlkämpfe in anderen Ländern besonders dafür geeignet sein, Aussagen darüber abzuleiten, wie die Presse über die politische Kultur und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eines Landes informiere (vgl. Zeh 1992: 9).
„Sachverhalte, bei denen ein Ereignis in einem Land (Wahlen) [Klammern im Original, d.V.] mit einem Ereignis in einem anderen Land (Berichterstattung über diese Wahlen) [Klammern im Original, d.V.] verknüpft wird, finden selten Eingang in Forschungsstrategien, die auf die Erklärung von individuellem Wahlverhalten ausgerichtet sind“ (Zeh 1992: 35).
Daran hat sich bis heute wenig geändert. Zwar sind in den vergangenen 17 Jahren einige Studien zur Berichterstattung über Wahlen im Ausland entstanden – im Vergleich zum Gros der Studien über Auslandsberichterstattung ist ihre Zahl jedoch immer noch verschwindend gering.6 Was darüber hinaus in der Literatur fehlt, und wo diese Diplomarbeit ansetzen will, ist eine detaillierte Analyse der deutschen Medien, die über den Wahlkampf in Amerika berichten. Selbst eine ausführliche und ausgedehnte Literaturrecherche hat keine Untersuchung zu Tage gefördert, in der die deutsche Berichterstattung zu diesem Thema ausführlich analysiert worden wäre. Diese Forschungslücke soll mit der vorliegenden Arbeit – zumindest was den Wahlkampf um das Amt des 44. Präsidenten der USA angeht – geschlossen werden.
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage, Relevanz und Zielsetzung der Untersuchung zum amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf in deutschen Printmedien.
2 Wirklichkeitskonstruktion durch die Medien: Erläutert die theoretischen Grundlagen zur Art und Weise, wie Medien Realität konstruieren und an ihr Publikum vermitteln.
3 Agenda-Setting: Analysiert die Theorie des Agenda-Setting als Mechanismus der Themenstrukturierung durch Massenmedien.
4 Auslandsberichterstattung: Bietet eine begriffliche und inhaltliche Einordnung der Auslandsberichterstattung sowie einen Forschungsüberblick zu diesem Feld.
5 Qualität in der Berichterstattung: Definiert Kriterien zur Messung journalistischer Qualität und führt die Konzepte der inhaltlichen Tendenzen ein.
6 US-Berichterstattung über den Wahlkampf 2008: Gibt einen Überblick über aktuelle US-Studien zum Wahlkampf, die als Grundlage für die Hypothesen dienen.
7 Grundlagen der Untersuchung: Stellt die untersuchten Zeitungen und das Prozedere des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs detailliert vor.
8 Konzeption der empirischen Untersuchung: Legt die methodischen Rahmenbedingungen fest, inklusive der Hypothesenbildung und Kategoriendefinition.
9 Ergebnisse der Untersuchung: Präsentiert die explorativen Datenanalysen zu Umfang, Präsentation, Agenda und Tendenzen der Berichterstattung.
10 Prüfung der geschlossenen Hypothesen: Gleicht die empirischen Ergebnisse mit den zuvor aufgestellten Hypothesen ab.
11 Beantwortung der Forschungsfrage: Synthetisiert die Ergebnisse, um die zentrale Forschungsfrage und die Zusatzfragen abschließend zu beantworten.
12 Fazit und Ausblick: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen und zeigt Potentiale für zukünftige Forschung auf.
Auslandsberichterstattung, Präsidentschaftswahlkampf 2008, Inhaltsanalyse, Agenda-Setting, Qualitätsjournalismus, Barack Obama, John McCain, Personalisierung, Skandalisierung, Negativismus, politische Kommunikation, Medienrealität, deutsche Printmedien, Korrespondentenbericht, Themenagenda.
Die Diplomarbeit analysiert, wie ausgewählte deutsche überregionale Tageszeitungen über den US-Präsidentschaftswahlkampf 2008 berichtet haben.
Im Fokus stehen die Berichterstattung über die Kandidaten, die thematische Gewichtung (Agenda-Setting), die Einhaltung journalistischer Qualitätskriterien und das Auftreten inhaltlicher Tendenzen.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie berichteten die deutschen überregionalen Tageszeitungen über den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2008?“
Es wird eine explorative, quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt, ergänzt durch Ansätze der qualitativen Analyse zur Qualitätsbewertung.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zur Wirklichkeitskonstruktion und Agenda-Setting, eine methodische Konzeption sowie die detaillierte empirische Ergebnisauswertung und Hypothesenprüfung.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Auslandsberichterstattung, Inhaltsanalyse, Agenda-Setting, Politische Kommunikation und Personalisierung aus.
Palin wurde von den Medien in den personenorientierten Beiträgen mit der nach absoluten Werten größten überwiegenden Präsenz bedacht, allerdings überwiegend negativ.
Die Zeitungen differenzieren sich durch ihre thematische Priorisierung (z. B. FAZ mit stärkerem Fokus auf Wirtschaftskrise) und ihr unterschiedliches Maß an Personalisierung und Wertungen.
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