Masterarbeit, 2010
39 Seiten, Note: 1,7
0. Einleitung
1. Projektunterricht
1.1 Einführender Überblick und Definition (Forschungsstand)
1.1.1 Zur Begrifflichkeit
1.1.2 Historischer Ursprung
1.1.3. Quantitative und qualitative Bestandteile
1.2 Merkmale des Projektunterrichts (nach Gudjons und Frey)
1.3 Organisationsformen
2. Motivation und Interesse
2.1 Was ist Motivation? (Definition und Forschungsstand)
2.1.1 Intrinsische Motivation
2.1.2 Leistungsmotivation, Flow-Erleben und Lernmotivation
2.1.3 Exkurs: Interesse
2.2 Pragmatische Überlegungen zur Lernmotivation
3. Projektunterricht im Kontext der Motivationspsychologie
3.1 Theoretische Erörterung
3.1.1 Selbstbestimmung und Kompetenz
3.1.2 Kooperation, Kommunikation und soziales Lernen
3.1.3 Interesse wecken
3.1.4 Positive Erlebnisorientierung
3.1.5 Zieltransparenz und Zielaktivierung
3.1.6 Bezugsnormen und Benotung
3.2. Studien zur Wirksamkeit des Projektunterrichtes auf die Lernmotivation
4. Schlussfolgerungen und Fazit
5. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die wissenschaftlich begründete Annahme, dass Projektunterricht aufgrund seiner strukturellen Beschaffenheit die Lernmotivation von Schülern in der Sekundarstufe positiv beeinflussen kann. Das primäre Ziel ist die theoretische Zusammenführung motivationspsychologischer Kriterien mit den spezifischen Merkmalen projektorientierten Lernens.
1.1.3 Quantitative und qualitative Bestandteile
Die chronologisch-quantitativen Bestandteile des Projektunterrichtes lassen sich zumeist in einer Viergliederung zusammenfassen (Idee, Planung, Durchführung, Ergebnispräsentation), die natürlich in umfangreicher Weise ausdifferenzierbar ist (Vgl. Gudjons 2008, S.93ff.; Frey 2007, S. 62ff.).
Obwohl so z.B. Emer und Lenzen dieser Grundform 7 “Projektstufen“ zuordnen, stellen sie fest: “Der idealtypische Verlauf von Projekten orientiert sich an der vierphasigen Verlaufsform des Klassikers von Kilpatrick” (Emer & Lenzen 2008, S. 16) Ebenso lässt sich auch über die Dauer von Projekten reflektieren (Frey 2007, S.20f.)
Kommen wir nun zu den qualitativen Bestandteilen. Während Dewey seine Projektidee noch in ein grundlegendes, liberales Verständnis von Demokratie einband, ohne welches diese zu einer “bloßen Methode herabschrumpfen” müsse (Vgl. Gudjons 2008, S.74f.), sind moderne Theoretiker hier pragmatischer. Frey bspw. will Projektunterricht explizit als Methode verstanden wissen und erklärt, dass sich der von ihm favorisierte Begriff “Projektmethode” im Wortsinn (altgriechisch: μέϑoδoς, der Weg “das anzugehen, was man sich vornimmt”) auf die Konzeption bezieht (Vgl. Frey 2007, S.14)
0. Einleitung: Die Einleitung verortet den Projektunterricht im Kontext aktueller Schulentwicklung und führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein.
1. Projektunterricht: Dieses Kapitel liefert eine Begriffsbestimmung, beleuchtet den historischen Ursprung und erarbeitet Merkmalskataloge zur Definition des Projektunterrichts.
2. Motivation und Interesse: Es werden grundlegende motivationspsychologische Modelle wie die Selbstbestimmungstheorie, das Selbstbewertungsmodell und das Flow-Erleben vorgestellt.
3. Projektunterricht im Kontext der Motivationspsychologie: Dieser Teil führt die theoretischen Motivationskriterien mit den Merkmalen des Projektunterrichts zusammen und diskutiert empirische Studien zu deren Wirksamkeit.
4. Schlussfolgerungen und Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und reflektiert kritisch über die Möglichkeiten und Grenzen der durchgeführten Analyse.
Projektunterricht, Lernmotivation, Sekundarstufe, Selbstbestimmung, intrinsische Motivation, Flow-Erleben, Handlungsorientierung, Projektmethode, Schülerinteresse, Leistungsmotivation, Kooperatives Lernen, Unterrichtsqualität, Kompetenzerleben, Schulpädagogik.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Projektunterricht als offene Unterrichtsform die Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe fördern kann.
Die Arbeit verknüpft die didaktische Konzeption des Projektunterrichts mit zentralen Theorien der Motivationspsychologie, um deren Synergien aufzuzeigen.
Das Ziel ist die theoretische Herleitung und Bestätigung, dass die strukturelle Beschaffenheit des Projektunterrichts (z.B. Autonomie und soziales Lernen) motivationsförderlich wirkt.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Erstellung eines Merkmalskatalogs sowie der Auswertung bestehender empirischer Studien basiert.
Der Hauptteil umfasst die Definition des Projektunterrichts, die Erläuterung moderner Motivationstheorien sowie deren theoretische und empirische Gegenüberstellung.
Zentrale Begriffe sind Projektunterricht, Lernmotivation, Selbstbestimmung und Handlungsorientierung.
Traditionelle Noten basieren oft auf sozialen Bezugsnormen, die leistungsschwächere Schüler demotivieren können, während im Projektkontext individuelle Rückmeldungen als förderlicher angesehen werden.
Der Projektunterricht zeichnet sich durch höhere Handlungsfreiheit, selbstbestimmtes Arbeiten und eine kommunikative Lehrer-Schüler-Beziehung aus, anstatt durch einen strikt vorgegebenen Lehrplan.
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