Examensarbeit, 2009
46 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. EINLEITUNG
2. INTERKULTURELLES LERNEN IM ENGLISCHUNTERRICHT
2.1 Allgemeine Anforderungen und Erwartungen an einen interkulturellen Englischunterricht
2.2 Der Prozess des Fremdverstehens aus kulturdidaktischer Sicht: Das Verhältnis von Innen- und Außenperspektive
2.3 Landeskunde vs. Cultural Studies: Das Fremdverstehen als Grundprinzip interkulturellen Lernens
3. INHALTLICHE UND METHODISCHE HERANGEHENSWEISE – VORZÜGE VON (KURZ-)DRAMENTEXTEN UND DRAMATISCHEN ZUGANGSFORMEN FÜR DAS LERNZIEL FREMDVERSTEHEN
3.1 Vorzüge von (Kurz-)Dramentexten für das Lernziel Fremdverstehen
3.2 Vorzüge von szenischen Zugangsformen für das Lernziel Fremdverstehen
3.3 Möglichkeiten der Umsetzung szenischer Interpretation: Methoden
4. KONZEPTION EINES INTERKULTURELLEN ENGLISCHUNTERRICHTS MIT DEM LERNZIEL FREMDVERSTEHEN
4.1 Vorüberlegungen zum Einsatz des kanadischen Kurzdramas Indian
4.2 Angaben zur Lerngruppe
4.3 Konzeption
5. EVALUATION UND REFLEXION DER DURCHGEFÜHRTEN UNTERRICHTSEINHEIT
7. ANHANG
7.1 Fighting Alcohol and Substance Abuse among American Indian and Alaskan Native Youth
7.2 How the Indian Act Made Indians Act Like Indian Act Indians
7.3 Identity Card
7.4 Harry Blackbird: Nêhiyâwin (The Cree Way)
7.5 Evaluation sheet – George Ryga: Indian
7.6 Evaluationsbögen (ausgefüllt)
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines didaktischen Konzepts, das Lernenden den schrittweisen Erwerb der interkulturellen Kompetenz „Fremdverstehen“ durch die Arbeit an fremdkulturellen Texten, insbesondere dem kanadischen Kurzdrama „Indian“, ermöglicht. Im Fokus steht dabei die Überwindung rein kognitiver Textanalysen zugunsten affektiver und sinnlicher Erfahrungen mittels szenischer Interpretationsmethoden.
3.2 Vorzüge von szenischen Zugangsformen für das Lernziel Fremdverstehen
Bei dramatischen bzw. szenischen Zugangsformen gehen die SuS mit ihren eigenen Perspektiven an die Auseinandersetzung mit der fremden Situation und den handelnden Figuren heran, denn sie „spielen“ lediglich die Figur. Um szenische Verfahren erfolgreich anwenden zu können, müssen sie sich intensiv mit den Figuren beschäftigen. Dabei reflektieren sie die Handlung- und Denkmuster der Figuren aus ihrer eigenen Perspektive:
„Warum reagiert diese Figur in dieser Situation so und nicht anders? Warum hätte ich vielleicht anders reagiert? Warum verwendet die Figur diese Körpersprache? Warum entscheidet die Figur sich in dieser Situation für diesen Weg? Warum nicht für den anderen? Was hätte ich in dieser Situation getan?“
Hierbei wird die eigene Lebenswelt durch „Probehandeln“ erfahren: Durch das Theaterspielen („szenisches Spiel“) werden die SuS entlastet. Sie erproben in „simulierten Kontexten“ das Handeln in Begegnungen mit dem Fremden. Der Theaterpädagoge Ingo Scheller spricht in diesem Zusammenhang von „Rollenschutz“, da den SuS ihre Rollen durch den Dramentext vorgegeben sind. Sie entdecken, verändern und untersuchen eigene Haltungen, können jedoch nicht selbst für das Handeln der Figur verantwortlich gemacht werden.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz des interkulturellen Lernens im Englischunterricht und definiert das Ziel der Arbeit, ein Konzept zur Förderung des „Fremdverstehens“ zu erstellen.
2. INTERKULTURELLES LERNEN IM ENGLISCHUNTERRICHT: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen wie Byrams Modell der interkulturellen kommunikativen Kompetenz und diskutiert den Prozess des Fremdverstehens sowie die Abgrenzung von traditioneller Landeskunde zu Cultural Studies.
3. INHALTLICHE UND METHODISCHE HERANGEHENSWEISE – VORZÜGE VON (KURZ-)DRAMENTEXTEN UND DRAMATISCHEN ZUGANGSFORMEN FÜR DAS LERNZIEL FREMDVERSTEHEN: Hier werden die spezifischen Vorteile von Kurzdramen und szenischen Zugangsformen dargelegt, um das Fremdverstehen durch handlungsorientierte Methoden wie Rollenspiele oder Standbilder zu fördern.
4. KONZEPTION EINES INTERKULTURELLEN ENGLISCHUNTERRICHTS MIT DEM LERNZIEL FREMDVERSTEHEN: Das Kapitel beschreibt die konkrete Planung einer Unterrichtsreihe zum Drama „Indian“, von der Hinführung bis hin zur Reflexion und Anwendung der szenischen Methoden.
5. EVALUATION UND REFLEXION DER DURCHGEFÜHRTEN UNTERRICHTSEINHEIT: Die Evaluation analysiert die Ergebnisse der durchgeführten Unterrichtsreihe und reflektiert über den Lernerfolg sowie die Wirksamkeit der eingesetzten Methoden.
7. ANHANG: Der Anhang enthält ergänzende Materialien, darunter Sekundärtexte zum historischen Kontext des kanadischen „Indian Act“, Informationen zur indianischen Identität und die verwendeten Evaluationsbögen.
Fremdverstehen, interkulturelles Lernen, szenische Interpretation, George Ryga, Indian, Fremdsprachendidaktik, handlungsorientierter Unterricht, Perspektivenwechsel, Cultural Studies, Rollenschutz, Identitätsverlust, interkulturelle Kompetenz, kanadische Literatur, Perspektivenübernahme, Literaturunterricht.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration des interkulturellen Lernens im Englischunterricht der gymnasialen Oberstufe, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Förderung des „Fremdverstehens“ durch szenische Interpretationsmethoden.
Die zentralen Themen sind der Aufbau interkultureller kommunikativer Kompetenz, die didaktische Bedeutung von Kurzdramen, Methoden der szenischen Interpretation sowie die Auseinandersetzung mit Identitätsfragen am Beispiel des kanadischen Dramas „Indian“.
Das primäre Ziel ist die Bereitstellung eines praxisorientierten Konzepts, das Lernenden ermöglicht, sich fremden Kulturen nicht nur analytisch, sondern affektiv und handlungsorientiert durch den Perspektivenwechsel zu nähern.
Die Arbeit stützt sich auf eine fachdidaktische Analyse aktueller Modelle zum interkulturellen Lernen und entwickelt darauf aufbauend ein konkretes Unterrichtskonzept, welches durch eine schulische Evaluation in einer 10. Klasse überprüft wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Fremdverstehens, eine methodische Begründung für den Einsatz dramatischer Verfahren und die detaillierte Planung sowie Reflexion einer konkreten Unterrichtseinheit.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fremdverstehen, interkulturelles Lernen, szenische Interpretation, Perspektivenwechsel und Handlungsorientierung charakterisiert.
Das Stück wurde gewählt, weil es durch seine übersichtliche Struktur und die drastische Thematik (Identitätsverlust, soziale Probleme) besonders geeignet ist, Lernende aus ihrer Komfortzone zu holen und sie zur Auseinandersetzung mit für sie fremden Lebensrealitäten zu zwingen.
Die Schüler füllen diese Leerstellen mit eigenen Interpretationen, indem sie Rollenbiografien erstellen und eine „indianische“ Identität konstruieren, die über rein formale Kategorien eines Personalausweises hinausgeht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

