Bachelorarbeit, 2024
31 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Hintergrund
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlage und Hintergrund
2.1. Die Portfolio-Selection-Theorie nach Markowitz
2.2. CAPM
2.3. Effizienzmarkthypothese (EMH) und ihre Kritik
2.4. Erklärungsmodelle für Anomalien
2.5. Theorie des Size-Effekts: Historischer Kontext und Entstehung
3. Size-Anomalie: Theoretische und empirische Perspektiven
3.1. US-Aktienmarkt
3.1.1. Banz (1981)
3.1.2. Reinganum (1981)
3.1.3. Fama und French (1992)
3.1.4. Xiao (2023)
3.2. AT-Aktienmarkt
3.2.1. Aussenegg und Grünbichler (1999)
3.2.2. Baetge, Schulz und Klönne (2010)
3.3. Internationaler Vergleich
3.4. Die Size-Anomalie und ihre theoretischen Erklärungsmodelle
3.4.1. Systematisches Risiko
3.4.2. Rationales Verhalten
3.4.3. Verschuldungsrisiko
3.4.4. Handelskosten
3.4.5. Liquiditätsrisiko
3.4.6. Neglected-Firm-Effekt
3.4.7. Januar-Effekt
3.5. Size-Effekt im Zeitverlauf
3.6. Der Beitrag des Size-Effekts zur Risiko-Rendite-Optimierung in Multifaktormodellen
3.6.1. 3-Faktor-Modell nach Fama/French
3.6.2. 4-Faktor-Modell nach Carhart
3.6.3. 5-Faktor-Modell nach Fama/French
3.7. Marktzyklen und Performance von Small-Caps
4. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den wissenschaftlichen Forschungsstand zur sogenannten Size-Anomalie systematisch aufzuarbeiten und deren aktuelle Existenz sowie theoretische Begründung zu untersuchen.
3.1.2. Reinganum (1981)
Im gleichen Zeitraum wie Banz (1981) veröffentlichte auch Reinganum eine Arbeit, die sich mit der Performance von Small-Cap-Aktien am US-Aktienmarkt auseinandersetzte. Hierbei wurden Aktien, welche zwischen 1963 bis 1977 an der NYSE und AMEX gelistet waren, analysiert. Ebenso wie Banz (1981) fand auch hier das Sortierungsverfahren Anwendung, wobei wiederum 10 gleichgewichtete Portfolios erstellt und die Ergebnisse mit dem Marktportfolio verglichen wurden. Dabei kam Reinganum zum Ergebnis, dass im ersten Jahr nach der Portfoliozusammenstellung eine Renditedifferenz von 12% zwischen den kleinsten und den größten Firmen erzielt wurde. Diese abnormalen Renditen zeigten sich auch im Folgejahr, was die Konsistenz der Ergebnisse unterstreicht. Über den Gesamtbetrachtungszeitraum stellt Reinganum fest, dass der durchschnittliche jährliche Renditeunterschied zwischen den Portfolios mit den kleinsten und den größten Unternehmen mehr als 20% betrug. Ähnlich wie bei Banz (1981) betonte auch Reinganum, dass dies nicht unbedingt auf Marktineffizienz hindeutet, sondern auf eine fehlerhafte Renditebeschreibung durch das CAPM zurückzuführen ist.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Aktienrendite-Prognostizierbarkeit und Darstellung der Forschungsfragen bezüglich der Size-Anomalie.
2. Theoretische Grundlage und Hintergrund: Erläuterung fundamentaler Finanztheorien wie MPT, CAPM und EMH als Basis für das Verständnis von Kapitalmarktanomalien.
3. Size-Anomalie: Theoretische und empirische Perspektiven: Detaillierte Analyse empirischer Studien zum Size-Effekt in den USA, Österreich und im internationalen Vergleich sowie Diskussion theoretischer Erklärungsansätze und Multifaktormodelle.
4. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse zur abnehmenden Präsenz der Size-Anomalie und deren Bedeutung für die moderne Kapitalmarktforschung.
Size-Anomalie, Aktienrenditen, CAPM, Small Caps, Effizienzmarkthypothese, Multifaktormodelle, Fama-French, Marktkapitalisierung, Januar-Effekt, Neglected-Firm-Effekt, Behavioral Finance, Renditeoptimierung, Kapitalmarkt, Liquiditätsrisiko, Handelskosten
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Size-Anomalie, bei dem Aktien von Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung (Small Caps) historisch höhere risikobereinigte Renditen erzielten als Large Caps.
Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung der Kapitalmarkttheorien, die empirische Überprüfung des Size-Effekts, verschiedene Erklärungsmodelle für diese Anomalie sowie deren Integration in moderne Multifaktormodelle.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den aktuellen Forschungsstand zu systematisieren und zu klären, ob der Size-Effekt weiterhin existiert und welche Faktoren – etwa systematisches Risiko oder saisonale Effekte – ihn begründen könnten.
Die Untersuchung stützt sich auf eine systematische Literaturanalyse sowie auf die Auswertung empirischer Daten und Studien, wobei insbesondere Sortierungsverfahren und Regressionsanalysen betrachtet werden.
Der Hauptteil analysiert wegweisende Studien (u.a. Banz, Reinganum, Fama/French), vergleicht US-amerikanische und österreichische Märkte und diskutiert theoretische Erklärungsmodelle wie Handelskosten, Liquiditätsrisiken und den Januar-Effekt.
Wesentliche Begriffe sind die Size-Anomalie, das Fama-French-Drei-Faktor-Modell, die Effizienzmarkthypothese, Small-Cap-Performance und das systematische Risiko.
Der österreichische Markt wird einbezogen, um zu prüfen, ob die in den USA beobachteten Anomalien auch auf kleineren, weniger liquiden Märkten außerhalb der USA nachweisbar sind.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die Persistenz des Size-Effekts nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen fraglich ist und eine verstärkte Allokation in Small Caps nicht zwangsläufig eine risikoadjustierte Überrendite garantiert.
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