Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Der Übergang zur Jugend als Zeit der Krise(n)
2.1 Adoleszenz und Pubertät als Zeit der Veränderung
2.2 Entwicklungsaufgaben im Kindes- und Jugendalter
2.3 Stress, Bewältigung und Resilienz
3. Mentale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen
3.1 Depressionen bei Kindern und Jugendlichen
3.2 Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen
3.3 Diagnostik von Depressionen und Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen
4. Wenn die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben zur (psychischen) Herausforderung wird
4.1 Die Entstehung von Anorexia Nervosa und Bulimia nervosa im Jugendalter
4.2 Die Entstehung von Depressionen im Kindes- und Jugendalter
4.3 Das Spannungsverhältnis zwischen „gelernter Normalität“ und der Entstehung von Essstörungen und Depressionen bei Kindern und Jugendlichen am Beispiel von Leistungsdruck
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen den Herausforderungen der Adoleszenz, der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und der Entstehung psychischer Störungen – spezifisch Depressionen und Essstörungen – bei Kindern und Jugendlichen unter dem Einfluss sozialer Normen.
4.3 Das Spannungsverhältnis zwischen „gelernter Normalität“ und der Entstehung von Essstörungen und Depressionen bei Kindern und Jugendlichen am Beispiel von Leistungsdruck
Wie die vorangegangenen Abschnitte zur Entstehung von Essstörungen und Depressionen im Jugendalter gezeigt haben, sind immer wieder Ursachen im sozialen, insbesondere im familiären Umfeld und in den vorherrschenden Familienstrukturen zu finden, die der Entstehung von mentalen Störungen zusteuern können. In diesem Abschnitt soll genau dies nochmals an mehreren fiktiven und ausgedachten Beispielen des Leistungsdrucks sowohl für die Entstehung einer Depression, wie auch einer Essstörung, in diesem Fall die Anorexie, verdeutlicht werden. Die vorangegangenen Teile haben sowohl die persönlichen Herausforderungen von Jugendlichen in Bezug auf die Veränderungen und Anforderungen in der Adoleszenz und der Pubertät, wie auch den Einfluss des sozialen Umfelds, insbesondere der Familie deutlich gemacht.
Während der Sozialisation und des Aufwachsens innerhalb der Familie werden Kinder in ein bereits bestehendes Netzwerk der anderen Familienmitglieder sozialisiert. Dieses ist geprägt von Denk- und Verhaltensweisen, Werten und Normen (vgl. Sander 2016 o. S.). Kinder wachsen also durch die Sozialisation ihrer Familie in ein Normalitätskonstrukt, ihre „gelernte Normalität“ hinein, was fortan für sie den Rahmen ihres Denkens und Handelns bildet. Sie lernen nicht nur wie man spricht und läuft, sondern auch wie man mit anderen umgeht, unterbewusst auch schon wie andere mit sich selbst umgehen und so auch wie sie mit sich selbst umgehen können. Sie bekommen gesagt und gezeigt, was sie dürfen und was sie nicht dürfen und auch schon was andere, sowohl innerhalb wie auch außerhalb der Familie, von ihnen erwarten. Auch diese „normalen“ Denk- und Verhaltensweisen, Werte und Normen der Familien sind wiederum geprägt von gesellschaftlichen und kulturellen Denk- und Verhaltensweisen, wie auch Werten und Normen.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der mentalen Gesundheit im Jugendalter und Darlegung der Relevanz von Krisen und psychischen Störungen.
2. Der Übergang zur Jugend als Zeit der Krise(n): Analyse der Adoleszenz als Phase der Veränderung, der Entwicklungsaufgaben und der Bedeutung von Resilienz.
3. Mentale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen: Darstellung der Symptomatik, Häufigkeit und Diagnostik von Depressionen und Essstörungen.
4. Wenn die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben zur (psychischen) Herausforderung wird: Untersuchung der Ursachen und des Einflusses von Leistungsdruck auf die Entstehung von Essstörungen und Depressionen.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über den Zusammenhang von Entwicklung, sozialem Umfeld und der Entstehung psychischer Störungen.
Jugend, Adoleszenz, Pubertät, Entwicklungsaufgaben, psychische Gesundheit, Depression, Essstörungen, Anorexie, Bulimie, Resilienz, Leistungsdruck, Sozialisation, Familie, Bewältigungsstrategien, Diagnostik.
Die Arbeit analysiert, wie Kinder und Jugendliche in der krisenhaften Phase der Adoleszenz psychische Störungen wie Depressionen oder Essstörungen entwickeln können und welchen Einfluss das soziale Umfeld dabei hat.
Im Fokus stehen die Adoleszenz als Umbruchphase, die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben, der Einfluss von Leistungsdruck sowie die Rolle von Resilienz und sozialen Faktoren.
Das Ziel ist es, die Entstehung psychischer Störungen bei Jugendlichen aufzuzeigen und dabei insbesondere die Verbindung zwischen gesellschaftlichen Normalitätskonstrukten, familiären Erwartungen und der Bewältigung von Krisen zu verdeutlichen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur und Berichten (wie dem Kinder- und Jugendbericht) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Adoleszenz, Stress, Resilienz), die klinische Beschreibung der Störungen (Symptome, Diagnostik) und die Analyse von Entstehungsfaktoren unter besonderer Berücksichtigung des Leistungsdrucks.
Zentrale Begriffe sind Adoleszenz, Depression, Essstörungen, Entwicklungsaufgaben, Leistungsdruck und psychosoziale Risikofaktoren.
Die Familie vermittelt durch Sozialisation die sogenannte „gelernte Normalität“, prägt den Umgang mit Anforderungen und Emotionen und kann durch hohen Leistungsdruck oder problematische Interaktionsformen die Entstehung von Störungen begünstigen.
Symptome können sich hinter alterstypischen Krisen verbergen, und die Betroffenen befinden sich in einer dynamischen Entwicklung, die eine eindeutige Abgrenzung von „normalem“ Verhalten zu einer pathologischen Störung erschwert.
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