Bachelorarbeit, 2010
89 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Aktuelle Nutzung Nachwachsender Rohstoffe
1.1 energetische Nutzung
1.2 stoffliche Nutzung
1.2.1 aktuelle Situation in Deutschland
1.2.2 Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen
1.3 ökologische Bewertung der Biomassepfade
1.3.1 Biokraftstoffe
1.3.2 Biohydraulik- und Bioschmieröle
1.3.3 Biokunststoffe
2 Zukünftige stoffliche Nutzung von Nachwachsenden Rohstoffen
2.1 chemische Grundstoffe
2.2 Das Konzept der Bioraffinerie
2.2.1 Prozesse und Technologien in Bioraffinerien
2.2.2 System der LCF-Bioraffinerie
2.2.3 System der Getreide-Ganzpflanzen
2.2.4 System der grünen Bioraffinerie
2.2.5 Das 2-Plattform-Konzept
2.2.6 Unterschiede zur Erdölraffinerie
2.3 Bewertung der ökologischen Bilanzierung von Bioraffinerien
3 Flächen- und Nutzungskonkurrenzen von Nachwachsenden Rohstoffen
4 Marktaspekte von Produkten aus Nachwachsenden Rohstoffen
4.1 Biokraftstoffe
4.2 Biokunststoffe
4.3 chemische Grundstoffe
4.4 Interessen und Erwartungen
5 Fazit und Handlungsbedarf
Die Arbeit untersucht das Potenzial nachwachsender Rohstoffe als zukünftige stoffliche Ressource der Industrie durch eine Literaturanalyse. Ziel ist es, aktuelle Anwendungsbereiche darzustellen, technologische Konzepte (insb. Bioraffinerien) zu bewerten und marktwirtschaftliche sowie ökologische Rahmenbedingungen für eine verstärkte stoffliche Nutzung zu identifizieren.
1.1 energetische Nutzung
Die Förderung der Energiebereitstellung aus nachwachsenden Rohstoffen hat im Laufe der letzten Jahre in Deutschland zu einer Produktionssteigerung in dem Sektor der Bioenergie geführt (Bundesministerium für Umwelt).
Nahezu alle Arten von Biomasse können als Energieträger eingesetzt werden. (Reinhardt, et al., 2005 S. 1) Als Bioenergie-Träger werden verstanden:
nachwachsende Rohstoffe: Holz, ein und mehrjährige Pflanzen (Getreide, Raps, Miscanthus, etc.)
organische Neben- und Reststoffe: Durchforstungs-Holz, Stroh
organische Abfallstoffe: Abfälle aus der Holzverarbeitung, Landwirtschaft (Gülle, etc.), Gewerbe, Haushalten, Abfälle in Abwässern, Klärschlämmen und Deponien
(Heinloth, 2003 S. 339)
1 Aktuelle Nutzung Nachwachsender Rohstoffe: Das Kapitel gibt einen Überblick über die derzeitige industrielle Nutzung und unterscheidet dabei zwischen energetischen und stofflichen Einsatzbereichen.
2 Zukünftige stoffliche Nutzung von Nachwachsenden Rohstoffen: Hier werden Konzepte für Bioraffinerien vorgestellt, die eine analoge Nutzung wie in Erdölraffinerien für Biomasse ermöglichen sollen.
3 Flächen- und Nutzungskonkurrenzen von Nachwachsenden Rohstoffen: Dieser Abschnitt analysiert den Zielkonflikt zwischen der stofflichen/energetischen Nutzung von Biomasse und der notwendigen Flächenbereitstellung für die Nahrungsmittelproduktion.
4 Marktaspekte von Produkten aus Nachwachsenden Rohstoffen: Das Kapitel betrachtet die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Akzeptanz von Bioprodukten gegenüber fossilen Alternativen.
5 Fazit und Handlungsbedarf: Zusammenfassende Bewertung des Potenzials und Ableitung von Empfehlungen für Politik und Industrie zur Förderung der stofflichen Nutzung.
Nachwachsende Rohstoffe, Bioraffinerie, Stoffliche Nutzung, Energetische Nutzung, Biokraftstoffe, Biokunststoffe, Lignocellulose, Ökobilanz, Flächenkonkurrenz, Nachhaltigkeit, Kohlenstoffquelle, Biomasse, Transformation, Chemische Industrie, Marktpotenzial.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von nachwachsenden Rohstoffen als Basis für eine zukünftige stoffliche Ressource der Industrie, um fossile Rohstoffe wie Erdöl zu ergänzen oder zu ersetzen.
Die Arbeit deckt die aktuelle Nutzung, zukünftige Bioraffinerie-Konzepte, ökologische Bewertungen, Flächenkonkurrenzen zur Nahrungsmittelproduktion sowie marktwirtschaftliche Aspekte ab.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass nachwachsende Rohstoffe ein großes Potenzial für die Industrie bieten und durch Analyse von Technologien und Rahmenbedingungen Handlungsoptionen für die Zukunft abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der aktuell verfügbaren wissenschaftlichen und industriellen Literatur zum Thema stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe.
Im Hauptteil werden sowohl der aktuelle Status quo, verschiedene Bioraffinerie-Modelle (wie LCF oder Grüne Bioraffinerie) als auch ökologische Bilanzen und ökonomische Rahmenbedingungen analysiert.
Zentrale Begriffe sind Bioraffinerie, stoffliche Nutzung, Lignocellulose, Nachhaltigkeit, Flächenkonkurrenz und Substitution fossiler Rohstoffe.
Während Erdölraffinerien auf zwei Rohstoffen (Erdöl/Erdgas) basieren, können Bioraffinerien mehrere, flächig verteilte Rohstoffe nutzen und sind technologisch komplexer bei der Fraktionierung.
Die Flächennutzung für Biomasse steht oft in direkter Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln, was bei steigender Weltbevölkerung eine zentrale Herausforderung für die nachhaltige Nutzung darstellt.
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