Diplomarbeit, 2008
151 Seiten, Note: 1
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der virtuellen Welt Second Life auf die Lebenspraxis von Nutzern. Im Fokus steht die Frage, wie die Möglichkeiten zur Simulation eines parallelen Lebens in Second Life die Lebensbedingungen der Nutzer beeinflussen und welche Veränderungen sich in der lebenspraktischen Verfasstheit der Individuen beobachten lassen.
Das erste Kapitel stellt die Thematik Second Life in den Kontext der multimedialen Berichterstattung und die Relevanz für eine soziologische Untersuchung dar. Kapitel 2 expliziert die technischen Rahmungen und die theoretischen Hintergründe des digitalen Raumes Second Life. Kapitel 3 beschreibt die methodischen Grundlagen der Arbeit, einschließlich der Anwendung der Objektiven Hermeneutik. Kapitel 4 präsentiert Fallanalysen von Interviews mit Nutzern von Second Life. Die Fallanalysen untersuchen die Auswirkungen der virtuellen Welt auf die lebenspraktischen Bedingungen der Nutzer und die Veränderungen in ihrer Selbstwahrnehmung.
Second Life, virtuelle Welten, virtuelle Lebenspraxis, soziale Interaktion, Selbstwahrnehmung, Objektive Hermeneutik, Sequenzanalyse, empirische Forschung, digitale Kommunikation.
Second Life ist eine virtuelle Welt, die um 2006/2007 einen massiven Hype erlebte. Sie ermöglichte es Nutzern, einen Avatar zu erstellen und ein „zweites Leben“ inklusive sozialer Kontakte und Wirtschaftskreisläufe zu simulieren.
Es wurden neue Wege der Kommunikation, Freizeitmöglichkeiten sowie berufliche Entwicklungschancen und Möglichkeiten zum realen Gelderwerb in einer digitalen Umgebung propagiert.
Medien berichteten zunehmend über Kriminalität, strafrechtliche Delikte und die Gefahr der Realitätsflucht innerhalb der virtuellen Welt.
Die Arbeit untersucht mittels Fallanalysen, wie die Simulation eines parallelen Lebens die lebenspraktischen Bedingungen und das Selbstbild der Individuen im realen Leben verändert.
Das Erkenntnisinteresse liegt in der Veränderung der lebenspraktischen Bedingungen und der Frage, ob die Nutzung eher als Flucht vor der Realität oder als Raum zur persönlichen Entfaltung dient.
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