Diplomarbeit, 2010
75 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Marketingkommunikation im Feld des Internets
2.1 Kurzcharakterisierung der Marketingkommunikation
2.2 Wandel der Kommunikationspolitik
2.3 Begriffsklärung Web 2.0
2.3.1 Neue Anwendungen im Web 2.0 – Social Software
2.3.1.1 Weblogs
2.3.1.2 Virtuelle Communities
2.3.1.3 Podcasts
2.3.2 „Klassische“ Marketingkommunikation im Web 2.0
2.3.2.1 Banner-Marketing
2.3.2.2 Permission-Marketing
3 Grundcharakteristika des viralen Marketings
3.1 Glaubwürdigkeit werblicher Botschaften
3.2 Kundenempfehlung
3.3 Charakteristik und Definitionsansatz viraler Marketingkommunikation
3.4 Medienwahl bei viralem Marketing
3.5 Abgrenzung viraler Marketingkommunikation von Empfehlungen
4 Interaktion junger Gruppen im Web 2.0
4.1 Nutzung des Internets
4.2 Typologie der Internetnutzer
4.3 Anwendungspräferenzen verschiedener Online-Anwendungen
4.4 Mediennutzung junger Gruppen
5 Der virale Kampagnenprozess
5.1 Ausprägungsformen viraler Kampagnen
5.1.1 Geringintegrative Ansätze
5.1.2 Hochintegrative Ansätze
5.2 Das Kampagnengut
5.3 Grundlegende Gestaltung der Kampagne
5.4 Spezifische Gestaltungsmerkmale
5.4.1 Involvement als Auslöser viraler Verbreitung
5.4.2 Emotionen als Auslöser viraler Verbreitung
5.4.2.1 Auslösen von Kommunikation durch Überraschungen
5.4.2.2 Auslösen von Kommunikation durch Gerüchte
5.5 Verbreitung des Kampagnengutes
5.5.1 Seeding
5.5.1.1 Einfaches Seeding
5.5.1.2 Erweitertes Seeding
5.5.2 Einfluss von Bezugsgruppen bei der Verbreitung viraler Kampagnen
5.5.3 Ausbreitung im sozialen Netzwerk
5.6 Erfolgskontrolle viraler Kampagnen
5.6.1 Quantitative Methoden
5.6.2 Qualitative Methoden
6 Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht das virale Marketing als ganzheitliches Kommunikationskonzept vor dem Hintergrund des Web 2.0. Das primäre Ziel ist es, die inhaltliche Struktur, die Zielgruppenansprache und den Kampagnenprozess abzubilden, um zu zeigen, wie Unternehmen junge Zielgruppen (14-39 Jahre) effektiv und glaubwürdig erreichen können.
3.1 Glaubwürdigkeit werblicher Botschaften
Ziel der Marketingkommunikation ist die aktive Veränderung der Meinung, Einstellung und des Verhaltens der Zielgruppen eines Unternehmens. Neben die bloße Informationswirkung der unternehmerischen Kommunikation tritt demnach die Beeinflussungswirkung. Diese ist, abgesehen von der Relevanz des Kommunikationsinhaltes für die Rezipienten, im Wesentlichen von der Glaubwürdigkeit des Inhaltes abhängig. Dabei kommt der Wahl des Trägermediums eine große Bedeutung zu. Glaubwürdigkeit selbst ist „keine Eigenschaft, die Texte, Personen oder Institutionen von vornherein haben, sondern das Ergebnis einer Zuschreibung“. Sie ist somit das Ergebnis eines Prozesses, während dessen ein Gebilde überprüft und eingeschätzt wird. Bezogen auf die Kommunikation wird Glaubwürdigkeit als Eigenschaft definiert „Botschaften eines bestimmten Objektes als zutreffend zu akzeptieren und bis zu einem gewissen Grad in das eigene Meinungs- und Einstellungsspektrum zu übernehmen“.
Eine internationale Studie der Nielsen Company belegt, dass die größte Glaubwürdigkeit Unternehmensbotschaften in Form von Empfehlungen aus dem sozialen Umfeld des Empfängers erhalten.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Marketingkommunikation von einem Anbietermonolog zu einem dialogorientierten Prozess im Web 2.0 und definiert das Ziel der Arbeit, das virale Marketing als Gesamtkonzept darzustellen.
2 Marketingkommunikation im Feld des Internets: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Marketingkommunikation, den durch neue Technologien bedingten Paradigmenwechsel sowie die Bedeutung des Web 2.0 und dessen Anwendungen.
3 Grundcharakteristika des viralen Marketings: Hier werden die Wesenszüge viraler Marketingkommunikation analysiert, insbesondere die Glaubwürdigkeit von Empfehlungen und die Abgrenzung zu klassischen Kommunikationsformen.
4 Interaktion junger Gruppen im Web 2.0: Dieses Kapitel charakterisiert das Internet- und Mediennutzungsverhalten der 14-39-Jährigen, um die Eignung viraler Ansätze für diese Zielgruppen zu begründen.
5 Der virale Kampagnenprozess: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Entwicklung, Gestaltung und Verbreitung (Seeding) viraler Kampagnen sowie die Methoden zu deren Erfolgskontrolle.
6 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Chancen sowie Risiken der viralen Marketingkommunikation für Unternehmen.
Virales Marketing, Web 2.0, Marketingkommunikation, Social Software, Glaubwürdigkeit, Kundenempfehlung, Online-Medien, Junge Zielgruppen, Internetnutzung, Kampagnenprozess, Seeding, Erfolgskontrolle, Involvement, Emotionen, Soziale Netzwerke
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Konzept des viralen Marketings und dessen Einsatz als effizientes Instrument der Unternehmenskommunikation im Web 2.0, insbesondere zur gezielten Ansprache junger Zielgruppen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Web 2.0, die Analyse der Glaubwürdigkeit von Botschaften, das Nutzungsverhalten junger Internet-Generationen sowie die methodische Planung und Kontrolle viraler Kampagnen.
Ziel ist es, das virale Marketing als ganzheitliches Konzept vor dem Hintergrund der digitalen Transformation abzubilden und aufzuzeigen, wie Unternehmen dieses Instrument zur wirkungsvollen Interaktion nutzen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und nutzt Erkenntnisse aus der Marketingforschung, Medienpsychologie und Kommunikationswissenschaft zur Herleitung des viralen Kampagnenprozesses.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des viralen Marketings, die empirische Einordnung der Zielgruppe sowie die detaillierte Darstellung des operativen Kampagnenprozesses von der Konzeption bis zur Erfolgsmessung.
Die Arbeit wird durch Fachbegriffe wie virales Marketing, Web 2.0, Kundenempfehlung, Seeding, Internetnutzertypen, Involvement und Erfolgskontrolle charakterisiert.
Die "Jungen Hyperaktiven" bilden eine für virale Kampagnen besonders attraktive Nutzergruppe, da sie das Internet intensiv und umfassend nutzen, sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Anwendungen sind und eine hohe Kommunikationsaktivität aufweisen.
Da klassische Werbebotschaften aufgrund von Reizüberflutung oft ignoriert werden, gewinnen authentische Empfehlungen aus dem sozialen Umfeld an Bedeutung, da diese als unbefangen wahrgenommen werden und somit eine höhere psychologische Wirkung erzielen.
Beim einfachen Seeding erfolgt die Platzierung vornehmlich über eigene Kanäle des Unternehmens (z.B. Newsletter), während beim erweiterten Seeding gezielt auf unternehmensfremde, hochfrequentierte "Connection Points" zurückgegriffen wird, um eine schnellere epidemische Verbreitung zu erreichen.
Emotionen wie Überraschung lösen eine kognitive Dissonanz aus, die den Nutzer dazu motiviert, das Erlebnis zu verarbeiten und durch Kommunikation mit dem sozialen Umfeld abzubauen, was wiederum die Verbreitung des viralen Inhalts begünstigt.
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