Magisterarbeit, 2008
53 Seiten, Note: 1,3
Ziel der Arbeit ist es, das „Postmoderne Erzählen“ anhand dreier Beispiele zu untersuchen und dabei verschiedene Merkmale dieser literarischen Strömung aufzuzeigen. Der Fokus liegt auf der Analyse von Italo Calvinos „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“, Patrick Süskinds „Das Parfum“ und Alban Nikolai Herbsts „Wolpertinger oder Das Blau“. Dabei soll geklärt werden, inwieweit die Werke den gängigen Definitionen von postmodernen Erzählformen entsprechen und ob es tatsächlich charakteristische Merkmale gibt, die diese als postmodern klassifizieren.
Die Einleitung beleuchtet den Begriff „Postmoderne“ in seiner historischen und philosophischen Entwicklung. Dabei werden die Anfänge der Postmoderne, die Abgrenzung zur Moderne sowie die zentralen Strömungen und Akteure dieser Epoche besprochen. Anschließend widmen sich die folgenden Kapitel der Analyse des „Postmodernen Erzählens“ anhand von drei Beispielen: Italo Calvinos „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“, Patrick Süskinds „Das Parfum“ und Alban Nikolai Herbsts „Wolpertinger oder Das Blau“. Die jeweiligen Analysen konzentrieren sich auf die spezifischen Merkmale jedes Werks und untersuchen, inwieweit diese den Kriterien eines postmodernen Erzählens entsprechen.
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Postmoderne, Postmodernes Erzählen, Inter-/Transtextualität, Spiel, dezentrales Erzählen, fantastische Elemente, Kunst und Unterhaltung, Italo Calvino, Patrick Süskind, Alban Nikolai Herbst, Wenn ein Reisender in einer Winternacht, Das Parfum, Wolpertinger oder Das Blau.
Typische Merkmale sind Intertextualität, Selbstreferenzialität (Metaroman), das Spiel mit literarischen Traditionen, Mehrfachkodierung und die Auflösung linearer Erzählstrukturen.
In „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ wird der Leser selbst zur Figur. Der Roman thematisiert den Prozess des Lesens und Schreibens (Metaroman) und nutzt die „mise en abyme“.
Süskind bricht mit traditionellen Erzählstilen durch Mehrfachkodierung und zahlreiche Zitate sowie Anspielungen auf die Weltliteratur, was den Text für verschiedene Lesergruppen attraktiv macht.
Es ist eine Erzählform, die mit Rhizom-Strukturen, Sprachspielen und Selbstreferenz arbeitet, um die Komplexität der modernen, vernetzten Welt abzubilden.
Während die Moderne oft radikal mit Traditionen brach und komplex-unverständliche Texte schuf, spielt die Postmoderne ironisch mit diesen Traditionen und verbindet Kunst mit Unterhaltung.
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