Masterarbeit, 2010
138 Seiten, Note: 1,2
1. EINLEITUNG
1.1 Problemlage und Fragestellung
1.2 Aufbau der Untersuchung
2. VORSTELLUNGEN ZU LEHR-LERNPROZESSEN UND DER KOOPERATION IM INTERDISZIPLINÄREN TEAM
2.1 Bildungstheoretische Grundlagen für eine Nachhaltigkeitsbildung
2.1.1 Bildung in der Postmoderne
2.1.2 Grundzüge konstruktivistischer Didaktik
2.1.3 Situiertes und problemorientiertes Lernen
2.1.4 Lebensweltbezug
2.1.5 Partizipation
2.1.6 Sozialraumorientierung
2.2 Interdisziplinäre Kooperationen
2.2.1 Bedingungen erfolgreicher interdisziplinärer Kooperation
2.2.2 Das Tandem – die personale Form interdisziplinärer Kooperation
2.2.3 Die Kooperation – der institutionelle Rahmen interdisziplinärer Kooperation
2.2.4 Das Unterstützungssystem – die Verstetigung interdisziplinärer Kooperation
2.3 Fortbildung im interdisziplinären Team
2.3.1 Unterrichtsprinzipien
2.3.2 Lehrziele und Kompetenzen
2.3.3 Themen und Inhalte
2.3.4 Lehr- und Lernmethoden
2.3.5 Rahmenbedingungen
2.4 Zusammenfassung und Zwischenbilanz
3. DER BAUERNHOF ALS LERNORT FÜR DIE GYMNASIALE OBERSTUFE IM KONTEXT EINER BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
3.1 Bildung für Nachhaltige Entwicklung
3.1.1 Nachhaltigkeit und Nachhaltige Entwicklung
3.1.2 Nachhaltige Entwicklung im Verhältnis zu Bildung und Lernen
3.1.3 Didaktische Ausgestaltung einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung
3.2 Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und der außerschulische Lernort Bauernhof
3.2.1 Die ökonomische, ökologische und soziale Dimension der Landwirtschaft
3.2.2 Indikatoren einer nachhaltigen Landwirtschaft
3.2.3 Potenziale des außerschulischen Lernorts Bauernhof und der Landwirtschaft
3.3 Die gymnasiale Oberstufe am Beispiel von Rheinland-Pfalz
3.3.1 Lehrziele und Kompetenzen
3.3.2 Lehr- und Lernmethoden
3.3.3 Themen und Inhalte
3.3.4 Rahmenbedingungen für Exkursionen und Fahrten
3.3.5 Fortbildung und Unterstützungssysteme für Lehrer
3.4 Zusammenfassung und Zwischenbilanz
4. VORGEHENSWEISE UND METHODIK DER UNTERSUCHUNG
4.1 Ziel der Untersuchung
4.2 Begründung der Methodenauswahl
4.3 Forschungsdesign
4.4 Auswahl der Experten
4.5 Vorbereitung und Durchführung der Interviews
4.6 Auswertung und Verzerrungsfaktoren
5. DARSTELLUNG UND DISKUSSION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
5.1 Ergebnisse der Interviewstudie
5.1.1 Bezug der Interviewpartner zum Untersuchungsgegenstand
5.1.2 Potenzial des Lernorts Bauernhof
5.1.3 Bedingungen für die Nutzung des Lernorts Bauernhof durch die gymnasiale Oberstufe
5.1.4 Potenzial von Lehrer-Landwirt-Fortbildungen
5.1.5 Didaktische Planung einer Lehrer-Landwirt-Fortbildung
5.1.6 Zeitliche Organisation einer Lehrer-Landwirt-Fortbildung
5.1.7 Zusammenarbeit im Lehrer-Landwirt-Tandem
5.2 Abschließende Betrachtung der Ergebnisse
5.2.1 Rückbezug der Ergebnisse auf die Fragestellungen und Arbeitshypothese
5.2.2 Reflexion der Untersuchungsmethode und Ergebnisse
5.3 Empfehlungen für ein didaktisches Konzept einer Lehrer-Landwirt-Fortbildung
5.3.1 Zielsetzung
5.3.2 Arbeitsweisen und methodische Inszenierungen
5.3.3 Schulungsinhalte
5.3.4 Seminarorganisation und Rahmenbedingungen
5.4 Empfehlungen für Lehrer-Landwirt-Tandems
5.4.1 Lösungsansätze für den Aufbau einer Kooperation
5.4.2 Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit im Lehrer-Landwirt-Tandem
5.4.3 Umgang mit Stolpersteinen
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Bedingungen für die Nutzung des Bauernhofs als außerschulischer Lernort für die gymnasiale Oberstufe im Kontext einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Das zentrale Ziel ist es, wissenschaftlich begründete Empfehlungen für den Aufbau von Lehrer-Landwirt-Tandems sowie für die Gestaltung didaktischer Lehrer-Landwirt-Fortbildungen zu erarbeiten, um so eine intensivere Nutzung dieses Lernorts zu fördern.
Die Bedeutung von Bildung und Lernen für eine Nachhaltige Entwicklung
In sämtlichen internationalen und nationalen programmatischen Dokumenten zur Nachhaltigen Entwicklung wird die zentrale Bedeutung von Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung betont. So sieht auch die auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung verabschiedete „Agenda 21“ in der Bildung eine unerlässliche „[…] Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der Fähigkeit der Menschen, sich mit Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinander zu setzen. […] Sowohl die formale als auch die nichtformale Bildung sind unabdingbare Voraussetzungen für die Herbeiführung eines Bewusstseinswandels bei den Menschen, damit sie in der Lage sind, ihre Anliegen in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung abzuschätzen und anzugehen. Sie sind auch von entscheidender Bedeutung für die Schaffung eines ökologischen und eines ethischen Bewusstseins sowie von Werten und Einstellungen, Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die mit einer nachhaltigen Entwicklung vereinbar sind, sowie für eine wirksame Beteiligung der Öffentlichkeit an der Entscheidungsfindung. Um wirksam zu sein, soll sich eine umwelt- und entwicklungsorientierte Bildung/Erziehung sowohl mit der Dynamik der physikalischen/biologischen und der sozioökonomischen Umwelt als auch mit der menschlichen […] Entwicklung befassen, in alle Fachdisziplinen eingebunden werden und formale und nonformale Methoden und wirksame Kommunikationsmittel anwenden.“ (BMU (Hrsg.), 1993, S. 281).
In Folge des auf dem Weltklimagipfel in Rio de Janeiro entstandenen Handlungskatalogs, der „Agenda 21“, brachte in Deutschland die BUND-LÄNDER-KOMMISSION FÜR BILDUNGSPLANUNG UND FORSCHUNGSFÖRDERUNG zwei Förderprogramme auf den Weg: Das BLK-Programm "21" (2004-2006) und anschließend das Nachfolgeprogramm „Transfer-21“ (2007 bis 2008). Aus beiden Programmen sind weitere Dokumente zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung hervorgegangen (vgl. BLK-PROGRAMM "21" (Hrsg.), 2003, BLK (Hrsg.), 2004 und BLK-PROGRAMM „21“ (Hrsg.), 2004).
Ausgehend von den allgemeinen Betrachtungen zur Nachhaltigkeit und Nachhaltigen Entwicklung und unter Einbeziehung aktueller bildungs- und lerntheoretischer Diskurse sowie deren Bedeutung für Bildung und Lehr-Lernprozesse (vgl. Kapitel 2) ist nun zu klären, welche Rolle Bildung im Nachhaltigkeitsdiskurs einnehmen kann und ob sich daraus Anforderungen an eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung hinsichtlich der anzustrebenden Ziele, Mittel und Methoden sowie der zu vermittelnden Inhalte ergeben und wie darauf zu reagieren ist.
1. EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung des Strukturwandels in der Landwirtschaft und die daraus resultierende Notwendigkeit, Schüler als Entscheidungsträger durch außerschulische Lernorte zu bilden.
2. VORSTELLUNGEN ZU LEHR-LERNPROZESSEN UND DER KOOPERATION IM INTERDISZIPLINÄREN TEAM: Analysiert bildungstheoretische Grundlagen, insbesondere Konstruktivismus und situiertes Lernen, sowie die Gelingensbedingungen für interdisziplinäre Teamarbeit.
3. DER BAUERNHOF ALS LERNORT FÜR DIE GYMNASIALE OBERSTUFE IM KONTEXT EINER BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG: Erläutert das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung, die Bedeutung der Gestaltungskompetenz und das Potenzial von Bauernhöfen als Bildungsort.
4. VORGEHENSWEISE UND METHODIK DER UNTERSUCHUNG: Beschreibt das qualitative Forschungsdesign mittels teilstrukturierter Experteninterviews zur Gewinnung praxisnaher Erkenntnisse.
5. DARSTELLUNG UND DISKUSSION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Präsentiert und interpretiert die Ergebnisse der Expertenstudie und leitet daraus Empfehlungen für Tandem-Kooperationen und Fortbildungskonzepte ab.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fasst die Kernergebnisse zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf für eine nachhaltige Implementierung in Schulen.
Bildung für Nachhaltige Entwicklung, BNE, Bauernhof, Lernort Bauernhof, Gestaltungskompetenz, Interdisziplinäre Kooperation, Lehrer-Landwirt-Tandem, Situiertes Lernen, Konstruktivistische Didaktik, Gymnasiale Oberstufe, Lehrerfortbildung, Nachhaltigkeit, Schulentwicklung, Partizipation, Sozialraumorientierung.
Die Arbeit untersucht, wie die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Landwirten in Form von Tandems dazu beitragen kann, den Bauernhof als außerschulischen Lernort für die gymnasiale Oberstufe im Sinne einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) effektiver zu nutzen.
Zentrale Felder sind die konstruktivistische Didaktik, die Prinzipien einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung, die Organisation interdisziplinärer Kooperationen und die praktische Umsetzung am Lernort Bauernhof.
Das Ziel ist die Erarbeitung von wissenschaftlich fundierten Empfehlungen für den Aufbau und den Fortbestand von Lehrer-Landwirt-Tandems sowie die Entwicklung eines didaktischen Konzepts für Lehrer-Landwirt-Fortbildungen.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse sowie einer explorativen, teilstrukturierten Expertenbefragung (Telefoninterviews) mit Fachpersonen aus Schule, Landwirtschaft und Wissenschaft basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Lehr-Lern-Prozessen, die Analyse des Lernorts Bauernhof, das methodische Forschungsdesign, die Auswertung der Experteninterviews und die Ableitung konkreter didaktischer Empfehlungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), Gestaltungskompetenz, interdisziplinäre Kooperation, Lehrer-Landwirt-Tandem und situiertes Lernen geprägt.
Die Lehrkräfte nehmen eine Schlüsselrolle ein; ihre Motivation, ihr pädagogisches Engagement und ihre Bereitschaft zur Kooperation mit außerschulischen Partnern gelten als entscheidende Voraussetzungen für das Gelingen der Lernort-Nutzung.
Sie dienen als wichtiges didaktisches Hilfsmittel, um komplexe Zusammenhänge ökonomischer, ökologischer und sozialer Art am Bauernhof für Schüler sichtbar und analysierbar zu machen.
Die Modularisierung ermöglicht eine flexible Anpassung an die unterschiedlichen Vorerfahrungen und Bedürfnisse von Lehrern und Landwirten, wobei obligatorische Grundlagenmodule mit spezifischen Wahlmodulen kombiniert werden können.
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