Masterarbeit, 2023
125 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Relevanz der Anwendung systemischer Beratungsansätze für die Schulen und Kindertagesstätten
1.3 Fragestellung
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Beratung von Familien an der Schule und Kindertagesstätte
2.1 Therapie, Coaching und Beratung. Begriffsklärung
2.2 Gesetzliche Verankerung der Beratung und Zusammenarbeit mit den Eltern an der Schule und Kindertagesstätte
3. Häufige Beratungsanlässe. Das systemische Verständnis über die Hintergründe kindlichen Verhaltens und Konflikten in Familien
3.1 Häufige Beratungsanlässe und das Verständnis für das Verhaltensmuster des Kindes
3.2 Eskalationsdynamik bei Konflikten
4. Zentrale Begriffe und theoretische Grundlagen der systemischen ressourcenorientierten Beratung
4.1 Der ökosystemische Ansatz nach Bronfenbrenner als systemische Entwicklungstheorie
4.2 Grundbegriffe des ökosystemischen Ansatzes
4.3 Zentrale Begriffe der systemischen ressourcenorientierten Beratung nach Antonovsky
4.4 Die Grundprinzipien des systemischen Ansatzes. Die Bedeutung der systemischen Sichtweisen für die Beratung
5. Systemische ressourcenorientierte Haltung der BeraterIn
5.1 Systemische Ressourcenorientierung in der Therapie und Beratung
5.2 Kriterien der systemischen Ressourcenorientierung zur Analyse von Beratungsmodellen
6. Aktuelle systemische Beratungsansätze `Neue Autorität` und `Marte Meo`
6.1 Systemisches Modell `Neue Autorität`
6.1.1 Theoretischer Hintergrund des Modells `Neue Autorität`. Konzeptentwicklung
6.1.2 Faktoren, die das Eskalationsrisiko in der Konfliktsituation erhöhen
6.1.3 Begriff der elterlichen Präsenz im Zusammenhang mit der Intervention in der Familienberatung
6.1.4 Vorgehensweise im Modell der `Neuen Autorität`/ `Elterlichen Präsenz`
6.1.5 Elterliche Präsenz als `wachsame Sorge`
6.1.6 Die Ressourcenorientierte Haltung der BeraterIn im systemischen Modell der `Neuen Autorität`/`Elterlichen Präsenz`
6.1.6.1 Elterliche Präsenz
6.1.6.2 Keine Vorschriften über den `richtigen Weg`
6.1.6.3 Vermeidung der direkten und indirekten Beschuldigung
6.1.6.4 Auf Gewalt verzichten
6.1.6.5 Sensibel sein und alle Beteiligten ihr Gesicht wahren lassen
6.1.6.6 Autorität ohne Gewalt
6.1.7 Anwendung des Modells der `Neuen Autorität` an der Schule
6.1.8 Ressourcenorientierung im Modell der `Neuen Autorität` an der Schule
6.2 Systemisches Beratungsmodell `Marte Meo`
6.2.1 Einführung in den theoretischen Hintergrund und in die Grundprinzipien des `Marte Meo` Modells
6.2.2 Vorgehensweise im `Marte Meo` Modell
6.2.3 Arbeit mit `Check-Listen` im `Marte Meo` Modell
6.2.4 `Marte Meo` 3W-BeratungsSystem
6.2.5 Fünf Elemente als Grundlage für das Gelingen einer Eltern-Kind Kommunikation
6.2.6 Ressourcenorientierung im `Marte Meo` Modell
6.2.6.1 Orientierung an positiven entwicklungsunterstützenden Dialogen
6.2.6.2 Orientierung an der Aktivierung von Entwicklungen
6.2.6.3 Orientierung an dem Alltag von Familien
6.2.6.4 Beobachtung von Interaktionen
6.2.7 Ressourcenorientierung und Spannungsverhältnis des `Marte Meo` Modells
6.3 Zusammenfassung des Zwischenstands nach Kapitel 6
7. Chancen und Barrieren in der Anwendung des Modells der `Neuen Autorität` und `Marte Meo`
7.1 Die Anwendungsmöglichkeiten, Grenzen und Barrieren des Modells der `Neuen Autorität`
7.2 Anwendungsmöglichkeiten, Grenzen und Barrieren des Modells `Marte Meo`
7.2.1 Anwendung des Modells `Marte Meo` in Kindertageseinrichtungen
7.2.2 Anwendungsfelder des `Marte Meo` Modells im Überblick
7.2.3 Grenzen und Barrieren bei der Anwendung des `Marte Meo` Modells
7.3 Chancen und Barrieren in der Anwendung der Modelle `Neue Autorität` und `Marte Meo` in Bezug auf die ökosystemische Entwicklungstheorie von Bronfenbrenner
8. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern systemische Beratungsansätze – namentlich das Modell der „Neuen Autorität“ und das „Marte Meo“-Modell – erfolgreich in der Beratung von Familien an Schulen und in Kindertagesstätten eingesetzt werden können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Definition einer ressourcenorientierten Haltung, ihre Übertragbarkeit auf schulische und kindertagesstättliche Kontexte sowie die Analyse der spezifischen Anwendungsmöglichkeiten, Grenzen und Barrieren dieser Modelle.
3.1 Häufige Beratungsanlässe und das Verständnis für das Verhaltensmuster des Kindes
Die Auswertungen der häufigsten Anlässe für die Inanspruchnahme von Beratung in Erziehungsberatungsstellen liefern ein Bild über die Schwierigkeiten der Familien mit Kindern, die von den Familien nicht selbstständig gelöst werden können. Laut Angaben des Statistischen Bundesamt war im Jahr 2020 in jedem dritten Fall die Belastung junger Menschen durch familiäre Konflikte oder Problemlagen der Eltern der Anlass für die Inanspruchnahme eines Beratungsangebots im Rahmen von Hilfen zur Erziehung. Jede zweite Familie wurde wegen Entwicklungsauffälligkeiten, Auffälligkeiten im sozialen Verhalten und seelischer Probleme der jungen Menschen beraten.
Der Anlass einer Beratungssituation ist immer ein Thema, das für den zu Beratenden ein Problem darstellt. In vielen Beratungsfällen wird ein Verhalten des Kindes als Problem beschrieben, das die Sozialisation in der Schule oder im Kindergarten erschwert. In solchen Fällen werden die Kinder oft als `schwierig`, `aggressiv` oder `verhaltensauffällig` beschrieben. Je älter ein Kind ist, desto öfter kommt es vor, dass die Eltern (vor allem die Mütter) Angst vor ihrem Kind haben oder Angst haben, dass sich ihr Kind selbst zu schaden versucht.
In einem Beispiel der Inanspruchnahme von systemischen Beratungsangeboten nach dem `Marte Meo` Modell sind es die Hilflosigkeitsgefühle der Eltern, die sie dazu veranlassen, die Beratungsstelle aufzusuchen. Laut Bünder, Sirringhaus-Bünder und Helfer beschreiben sich die Eltern dann als verunsichert, ratlos und wütend auf ihre Kinder. Dabei beklagen sich die Eltern über eine nicht angemessene Aggressivität oder Unruhe ihrer Kinder. Laut Autoren wird die Beratung nicht selten auf Druck von der Schule oder dem Kindergarten angefragt, der oft mit drohenden Konsequenzen der Bildungs- und Erziehungseinrichtung verbunden ist. Die betroffenen Fach- oder Lehrkräfte beklagen oft die Unruhe, Unkonzentriertheit, Aggressivität und Isolierung der Kinder, die in einer Beratungsstelle vorstellig wurden.
Nicht nur aufgrund eigener Initiative der Eltern, sondern auch durch das Jugendamt im Rahmen der Hilfen zur Erziehung oder durch die Überweisung des Kinderarztes wird die Beratung unter anderem nach `Marte Meo` Methode durchgeführt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Bedarf an Beratungsangeboten für Eltern, die sich zunehmend unsicher in Bildungs- und Erziehungsfragen fühlen.
2 Beratung von Familien an der Schule und Kindertagesstätte: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Beratung und erörtert die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit mit Eltern in Bildungsinstitutionen.
3 Häufige Beratungsanlässe. Das systemische Verständnis über die Hintergründe kindlichen Verhaltens und Konflikten in Familien: Das Kapitel beschreibt typische Beratungssituationen und analysiert das systemische Verständnis von störendem Verhalten und Eskalationsdynamiken.
4 Zentrale Begriffe und theoretische Grundlagen der systemischen ressourcenorientierten Beratung: Hier werden die ökosystemische Theorie von Bronfenbrenner und das Konzept der Salutogenese nach Antonovsky als Basis für die Beratung eingeführt.
5 Systemische ressourcenorientierte Haltung der BeraterIn: Das Kapitel untersucht, welche Haltung eine beratende Fachkraft einnehmen muss, um Ressourcen zu aktivieren und lösungsorientiert zu arbeiten.
6 Aktuelle systemische Beratungsansätze `Neue Autorität` und `Marte Meo`: Die Modelle `Neue Autorität` und `Marte Meo` werden im Detail beschrieben und hinsichtlich ihrer ressourcenorientierten Grundhaltung analysiert.
7 Chancen und Barrieren in der Anwendung des Modells der `Neuen Autorität` und `Marte Meo`: Es werden Anwendungsbereiche, Erfolgsfaktoren und Hindernisse der beiden Modelle an Schulen und in Kindertagesstätten gegenübergestellt.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont das Potenzial systemischer Modelle zur Stärkung der Beziehungsgestaltung und Entwicklung von Kindern.
Systemische Beratung, Neue Autorität, Marte Meo, Ressourcenorientierung, Elternberatung, Schule, Kindertagesstätte, Salutogenese, ökosystemische Theorie, Erziehungspartnerschaft, elterliche Präsenz, Verhaltensauffälligkeiten, Interaktionsanalyse, Beratungshaltung, Familienberatung
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung systemischer Beratungsansätze bei Problemlagen in Familien mit Kindergarten- und Schulkindern, insbesondere in Bildungsinstitutionen.
Im Fokus stehen das Modell der „Neuen Autorität“ von Haim Omer sowie das „Marte Meo“-Modell von Maria Aarts.
Das Ziel ist es, eine ressourcenorientierte Haltung in der Beratung zu definieren und zu analysieren, wie diese Modelle – trotz unterschiedlicher methodischer Ansätze – erfolgreich zur Unterstützung von Eltern und Kindern in Schulen und Kitas eingesetzt werden können.
Die Arbeit nutzt einen systemischen Ansatz, insbesondere unter Einbeziehung der ökosystemischen Entwicklungstheorie von Urie Bronfenbrenner und der Salutogenese-Theorie nach Aaron Antonovsky.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der systemischen Beratung, die Analyse der beiden spezifischen Beratungsmodelle sowie deren Übertragbarkeit auf institutionelle Kontexte und die kritische Auseinandersetzung mit Chancen und Barrieren.
Systemische Beratung, Ressourcenorientierung, elterliche Präsenz, Marte Meo, Neue Autorität, Erziehungspartnerschaft und ökosystemischer Ansatz.
Die Arbeit zeigt, dass beide Modelle flexibel anwendbar sind, wobei in Kitas häufiger der Fokus auf der täglichen Interaktionsbegleitung liegt, während in Schulen komplexere Anforderungen an die institutionelle Vernetzung und das Rollenverständnis der Lehrkräfte hinzukommen.
Ja, die Arbeit legt nahe, dass eine Kombination sinnvoll sein kann – beispielsweise um in Krisensituationen deeskalierend mit der „Neuen Autorität“ zu intervenieren und im weiteren Verlauf durch „Marte Meo“ die alltägliche Interaktionsqualität und Bindung zwischen Eltern und Kindern gezielt zu fördern.
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