Diplomarbeit, 2009
171 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Das Kind und seine Medien
2.1 Das Kind und seine Kindheit
2.2 Medien für Kinder
2.2.1 Auditive Medien
2.2.2 Audiovisuelle Medien
2.2.3 Printmedien
2.3 Zeitschriften für Kinder
2.3.1 Der Begriff Zeitschrift
2.3.2 Zum Typ der Kinderzeitschrift
2.3.3 Historischer Rückblick
2.3.4 Die Situation heute
2.4 Exkurs: Qualität im Journalismus
2.5 Zusammenfassung
3. Der Markt der Kinderwissensmagazine
3.1 Definition
3.2 Marktübersicht
3.3 Porträts
3.3.1 Geolino
3.3.2 National Geographic World
3.3.3 Frag doch mal die Maus
3.3.4 Löwenzahn
3.3.5 Willi wills wissen
3.3.6 Zusammenfassung
4. Methodisches Vorgehen
4.1 Die Inhaltsanalyse als Forschungsmethode
4.2 Die Inhaltsanalyse im Kontext
4.3 Die empirischen Kategorien
5. Auswertung der Ergebnisse
5.1 Allgemeine Ergebnisse
5.2 Themen
5.3 Zielgruppe
5.4 Qualität in Kinderwissensmagazinen
5.5 Themenaufbereitung
5.6 Illustrationen
6. Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse
Die Diplomarbeit liefert eine umfassende Bestandsaufnahme und inhaltliche Analyse von Kinderwissensmagazinen auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt. Im Zentrum steht die Untersuchung, ob und wie populäre Wissensmagazine für Kinder (wie GEOlino, National Geographic World, Frag doch mal die Maus und Löwenzahn) journalistische Qualitätsstandards umsetzen, welche Themen sie aufgreifen und wie sie diese für ihre junge Zielgruppe aufbereiten.
1. Einleitung
Kinder sind neugierig. Kinder wollen die Welt entdecken. Kinder wollen wissen. Das hat Kaspar Stieler (1632 – 1707), einer der ersten Zeitungswissenschaftler und der Erste, der einen umfassenden Versuch einer Gesamtdarstellung des Phänomens Zeitung erstellte, schon 1694 erkannt. Und bis heute ist an der Faszination nichts verloren gegangen, wenn ein Kind etwas für sich bis dato Unbekanntes neu entdeckt und mit staunenden großen Augen verarbeitet. Der Unterschied zu damals ist allerdings: heute stehen Kindern völlig andere Möglichkeiten zur Verfügung, Wissen zu erlangen, als noch zu Zeiten Stielers. Neben der Schule bieten beispielsweise Universitäten so genannte „Kinder-Unis“ an oder Museen veranstalten spezielle Kindertage.
Eine sehr große Rolle spielen aber die Medien im Leben der heutigen Kinder. Gerade das zwiespältig gesehene Fernsehen stellt eine sehr große Vermittlungsinstanz von Wissen dar. Schon in den frühen 1970er Jahren wird die erste Wissenssendung für Kinder ausgestrahlt: seit 1971 erklärt Die Sendung mit der Maus auf ARD die Phänomene der Welt und 1979 bringt das ZDF mit Löwenzahn ein ähnliches Konzept auf Sendung. Heute gibt es nahezu auf jedem Sender mindestens eine Wissenssendung, die sich entweder an Erwachsene oder Kinder richtet.
Auch der Zeitschriftenmarkt konzentriert sich immer mehr auf das Konzept „Wissen“. Damit ist nicht der Wissenschaftsjournalismus gemeint, der neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in Fachzeitschriften publiziert, sondern der Populäre Wissensjournalismus, der Wissensthemen interessant, anschaulich und spannend in Zeitschriften wie GEO mit seinen verschiedenen Ablegern, National Geographic oder Wunderwelt Wissen aufbereitet. Auch immer mehr allgemeine Publikumszeitschriften oder Zeitungen veröffentlichen Ableger mit Wissensthemen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas ein, beschreibt die Wissensdurstigkeit von Kindern und verortet den Aufstieg des populären Wissensjournalismus im Bereich der Kindermedien.
2. Das Kind und seine Medien: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Kind und Kindheit, ordnet verschiedene Kindermedien (auditiv, audiovisuell, print) ein und diskutiert die Bedeutung von Medienkompetenz und journalistischer Qualität im Kinderjournalismus.
3. Der Markt der Kinderwissensmagazine: Hier erfolgt die Definition von Kinderwissensmagazinen sowie eine Marktübersicht, gefolgt von Kurzporträts der ausgewählten Magazine GEOlino, National Geographic World, Frag doch mal die Maus, Löwenzahn und Willi wills wissen.
4. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftliche Inhaltsanalyse als Forschungsmethode, legt die Auswahl der Magazine sowie den Untersuchungszeitraum fest und operationalisiert die Forschungsfragen in konkrete Kategorien.
5. Auswertung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse werden hier detailliert präsentiert, wobei Themen, Zielgruppen, Textgestaltung, Themenaufbereitung und die Rolle von Illustrationen empirisch ausgewertet werden.
6. Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen, reflektiert über die Qualität der untersuchten Magazine und bewertet deren Rolle im Kontext der Mediennutzung von Kindern.
Kinderwissensmagazine, Kindermedien, Inhaltsanalyse, Journalismus, Medienkompetenz, Wissensvermittlung, GEOlino, National Geographic World, Frag doch mal die Maus, Löwenzahn, Medienpädagogik, Populärer Wissensjournalismus, Kinderzeitschriften, Mediennutzung.
Die Arbeit untersucht den aktuellen Markt der Kinderwissensmagazine in Deutschland, führt eine Bestandsaufnahme durch und analysiert die inhaltliche Qualität ausgewählter Titel.
Die Arbeit thematisiert die Rolle von Kindermedien, die journalistische Qualität im Kinderfernsehen und -zeitschriftenwesen sowie die medienpädagogische Verantwortung gegenüber Kindern.
Das Ziel ist es, die Qualität und Ausrichtung von Kinderwissensmagazinen empirisch zu untersuchen, um die Lücke in der wissenschaftlichen Printforschung in diesem Bereich zu schließen.
Es wird eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse von redaktionellen Beiträgen in ausgewählten Kinderwissensmagazinen durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zum Medienverhalten von Kindern, die Vorstellung der Magazine mittels Porträts und die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Medienkompetenz, Kindheitsforschung, Wissensvermittlung und journalistische Standards.
Die Autorin grenzt Wissensmagazine bewusst vom Wissenschaftsjournalismus ab, da der Begriff "Wissenschaft" für Kinderinhalte zu eng gefasst wäre und Themen oft alltagsnah statt rein akademisch aufbereitet werden.
Die Magazine stellen eine Bereicherung auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt dar und weisen eine hohe Qualität auf, wenngleich noch Verbesserungspotenzial bei der Tiefe der Themenaufarbeitung und der Qualität einiger Illustrationen besteht.
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