Masterarbeit, 2023
239 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Fachdidaktischer und sozialwissenschaftlicher Rahmen
2.1 Fachwissenschaftliche Aspekte
2.1.1 Wo liegt der „Nahe Osten“?
2.1.2 Warum ist der Nahostkonflikt komplex?
2.2 Fachdidaktik Sozialwissenschaften
2.2.1 Irritationen
2.2.2 Auswahlkriterien für Unterrichtsmaterialien nach Niehoff (2016)
2.2.3 Prüffragen im Praktikumsbericht
2.2.4 Extremismus-Prävention als Teil der Politischen Bildung
2.2.5 Unterrichtsmaterialien
2.2.6 Der Nahostkonflikt in Schulbüchern
2.2.7 Der Nahostkonflikt im PGW- und Geschichtsrahmenlehrplan
2.3 Eigenes Referenzunterrichtsprojekt
2.4 Offene Fragen in der Didaktik-Forschung / Zwischenfazit
3. Untersuchungsmethode
3.1 Gewinnung von Expertise
3.2 Erläuterung des Expertenstatus
3.3 Konzeption des Leitfadens und Vorbereitung der Interviews
3.4 Verhalten im Gespräch – Lessons learned
3.5 Dokumentations- und Auswertungshinweise
3.6 Kritik der Methode
4. Forschungsergebnisse
4.1 Auswertung der Hypothesen
4.1.1 Auswertung H1
4.1.2 Auswertung H2
4.1.3 Auswertung H3
4.2 Deduktive Kategorien aus F1 und dem Leitfaden
4.2.1 Persönlicher Bezug
4.2.2 Einschätzung des Unterrichtsgegenstands
4.2.3 Perspektivität
4.2.4 Schwerpunkt
4.2.5 Didaktische Reduktion
4.2.6 Lernziele und Haltungen
4.2.7 Medien
4.2.8 Methoden, Lernwege und Dramaturgien
4.2.9 Über den Nahostkonflikt sprechen
4.3.10 Spannungen in der Lerngruppe oder im Schulalltag
4.3.11 Leistungsüberprüfungen
4.4 Unterrichtsreihen aus A7
4.5 Induktives Erfahrungswissen
4.6 Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
5. Diskussion der Forschungsergebnisse
5.1 Diskussion vor dem theoretischen Hintergrund
5.2 Diskussion vor dem methodischen Hintergrund
5.3 Fazit
5.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht die unterrichtliche Praxis zum Thema „Nahostkonflikt“ in Hamburger gymnasialen Oberstufen, um das bisher bestehende Forschungsdesiderat zu schließen und fachdidaktische Einblicke sowie Orientierungshilfen für Lehrkräfte zu generieren.
2.1.1 Wo liegt der „Nahe Osten“?
Der „Nahe Osten“ definiere keine eindeutige Festlegung eines geografischen Gebietes (vgl. el Nadi 2012). Selbst unter „westlichen“ Ländern herrsche keine Einigkeit darüber, welche Länder zum „Nahen“ oder „Mittleren Osten“ zählten (vgl. SPIEGEL Kultur o.J.). Der Begriff habe sich im Zuge des Imperialismus und der Kolonisierung des Gebiets durchgesetzt und werde trotz der Orientalismusdebatte weiterhin benutzt, da sich kein anderer Begriff im Sprachgebrauch als nützlicher erwiesen habe (vgl. Fürtig 2012, S. 5). Das könnte daran liegen, dass im Wording „Naher Osten“ eine eurozentrische, also eine mächtige Perspektive angelegt ist. In der deutschen und europäischen Öffentlichkeit und in Klassenzimmern wird häufig über den „Nahostkonflikt“ gesprochen, wobei die geographische Region nicht eindeutig definiert ist. Das führt u.a. dazu, dass historische, kulturelle, politische und religiöse Unterschiede zwischen den Ländern des „Nahen Ostens“ unter dem Label „Naher Osten“ homogenisiert werden. Der Begriff „Naher Osten“ stellt folglich eine Vereinfachung und Komplexitätsreduktion dar. Gründe hierfür könnten Ignoranz und Unkenntnis sein. Aus den vielschichtigen politischen, kulturellen und religiösen Unterschieden resultiert, dass die Menschen vor Ort sich nicht als „Menschen aus dem Nahen Osten“ bezeichnen.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Forschungsinteresse und formuliert die Forschungsfragen zur Unterrichtspraxis des Nahostkonflikts in Hamburger Oberstufen.
2. Fachdidaktischer und sozialwissenschaftlicher Rahmen: Dieses Kapitel präsentiert den Forschungsstand, relevante Theorien, den Lehrplanbezug sowie methodische Grundlagen für die Unterrichtsgestaltung.
3. Untersuchungsmethode: Die Untersuchungsmethode begründet den explorativen Ansatz und die Wahl von Experteninterviews zur Rekonstruktion unterrichtlicher Erfahrungen.
4. Forschungsergebnisse: Das vierte Kapitel wertet die Interviews induktiv und deduktiv aus und präsentiert die zentralen Erkenntnisse zu Planung, Durchführung und Reflexion der Unterrichtsreihen.
5. Diskussion der Forschungsergebnisse: Abschließend werden die Ergebnisse theoretisch reflektiert, Limitationen diskutiert sowie ein Fazit und ein Ausblick auf zukünftige Forschung gegeben.
Nahostkonflikt, Fachdidaktik, Politikunterricht, Experteninterviews, Unterrichtspraxis, Politische Bildung, Antisemitismusprävention, Multiperspektivität, Konfliktanalyse, Lehrkunstdidaktik, Schulbuchanalyse, Unterrichtsentwürfe, Politische Urteilsbildung, Unterrichtsplanung, Oberstufe.
Die Masterthesis explorativ untersucht, wie Lehrkräfte den Nahostkonflikt in Hamburger gymnasialen Oberstufen unterrichten, und archiviert die dortigen "Inszenierungstraditionen".
Die Studie fokussiert auf die didaktische Gestaltung, die Auswahl von Materialien, den Umgang mit Schülervoraussetzungen und die Auseinandersetzung mit der Komplexität des Nahostkonflikts.
Das Hauptziel ist es, das Erfahrungswissen von Lehrkräften zu sammeln, zu ordnen und die Bauformen von Unterrichtsentwürfen zum Nahostkonflikt als Orientierungshilfe zu rekonstruieren.
Es werden qualitative, teilnarrative Experteninterviews mit Lehrkräften durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.
Der Hauptteil analysiert fachdidaktische Rahmenbedingungen, die Untersuchungsmethode, präsentiert die Forschungsergebnisse und diskutiert diese kritisch vor dem theoretischen Hintergrund.
Nahostkonflikt, Politikunterricht, Fachdidaktik, Experteninterviews, Unterrichtspraxis, Politische Bildung und Antisemitismusprävention.
Er gilt aufgrund seiner enormen Komplexität, der langen historischen Dimension und der hohen Relevanz spezifischer Identitäten und Emotionen als besonders anspruchsvolles Unterrichtsthema.
Sie thematisieren konkurrierende Narrative, indem sie diese nebeneinanderlegen und die Schüler zu einem eigenen, reflektierten Umgang befähigen, anstatt einfache Lösungen zu fordern.
Die Lehrer berücksichtigen bei der Planung stark die migrantische, arabisch-palästinensische oder jüdisch-israelische Identität ihrer Schüler, da diese die Themenauswahl und den Verlauf des Unterrichts maßgeblich beeinflussen können.
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