Diplomarbeit, 2010
90 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1 Der Normalitätsbegriff - Was ist psychisch krank?
2.2 Psychopathologie
2.3 Symptom und Syndrom
2.4 Die Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM IV
3. Persönlichkeitsstörung
3.1 Allgemeine Definitionen
3.2 Spezifische Persönlichkeitsstörungen
3.2.1 Paranoide Persönlichkeitsstörung
3.2.2 Schizoide Persönlichkeitsstörung
3.2.3 Dissoziale / Antisoziale Persönlichkeitsstörung
3.2.4 Histrionische Persönlichkeitsstörung
3.2.5 Zwanghafte / Anankastische Persönlichkeitsstörung
3.2.6 Vermeidende / Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung
3.2.7 Abhängige / Dependente Persönlichkeitsstörung
3.2.8 Narzisstische Persönlichkeitsstörung
3.2.9 Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörungen
4. Grundlagen der Borderline – Persönlichkeitsstörung
4.1 Historie
4.2 Epidemiologie
4.2.1 Häufigkeit
4.2.2 Vergleich mit anderen psychischen Erkrankungen
4.3 Ursachen
4.3.1 Konstitutionelle Faktoren
4.3.1.1 Genetik
4.3.1.2 Neurologische und biochemische Fehlfunktionen
4.3.2 Umwelteinflüsse
4.3.2.1 Einfluss von Eltern und Familie
4.3.2.2 Borderline als Folge eines Traumas
4.3.3 Fazit
5. Klassifikation
5.1 Klassifikation nach Otto Kernberg
5.2 Klassifikation nach der ICD 10
5.3 Klassifikation nach dem DSM IV
5.4 Zusammenfassung
5.5 Explizite Beschreibung einzelner Kriterien
5.5.1 Identitätsstörung
5.5.2 Impulsivität
5.5.3 Impulsivität in selbstschädigenden Bereichen
5.5.3.1 Essstörungen
5.5.3.2 Substanzmittelmissbrauch
5.5.4 Selbstverletzendes Verhalten
5.5.4.1 Suizidales Verhalten
5.5.5 Zwischenmenschliche Beziehungen
5.5.5.1 Angst vor dem Alleinsein
5.5.6 Zusammenfassung
5.6 Komorbidität
6. Der Umgang mit der Erkrankung
6.1 Vom eigenen Erleben des Krankseins zur Diagnose
7. Therapien
7.1 Pharmakotherapie
7.2 Die Dialektisch-Behaviorale Therapie nach Marsha M. Linehan
7.2.1 Grundannahmen
7.2.2 Die Rolle und das Aufgabenfeld des Therapeuten
7.2.3 Behandlungskomponenten
7.2.4 Studien
7.3 Psychotherapie nach Clarkin, Yeomans, und Kernberg
7.3.1 Die psychoanalytische Sichtweise
7.3.2 Grundannahmen zur Borderline-Persönlichkeitsstruktur
7.3.3 Die Vereinbarungen zwischen dem Patienten und dem Therapeuten
7.3.4 Die Methode der Psychotherapie
7.4 Vergleich
8. Kinder und Jugendliche mit einer Borderline–Persönlichkeitsstörung
8.1 Gibt es Kinder und Jugendliche mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung?
8.2 Ein Beispiel
8.3 Ein Modell der schulischen Betreuung
9. Schlussbetrachtung
Die Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über das Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung unter besonderer Berücksichtigung der Erfahrungen in der stationären Eingliederungshilfe. Das primäre Ziel ist es, die Komplexität dieser Störung, ihre Ursachen sowie verschiedene Therapieansätze zu analysieren und dabei die Bedeutung eines ganzheitlichen Verständnisses für die Diagnostik und Behandlung herauszuarbeiten.
4.3.2.2 Borderline als Folge eines Traumas
„Unter einem Trauma wird ein einmaliges, schwerwiegendes, einschneidendes Erlebnis verstanden oder fortgesetzte Misshandlungen, sexueller Missbrauch und Gewaltanwendung. Während einer Traumatisierung verfügt die menschliche Psyche über eine Reihe von Schutzmechanismen. So wird davon ausgegangen, dass bei frühkindlicher Bedrohung Gefühle ´abgeschaltet werden, die Wahrnehmung der bedrohlichen Realität wird somit reduziert und das Schmerzhafte, Nicht-Auszuhaltende wird abgespalten, dissoziiert, einfach nicht mehr wahrgenommen und ins Unbewusste verdrängt. Das ist zunächst ein sehr wirkungsvoller Schutzmechanismus zum Überleben traumatischer Situationen.“
(Schäfer et al., 2006, S.55)
In Verbindung mit Borderline wird oft von traumatischen Kindheitserfahrungen gesprochen. In erster Linie geht es dabei um sexuellen und körperlichen Missbrauch, aber auch psychische Misshandlungen und starke Vernachlässigung werden hierbei als ein Trauma beschrieben. (Möhlenkamp, 2004, S.34 f., Schäfer et al., 2006, S. 55 f.)
In der Literatur findet man traumatische Erlebnisse in der Kindheit als eine Hauptursache für die Entwicklung einer Borderline-Störung. (Fiedler, 2001, S.250 ff., Möhlenkamp, 2004, S.34, Paris, 2000, S.159 ff.) Andere Autoren sehen es als umstritten an, dieses Trauma als zentral zu beschreiben. (Schäfer et al., 2006, S.55)
1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch praktische Erfahrungen in der psychiatrischen Eingliederungshilfe und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Borderline.
2. Begriffsklärung: Hier werden grundlegende Definitionen, psychopathologische Konzepte sowie die maßgeblichen Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV für psychische Erkrankungen erläutert.
3. Persönlichkeitsstörung: Dieses Kapitel definiert den Begriff Persönlichkeitsstörung und gibt einen detaillierten Überblick über die verschiedenen spezifischen Persönlichkeitsstörungen gemäß den klinischen Standards.
4. Grundlagen der Borderline – Persönlichkeitsstörung: Dieser Abschnitt befasst sich mit der historischen Entwicklung, der Epidemiologie sowie den genetischen, neurologischen und umweltbedingten Ursachen des Störungsbildes.
5. Klassifikation: Detaillierte Betrachtung der Borderline-Kriterien nach Kernberg, ICD-10 und DSM-IV sowie eine ausführliche Analyse einzelner Symptome wie Identitätsstörung und Impulsivität.
6. Der Umgang mit der Erkrankung: Die Autorin erörtert den Prozess der Diagnosefindung und die damit verbundenen emotionalen Reaktionen sowie die Bedeutung der Akzeptanz für Betroffene.
7. Therapien: Vergleich und Analyse von Pharmakotherapie, Dialektisch-Behavioraler Therapie (DBT) nach Linehan sowie psychodynamischen Verfahren nach Clarkin, Yeomans und Kernberg.
8. Kinder und Jugendliche mit einer Borderline–Persönlichkeitsstörung: Untersuchung der Möglichkeiten einer Diagnosestellung bei Kindern und Jugendlichen sowie Darstellung von Modellen der schulischen Betreuung.
9. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit der Autorin, das die Komplexität des Krankheitsbildes betont und die Notwendigkeit einer individuellen, ganzheitlichen Betrachtung hervorhebt.
Borderline-Persönlichkeitsstörung, Identitätsstörung, Impulsivität, Selbstverletzendes Verhalten, Kindheitstrauma, Psychotherapie, Dialektisch-Behaviorale Therapie, ICD-10, DSM-IV, Psychopathologie, Komorbidität, Suchterkrankung, Suizidalität, Bindungstheorie, Psychiatrische Eingliederungshilfe.
Die Diplomarbeit thematisiert das Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung, analysiert deren Entstehung und Symptomatik und vergleicht verschiedene therapeutische Interventionsmöglichkeiten.
Zentrale Schwerpunkte liegen auf den Ursachen (konstitutionelle Faktoren und Umwelteinflüsse), der Klassifikation (nach ICD-10, DSM-IV und Kernberg) sowie dem Umgang mit Symptomen wie Impulsivität und Selbstverletzung.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Komplexität der Borderline-Erkrankung zu schaffen und basierend auf praktischen Erfahrungen in einer psychiatrischen Einrichtung Therapieansätze kritisch zu beleuchten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und diese durch Fallbeispiele und Beobachtungen aus der psychiatrischen Praxis illustriert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Krankheitsbildes, eine detaillierte Auseinandersetzung mit diagnostischen Kriterien sowie eine vergleichende Analyse klinischer Therapiemethoden wie DBT und Psychoanalyse.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Borderline-Symptomatik, Affektive Instabilität, Traumafolgestörung, Therapiekonzepte und Psychodynamik geprägt.
Während die DBT nach Linehan primär auf das Training von Fertigkeiten zur Spannungsregulierung und Verhaltensänderung abzielt, konzentriert sich die Psychotherapie nach Clarkin/Kernberg stärker auf die Analyse und Bearbeitung der zugrunde liegenden gestörten Objektbeziehungen.
Viele Autoren lehnen die Diagnose bei Minderjährigen ab, da die Persönlichkeitsentwicklung noch nicht abgeschlossen ist und symptomatische Auffälligkeiten häufig eher als entwicklungsbedingte Verhaltensauffälligkeiten denn als Persönlichkeitsstörung zu werten sind.
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