Bachelorarbeit, 2024
101 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Persönlicher Bezug und aktueller Bezug
1.2 Erkenntnisinteresse und Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Definition und Begriffsfassung: Schulabsentismus unter handlungsleitendem Aspekt
2.2 Gesetzliche Grundlagen zur Schulpflicht und zum Schulbesuch
2.2.1 Schulgesetz für Baden-Württemberg
2.2.2 Schulbesuchsverordnung
2.2.3 Gemeinsame Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums und des Innenministeriums zur Durchsetzung der Schulpflicht
2.3 Handlungsleitfaden bei Schulabsentismus
2.3.1 Gesprächsimpulse für Gespräche mit Schüler*innen
2.3.2 Gesprächsimpulse für Elterngespräche
2.3.3 Rückkehr in die Schule – Begleitung des Prozesses mit kreativen Lösungsmöglichkeiten
2.3.4 Angebote und Aufgaben des Schulsystems
2.4 Stand der Forschung: Studien und Datenlage zu Schulabsentismus
2.4.1 Internationale Studien zu Schulabsentismus
2.4.2 Studien in Deutschland zu Schulabsentismus
2.4.3 Schlussfolgerungen aus den Studien in Deutschland zu Schulabsentismus
2.4.4 Schulabsentismus an beruflichen Schulen
3. Empirischer Teil
3.1 Methodische Vorüberlegungen
3.2 Beschreibung des Datenerhebungsinstruments
3.3 Hintergrund der Befragten
3.3.1 Hintergrund der Schulsozialarbeiterin
3.3.2 Hintergrund der Beratungslehrkraft
3.3.3 Hintergrund der Schulleitung
3.4 Durchführung der Befragungen
3.5 Darstellung der Ergebnisse der Expert*innen-Befragung
3.6 Interpretation der Ergebnisse der Expert*innen-Befragung
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Prävention von Schulabsentismus an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg durch Experteninterviews mit einer Schulsozialarbeiterin, einer Beratungslehrkraft und einer Schulleitung, um effektive Handlungsstrategien zur Förderung des regelmäßigen Schulbesuchs zu identifizieren.
2.1 Definition und Begriffsfassung: Schulabsentismus unter handlungsleitendem Aspekt
Die meisten Lehrer*innen dürften Schulabsentismus als Fernbleiben von Schüler*innen ohne Berechtigung oder triftige Begründung, sprich Entschuldigung umschreiben. Verbunden ist dieses „Schwänzen“ mit mangelnder Mitarbeit bis hin zur Leistungsverweigerung und aktivem Stören verbunden. Die dabei gezeigten Verhaltensweisen lassen auf eine Beziehungsstörung, eine Nicht-Passung der Schüler*innen zur Schule und umgekehrt schließen (vgl. Rademacker 2008, S. 232). Diese Schulpflichtverletzungen und gehäuften Versäumnisse stellen eine Ordnungswidrigkeit dar (siehe Kapitel 2.2). Problematisch zeigt sich, dass die Auswirkungen auf die schulabsenten Kinder und Jugendlichen sich nicht auf die Schule beschränken, zum Beispiel durch geringeren Lernfortschritt, schlechtere Zensuren, Nichterreichen von Klassenzielen, o.ä., sondern nachgelagerte Folgen bewirken. Beispielsweise durch Reduktion von Zukunftschancen wie Schul- oder Bildungsabschlüsse und fehlenden beruflichen Perspektiven mit einhergehenden finanziellen und sozialen Problemen.
Schulabsentismus präsentiert sich in diesem Zusammenhang als vielschichtiges Phänomen, wobei der Begriff verschiedene Ursachen und Erscheinungsformen zusammenfasst. In der Fachliteratur existieren zahlreiche Ansätze, um diese Varianten von schulabsentem Verhalten zu definieren und zu beschreiben. Eine allgemeingültige Definition gibt es jedoch nicht. Allen Ansätzen ist gemeinsam, dass Schulabsentismus durch verschiedene Muster unerlaubter Schulversäumnisse gekennzeichnet ist. Die Gründe dafür sind meist ebenso vielfältig wie komplex und ihre Entstehung ist im sozialen und soziokulturellen Umfeld verankert. Als Folge ergeben sich Risiken für die persönliche Entwicklung, die Bildungs- und Berufschancen sowie Schwierigkeiten bei der gesellschaftlichen Integration (vgl. Ricking / Hagen 2016, S. 18).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das fundamentale Recht auf Bildung ein und problematisiert den Schulabsentismus als Hindernis für den Bildungserfolg und die berufliche Zukunft junger Menschen.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Hier werden Definitionen von Schulabsentismus, die rechtlichen Grundlagen der Schulpflicht, pädagogische Handlungsleitfäden sowie der aktuelle Forschungsstand zu Studien und Datenlage in Deutschland und speziell an beruflichen Schulen erörtert.
3. Empirischer Teil: Der empirische Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung mittels Experteninterviews und wertet diese zur Beantwortung der Forschungsfrage aus.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und betont die Notwendigkeit multiprofessioneller Kooperationen sowie einer frühzeitigen, auf Prävention ausgerichteten Haltung im Schulalltag.
Schulabsentismus, Schulverweigerung, Schulpflicht, Prävention, Intervention, Schulsozialarbeit, Beratungslehrkraft, Schulleitung, Berufliche Schulen, Bildungsabschluss, Lernatmosphäre, Sozialraum Schule, Corona-Pandemie, Bildungsbiografie, Schulerfolg
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Schulabsentismus und sucht nach wirksamen Möglichkeiten der Prävention, insbesondere an gewerblich-technischen Berufsschulen.
Zentrale Themen sind die Ursachenforschung bei Schulabsentismus, die Bedeutung einer vertrauensvollen Schulkultur, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Kooperation verschiedener Akteure innerhalb und außerhalb der Schule.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten der Prävention und Intervention bei Schulabsentismus zu erforschen und konkrete Handlungsansätze für Akteure an beruflichen Schulen aufzuzeigen.
Die Autorin führte eine qualitative Untersuchung durch, basierend auf themenzentrierten, leitfadengestützten, narrativ-erzählerischen Experteninterviews mit einer Schulsozialarbeiterin, einer Beratungslehrkraft und einer Schulleitung.
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte (Begriffsdefinitionen, rechtliche Grundlagen, Handlungsleitfäden) mit den empirischen Ergebnissen aus den Experteninterviews verknüpft, um Ursachen, Auswirkungen und Interventionsmöglichkeiten zu analysieren.
Schulabsentismus, Prävention, Intervention, Schulsozialarbeit, berufliche Schulen und Bildungsbiografie sind die zentralen Begriffe.
Berufliche Schulen bilden den Übergang in das Erwerbsleben und sind durch eine hohe Altersdiversität sowie spezifische Anforderungen der dualen Ausbildung gekennzeichnet, was den Umgang mit Absentismus komplex macht.
Die Experten berichten von einer allgemeinen Zunahme an Antriebslosigkeit und einer Erschwerung des Kontakts zu Schülerinnen und Schülern durch den Distanzunterricht, was als Treiber für schuldistantes Verhalten wahrgenommen wurde.
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