Masterarbeit, 2018
106 Seiten
1. Social Media in der Unternehmenskommunikation
2. Forschungsstand
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Unternehmenskommunikation
3.1.1 Begriffsbestimmung
3.1.2 Aufgabenfelder und Funktion
3.1.3 Social Media Einsatz
3.2 L'Oréal Paris DE Group
3.3 Twitter
3.3.1 Historie
3.3.2 Kommunizieren über Twitter
4. Linguistische Grundlagen
4.1 Medium
4.2 Kommunikationsformen
4.3 Kommunikative Gattungen
4.3.1 Die Struktur kommunikativer Gattungen
4.4 Kommunikationsformen vs. kommunikative Gattungen
4.5 Textlinguistische Grundlagen: Textthema und Textfunktion
5. Datenmaterial und methodische Vorgehensweise
5.1 Das Korpus
5.2 Untersuchungsmodell
6. Kommunikative Gattungsanalyse der Unternehmenskommunikation über Twitter
6.1 Außenstruktur
6.1.1 Der Einsatz von Twitter in der Unternehmenskommunikation
6.1.2 Kommunikationsteilnehmer
6.1.3 Die Gestaltung des Twitter-Accounts
6.1.4 Das Medium
6.2 Binnenstruktur
6.2.1 Textfunktion
6.2.2 Textthema
6.2.3 Textrealisierung
6.2.3.1 Text-Bild-Kommunikate
6.2.3.2 Text-Video-Kommunikate: Tutorials
6.2.4 Syntaktische, lexiko-semantische und stilistische Besonderheiten
6.2.4.1 Sprachregister: Standardsprache
6.2.4.1.1 Merkmale der konzeptionellen Mündlichkeit
6.2.4.1.1.1 Soziales Verhältnis der Teilnehmer: Vertrautheit
6.2.4.1.1.2 Spontanität und freie Themenentwicklung
6.2.4.1.1.3 Para- und nonverbale Ausdrucksmittel: Emojis
6.2.4.2 Syntaktische Reduktion: Ellipsen
6.2.4.3 Imperativsätze
6.2.4.4 Fragesätze
6.2.4.5 Das Hashtag
6.3 Situative Realisierungsebene
6.3.1 Dialogizität
6.3.2 Die Rahmung des kommunikativen Vorgangs: Einstieg von Tweets
6.3.3 Teilnehmerstatus
7. Schlussfolgerungen
8. Ausblick
Die Arbeit untersucht die Unternehmenskommunikation über den Kurznachrichtendienst Twitter am Beispiel von L'Oréal Paris Deutschland aus linguistischer Perspektive. Ziel ist es, unter Anwendung des Konzepts der kommunikativen Gattung, verfestigte sprachliche und strukturelle Merkmale dieser Kommunikation zu identifizieren und als konstitutiv für eine eigene kommunikative Gattung zu bestimmen.
6.2.3.1 Text-Bild-Kommunikate
Wie wichtig die Einbeziehung der Bilder in der Twitter-Kommunikation ist, wird durch die Tatsache gestützt, dass 85% (n=340) der untersuchten Tweets eine Text-Bild-Kombination aufweisen und demnach als Kommunikat klassifiziert werden müssen. Vor allem im Bereich der hier untersuchten kommunikativen Gattung spielen Bilder eine essentielle Rolle. Informative und emotionale Bilder können das Verhalten nachweislich beeinflussen, was besonders im Bereich der Werbekommunikation strategisch eingesetzt wird (vgl. im Folgenden Riel-Kroeber 1996: Vorwort). Die Wirkung von Sprache und Bildern unterscheidet sich grundlegend: In der Zeit, in der Bilder mittlerer Komplexität aufgenommen und verarbeitet werden können, lassen sich nur sieben bis zehn Wörter vermitteln. Bilder können deutlich schneller und mit geringerem gedanklichen Aufwand verarbeitet werden und eignen sich demnach dazu, den Empfänger mit geringer Beteiligung zu erreichen.
Aufgrund der Zeichenbeschränkung auf Twitter können Bilder dazu dienen, zusätzliche Informationen zu transportieren oder den sprachlichen Inhalt zu unterstützen. Im Gegensatz zu Sprache können Bilder besser erinnert werden. Dadurch sind sie in der Lage, das menschliche Verhalten zu beeinflussen. Bildmotive, die den Empfänger auf einer persönlichen Ebene ansprechen, motivieren den Empfänger zusätzlich, sich mit dem Inhalt zu beschäftigen, und verstärken somit die Einprägsamkeit (vgl. Riel-Kroeber 1996: 77f.). In ihrer Kombination gehen Sprache und Bilder eine Arbeitsteilung der kommunikativen Funktion ein, indem die Stärken des einen semiotischen Systems die Schwächen des anderen semiotischen Systems ausgleichen und umgekehrt (vgl. Stöckl 2010: 48).
1. Social Media in der Unternehmenskommunikation: Einführung in die Relevanz digitaler Medien und die damit einhergehende Entstehung neuer Kommunikationsformen im Unternehmenskontext.
2. Forschungsstand: Überblick über bisherige linguistische Untersuchungen zur computervermittelten Kommunikation und speziell zu Twitter.
3. Theoretische Grundlagen: Definition zentraler Begriffe der Unternehmenskommunikation, Vorstellung des Unternehmens L'Oréal Paris DE sowie Einführung in die Funktionsweise von Twitter.
4. Linguistische Grundlagen: Theoretische Rahmung durch Konzepte wie Medium, Kommunikationsformen, kommunikative Gattungen sowie Textthema und Textfunktion.
5. Datenmaterial und methodische Vorgehensweise: Beschreibung des Korpus aus 400 Tweets und des methodischen Ansatzes zur Analyse der Gattungsmerkmale.
6. Kommunikative Gattungsanalyse der Unternehmenskommunikation über Twitter: Detaillierte Analyse der Tweets hinsichtlich Außen-, Binnenstruktur und situativer Realisierungsebene.
7. Schlussfolgerungen: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Bestätigung der Hypothese, dass die untersuchte Unternehmenskommunikation als kommunikative Gattung fungiert.
8. Ausblick: Vorschläge für weiterführende kontrastive Analysen und Vergleiche verschiedener Social-Media-Kanäle.
Twitter, Unternehmenskommunikation, L'Oréal Paris, Kommunikative Gattung, Textlinguistik, Multimodalität, Textfunktion, Soziale Medien, Sprachregister, Dialogizität, Konzeptionelle Mündlichkeit, Emojis, Hashtags, Kundenbindung, Marketingkommunikation
Die Masterarbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung der Unternehmenskommunikation auf Twitter. Dabei wird analysiert, wie ein Unternehmen wie L'Oréal Paris DE das Medium nutzt, um mit seinen Stakeholdern zu interagieren.
Die Arbeit behandelt die medienlinguistischen Aspekte von Mikroblogs, die Konzepte der Unternehmenskommunikation und die textlinguistische Analyse von Tweets unter besonderer Berücksichtigung multimodaler Elemente wie Bildern und Videos.
Das Hauptziel ist es, auf Basis des Konzepts der kommunikativen Gattung nach Luckmann zu prüfen, ob die Unternehmenskommunikation auf Twitter verfestigte, wiederkehrende sprachliche und strukturelle Merkmale aufweist, die eine Klassifizierung als eigenständige kommunikative Gattung rechtfertigen.
Die Autorin verwendet einen korpusbasierten, quantitativ-qualitativen Ansatz. Grundlage ist ein selbst erstelltes Korpus von 400 Tweets von L'Oréal Paris DE, die anhand von Kategorien wie Außenstruktur, Binnenstruktur und situativer Realisierungsebene linguistisch analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Definitionen und Begriffsabgrenzungen), die methodische Beschreibung des Korpus sowie die detaillierte Analyse der Tweets, inklusive einer Untersuchung der Textfunktion, der Textrealisierung durch Multimodalität und syntaktischer Besonderheiten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere: Twitter, Unternehmenskommunikation, Kommunikative Gattung, Multimodalität, Textfunktion sowie Begriffe aus der linguistischen Beschreibung wie Konzeptionelle Mündlichkeit, Dialogizität und Ellipsen.
Die Analyse zeigt, dass die Kontaktfunktion mit etwa der Hälfte der Tweets die dominierende Funktion ist. Dies unterstreicht das strategische Ziel des Unternehmens, nicht primär werblich aufzutreten, sondern eine persönliche, dialogische Beziehung zu den Followern aufzubauen.
Emojis werden als Kompensationsstrategie für nonverbale Ausdrucksmittel in der schriftlichen Kommunikation eingesetzt, um Vertrautheit und Emotionen zu vermitteln. Hashtags dienen sowohl der Kategorisierung von Inhalten als auch als gruppenbildendes Element zur Stärkung der Community-Identität.
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