Examensarbeit, 2008
135 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
THEORETISCHER TEIL
2 Mythen der Hochbegabung
3 Hochbegabung (Begriffsbestimmung)
3.1 Intelligenz
3.2 Identifikation
3.3 Hinweisende Verhaltensmerkmale
4 Begabungsförderung in der Schule
5 Bedeutung des Selbstwertgefühls und der sozialen Kompetenz
6 Bedeutung der Grundschule und ihre Möglichkeiten
6.1 Akzeleration und Enrichment
6.2 Integrative Förderung
6.3 Förderschwerpunkte in der Konzeption an der „Grundschule am See“
7 Geschlechtsdifferenzierter Ansatz
7.1 Erklärungsansätze
7.2 Spezielle Fördermöglichkeiten für Mädchen
8 Ausblick auf die Bedeutung meines Lehramts für Haupt- und Realschulen
EMPIRISCHER TEIL
9 Querschnittstudie
9.1 Untersuchungspopulation
9.2 Methodisches Vorgehen und Durchführung
9.3 Querschnitt
9.3.1 Untersuchungsfragen und Hypothesen
9.3.2 Darstellung der Ergebnisse
9.3.3 Zusammenfassende Interpretation und Bewertung der Ergebnisse
10 Längsschnittstudie
10.1 Untersuchungspopulation
10.2 Methodische Vorgehensweisen und Durchführungen
10.3 Längsschnitt
10.3.1 Untersuchungsfragen und Hypothesen
10.3.2 Darstellung der Ergebnisse
10.3.3 Zusammenfassende Interpretation und Bewertung der Ergebnisse
11 Beobachtungen
11.1 Förderschwerpunkte an der „Grundschule am See“
11.2 Geschlechtsdifferenzierung an der „Grundschule am See“
12 Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen einer speziellen Förderung auf hochbegabte Grundschüler von der 1. bis zur 4. Klasse an einer integrativen Schule. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob der durchgeführte Schulversuch erfolgreich war und inwieweit die Förderung kognitive, soziale und motivationale Bereiche positiv beeinflusst hat.
2 Mythen der Hochbegabung
Hochbegabte Kinder haben uns seit jeher fasziniert, weil man sie einerseits bewundert, andererseits aber auch beneidet. Oftmals werden sie von der Gesellschaft als Spinner, Freaks oder Exoten bezeichnet, von Mitschülern als Streber gehänselt und abgelehnt. Aufgabe der Schulen sollte es sein, diese Vorurteile abzubauen und diese Kinder sozial einzugliedern. Doch leider weigern sich noch viele Schulen und Lehrer, ihren Unterricht auch für die sogenannten „Extremfälle“ umzustrukturieren und verlangen, dass sich diese Schüler dem Lehrplan anpassen.
Dieses Kapitel soll dazu dienen, einige der sich hartnäckig haltenden Mythen und falschen Vorstellungen über Hochbegabung aufzuzeigen.
Für die meisten Hochbegabten treffen die drei Merkmale zu, dass sie frühreif, also frühentwickelt, sind, „sich konsequent an ihr eigenes Drehbuch“ (Winner, 2007, S.5) halten und über eine „wütende Wissbegierde“ (Winner, 2007, S.6) verfügen. Jedoch möchte ich im Folgenden die neun bedeutendsten Mythen nach Ellen Winner vorstellen und widerlegen (Winner, 2007).
Der erste Mythos ist die universelle Begabung. Viele nehmen an, dass hochbegabte Kinder in jedem Bereich begabt sind, weil sie eine allgemeine Verstandeskraft besitzen. Diese Annahme ist falsch, denn nur in den seltensten Fällen sind sie universell hochbegabt. Meistens interessieren sie sich nur für einen Bereich und ausschließlich dem widmen sie sich dann auch mit Begeisterung und Leidenschaft.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt den Schulversuch der „Grundschule am See“ vor und definiert das Ziel der Arbeit, die Effektivität der integrativen Förderung zu evaluieren.
2 Mythen der Hochbegabung: Dieses Kapitel widerlegt gängige Vorurteile über Hochbegabung und klärt auf über die tatsächlichen Merkmale wie Wissbegierde und Bereichsspezifität.
3 Hochbegabung (Begriffsbestimmung): Es erfolgt eine wissenschaftliche Begriffsbestimmung unter Berücksichtigung von Intelligenz, Identifikationsmethoden und Verhaltensmerkmalen.
4 Begabungsförderung in der Schule: Das Kapitel thematisiert die Notwendigkeit der Förderung von Begabten und setzt sich kritisch mit dem Gleichheitsideal in deutschen Schulen auseinander.
5 Bedeutung des Selbstwertgefühls und der sozialen Kompetenz: Es wird die fundamentale Rolle von Anerkennung und sozialem Umfeld für die psychische Stabilität und Lernmotivation von Hochbegabten erörtert.
6 Bedeutung der Grundschule und ihre Möglichkeiten: Dieser Abschnitt beschreibt spezifische pädagogische Interventionsmöglichkeiten wie Akzeleration, Enrichment und das Cluster-Grouping.
7 Geschlechtsdifferenzierter Ansatz: Hier werden die Gründe für die oft geringere Identifikationsrate von hochbegabten Mädchen beleuchtet und gezielte Förderstrategien diskutiert.
8 Ausblick auf die Bedeutung meines Lehramts für Haupt- und Realschulen: Die Autorin reflektiert die Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse auf ihre zukünftige Tätigkeit an weiterführenden Schulformen.
9 Querschnittstudie: Die Studie liefert eine Momentaufnahme der kognitiven Fähigkeiten, Motivation und Sozialkompetenz der Viertklässler im Schuljahr 2007/2008.
10 Längsschnittstudie: Dieser Abschnitt analysiert die Entwicklung der Kinder über den gesamten Zeitraum von der ersten bis zur vierten Klasse mittels vier Messzeitpunkten.
11 Beobachtungen: Die Autorin ergänzt ihre empirischen Daten durch qualitative Eindrücke, die sie während ihrer Hospitationen an der „Grundschule am See“ gesammelt hat.
12 Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und Empfehlungen zur Optimierung der Förderkonzepte.
Hochbegabung, Grundschule, Begabungsförderung, Integrative Klasse, Akzeleration, Enrichment, Sozialkompetenz, Leistungsmotivation, Schulleistung, Differenzierung, Identifikation, Längsschnittstudie, Querschnittstudie, Geschlechtsdifferenzierung, Underachiever
Die Arbeit untersucht die Effektivität eines speziellen Förderprogramms für hochbegabte Kinder an einer Grundschule in Neubrandenburg über einen Zeitraum von vier Jahren.
Neben der Begriffsbestimmung von Hochbegabung stehen die kognitive Entwicklung, die Leistungsmotivation und die soziale Kompetenz der Schüler im Fokus.
Das Ziel ist zu ermitteln, wie sich die gezielte Förderung auf die Entwicklung hochbegabter Schüler ausgewirkt hat und ob der durchgeführte Schulversuch als erfolgreich zu bewerten ist.
Es werden quantitative Messinstrumente (KFT, LM-P, SK-P) im Rahmen einer Querschnitt- und Längsschnittuntersuchung verwendet, ergänzt durch qualitative Beobachtungen der Autorin.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfangreichen theoretischen Rahmen zur Hochbegabung und einen empirischen Teil, der die Daten der vierten Klassen auswertet und im zeitlichen Verlauf interpretiert.
Wichtige Schlagworte sind Hochbegabung, Grundschule, Begabungsförderung, integrative Förderung, Lernmotivation, Sozialkompetenz und empirische Bildungsforschung.
Die Arbeit beleuchtet kritisch, warum hochbegabte Mädchen seltener identifiziert werden und welche geschlechtsspezifischen sozialen Barrieren ihre Förderung behindern können.
Sie empfiehlt eine verstärkte Individualisierung, häufigere Teilleistungsstunden in homogenen Gruppen und eine stärkere Einbindung der Eltern, um das Begabungspotenzial besser zu nutzen.
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