Diplomarbeit, 2003
69 Seiten, Note: 1
I.EINLEITUNG
1. DER STAND DER BEITRITTSVERHANDLUNGEN
2. ÜBERGANGSFRIST BEI DER ARBEITSNEHMERFREIZÜGIGKEIT
II.THEORETISCHE ANSÄTZE ZUR ERKLÄRUNG VON MIGRATION
1. KLASSISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE IN DER MIGRATIONSFORSCHUNG
1.1.Makroökonomische Ansätze
1.2.Neoklassische Mikroökonomische Theorien
2. DIE NEUE MIGRATIONSÖKONOMIE
2.1. Neuere Ansätze in der Migrationsforschung
2.1.1.Transnationale Migration
2.1.2. Migrationssysteme
2.1.3. Soziale Netzwerke
2.1.4. Soziales Kapital
3. ZUSAMMENFASSUNG DER THEORIEN, ALLGEMEIN BEEINFLUSSENDE FAKTOREN DER MIGRATION
III. ERGEBNISSE INTERNATIONALER ERHEBUNGEN IM THEMA MÖGLICHE MIGRATION NACH DER EU- ERWEITERUNG
1. QUANTITATIVE ÖKONOMETRISCHE BERECHNUNGEN
2. BEFRAGUNGEN
IV. MIGRATIONSPOTENTIAL IN UNGARN 1993 - 2002
1. DIE QUELLEN
1.1 Das Ungarische Haushaltspanel
1.2. Mehrthemenbefragungen des TARKI Institutes
1.2.1. Die CEORG Erhebungen in den Jahren 2000 und 2001
1.2.2. Erhebung des TARKI Institutes im Jahre 2002
2. ERGEBNISSE DER ERHEBUNGEN
2.1. Ergebnisse des HHPs
2.1.1. Migrationspotential in Ungarn in den Jahren 1993, 1994 und 1997
2.1.2. Die relevante Bevölkerung
2.1.3. Charakteristika möglicher Migranten
2.1.3.1. Alter
2.1.3.2. Geschlecht
2.1.3.3. Qualifikation
2.1.3.4. Berufstätigkeit, wirtschaftliche Aktivität
2.1.3.5. Gesellschaftliche Züge
2.1.3.6. Das Migrationsnetzwerk
2.1.3.7. Andere migrationsbeeinflussende Faktoren
2.1.4. Mögliche Zielländer
2.1.5. Zusammenhang zwischen der Richtung des Migrationnetzwerkes und der Auswahl des möglichen Ziellandes
2.2. Ergebnisse des TARKI Institutes bezüglich Ungarn
2.2.1. Migrationspotential in Ungarn in den Jahren 2000, 2001 und 2002
2.2.2. Perspektiven des Dableibens
2.2.3. Strukturmerkmale möglicher Migranten
2.2.4. Mögliche Zielländer
3. GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE IN DEN ERHEBUNGEN
3.1. Die Fragestellung und die Antwortmöglichkeiten
3.1.1. Bei dem Haushaltspanel
3.1.2. Bei den TARKI – Erhebungen
3.2. Kategorien der Migrationsdauer
3.3. Die Altersuntergrenze
3.4. Vergleich der Ergebnisse
3.4.1. Das Migrationspotential
3.4.2. Charakteristika potentieller Migranten
3.4.3. Mögliche Zielländer
4. VERGLEICH DES MIGRATIONSPOTENTIALS IN UNGARN MIT DEM MIGRATIONSPOTENTIAL IN TSCHECHIEN UND POLEN
4.1. Interesse an Arbeitsmigration
4.2. Dauer des möglichen Aufenthaltes
4.3. Mögliche Zielländer
V. WEITERE FAKTOREN, DIE DAS MIGRATIONSPOTENTIAL BEI BEFRAGUNGEN BEEINFLUSSEN – AM BEISPIEL VON DER ERHEBUNG VON FASSMANN
5.1. Die Fragestellung
5.2. Aktivitäten hinsichtlich der Migration
5.3. Mögliche Zielländer
5.4. Transformierung des Bestandes in einer „Flow-Aussage“
5.5. Fassmanns Erhebung
VI. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht das Migrationspotential der ungarischen Bevölkerung im Kontext der EU-Osterweiterung. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Quantifizierung der Abwanderungsbereitschaft unter Berücksichtigung sozio-ökonomischer Merkmale und theoretischer Erklärungsansätze für Migrationsprozesse.
2.1.3.6. Das Migrationsnetzwerk
Das Migrationsnetzwerk besteht aus Elementen des Kontaktsystems. Die Elemente sind die Personen und die Kontakte der möglichen Migranten, welche einen Einfluss auf ihr Migrationsverhalten haben. Das Netz bedeutet die „Dichte“ der Bekannten, Freunde und Verwandten, die schon im Ausland arbeiten oder eine Arbeitaufnahme im Ausland planen.
Kontakte im Ausland und intensive Migrationserfahrungen unter einheimischen Bekannten der möglichen Migranten erhöhen das Migrationspotential. Mögliche Migranten haben mehr Kontakte im Ausland als der durchschnittliche ungarische Einwohner. Ihre Verwandten, Bekannten und Freunde neigen auch zur Migration. Diejenigen, die sich als abwanderungsbereit deklarierten, waren auch öfter im Ausland als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.
Verwandte im Ausland zu haben, bedeutet für mögliche Migranten eine größere Anziehungskraft, als Freunde im Ausland zu haben. Verwandtschaftliche Kontakte stellen eine bessere soziale Sicherheit als Freundschaften dar. Von den zwei Faktoren „Bekannte zu haben, die im Ausland arbeiten wollen“ und „Bekannten zu haben, die bereits im Ausland arbeiten“ hatte der zweite Faktor eine größere Wirkung auf das Migrationspotential. Bekannte zu haben, die schon ins Ausland gegangen sind bedeuten für die Mobilitätsbereiten nicht nur Pläne, sondern ein Beispiel von verwirklichten „Träume“, und konkrete Informationen.
Ausländische Erfahrungen, - auch als Tourist - erhöhen das Migrationspotential. Solche Erfahrungen haben einen positiven Einfluss auf das Selbstbewusstsein und das Sprachwissen des Individuums. Ein Auslandsaufenthalt für kurze oder lange Zeit ist eine gute Möglichkeit für die Informationssammlung und die Vorbereitung der Migration. Je besser mögliche Migranten das Zielland kennen und desto mehr positive Erfahrungen sie über das Zielland haben, umso leichter werden sie den Herkunftsstaat verlassen.
I.EINLEITUNG: Einleitung in das Thema der EU-Erweiterung, der Migrationsproblematik und die Vorstellung der Datenquellen.
II.THEORETISCHE ANSÄTZE ZUR ERKLÄRUNG VON MIGRATION: Darlegung klassischer und neuerer Migrationstheorien sowie Faktoren, die Migrationsentscheidungen beeinflussen.
III. ERGEBNISSE INTERNATIONALER ERHEBUNGEN IM THEMA MÖGLICHE MIGRATION NACH DER EU- ERWEITERUNG: Überblick über internationale Studien, quantitative Schätzungen und die Bedeutung von Befragungen.
IV. MIGRATIONSPOTENTIAL IN UNGARN 1993 - 2002: Detaillierte Analyse des ungarischen Migrationspotentials basierend auf dem Ungarischen Haushaltspanel und TARKI-Erhebungen.
V. WEITERE FAKTOREN, DIE DAS MIGRATIONSPOTENTIAL BEI BEFRAGUNGEN BEEINFLUSSEN – AM BEISPIEL VON DER ERHEBUNG VON FASSMANN: Diskussion methodischer Faktoren, die bei Befragungen berücksichtigt werden müssen, um das tatsächliche Migrationspotential zu schätzen.
VI. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen zur Schätzbarkeit von Migrationspotentialen.
EU-Osterweiterung, Arbeitsmigration, Migrationspotential, Ungarn, Haushaltspanel, TARKI, Migrationsnetzwerk, Push-Pull-Faktoren, Transnationale Migration, Mobilität, Fachkräfteabwanderung, Soziales Kapital, Beitrittsverhandlungen, Europa, Arbeitsmarkt.
Die Arbeit analysiert das Migrationspotential ungarischer Arbeitskräfte im Kontext der EU-Erweiterung zwischen 1993 und 2002.
Die zentralen Themen sind theoretische Erklärungen für Migration, der Vergleich von Umfragedaten zur Migrationsbereitschaft und die Untersuchung soziodemographischer Faktoren.
Das Ziel ist es, das tatsächliche Ausmaß der geplanten Arbeitsmigration aus Ungarn zu schätzen und die Einflussfaktoren wie Alter, Bildung und soziale Netzwerke zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse empirischer Daten aus dem Ungarischen Haushaltspanel (HHP) und den Mehrthemenbefragungen des TARKI-Instituts.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die Ergebnisse der Umfragen detailliert gegenübergestellt, Unterschiede in den Migrationsdauern diskutiert und ein Vergleich mit Polen und Tschechien gezogen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere EU-Osterweiterung, Migrationspotential, Arbeitsmarkt, Migrationsnetzwerke und die sozioökonomische Struktur potentieller Migranten.
Das Netzwerk liefert nicht nur Informationen über Jobs und Wohnraum, sondern reduziert durch vorhandene Kontakte die wahrgenommenen Risiken und Kosten einer Migration.
Die "kleine Armut" (relativer Mangel) hindert oft an der Migration, da die Mittel für die Vorbereitung fehlen; "große Armut" kann hingegen den Migrationsdruck erhöhen, da die Betroffenen in der Heimat kaum Perspektiven sehen.
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