Examensarbeit, 2010
62 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Begründung der Themenwahl
3. Theoretische Vorüberlegungen
3.1 Definition Sexualerziehung
3.2 Verantwortliche Instanzen
4. Umwelt als Einflussfaktor im Zusammenhang mit Sexualerziehung
4.1 Definition „Umwelt“
4.2 Familie
4.3 Peers/ Freunde
4.4 Bildschirmmedien
4.4.1 Fernsehen
4.4.2 Internet
4.5 Zeitschriften/ Magazine
5. Wirken von Massenmedien im Schulalltag
5.1 Auswirkungen
5.2 Verbesserungen
6. Voraussetzungen
6.1 Rahmenplan Sexualerziehung
6.2 Institutionelle Ausgangsbedingungen
6.3 Häusliche Situation
7. Didaktische Überlegungen
7.1 Bedeutung für die Schüler
7.2 Bedeutung für das Fach
7.3 Bedeutung für die Gesellschaft
8. Didaktisch-methodische Überlegungen
8.1 Herangehensweise
8.2 Zusammenarbeit mit dem Elternhaus
8.3 Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen
8.4 Exemplarisches Material
9. Lern- und Leitziele der Sexualerziehung
10. Schlussbetrachtung und Ausblick
Diese Examensarbeit befasst sich mit der Notwendigkeit einer zeitgemäßen Sexualerziehung in der Grundschule, unter Berücksichtigung der vielfältigen medialen und sozialen Einflussfaktoren, denen Kinder heute ausgesetzt sind. Ziel ist es, ein Verständnis für eine positive Sexualaufklärung zu schaffen, die Lehrkräfte befähigt, Kinder kompetent und sicher durch diese Thematik zu begleiten.
1. Einleitung
‚Der Lehrer hat den Kindern in der Schule als Aufsatzthema gegeben: „Die Herkunft meiner Familie“. Zu Hause fragt Lissy ihren Vater: „Papa, wo bin ich hergekommen?“ Der Vater überlegt nicht lange: „Dich hat der Storch gebracht, das weißt du doch.“ „Und wo bist du hergekommen?“ „Na, mich hat auch der Storch gebracht.“ „Und Oma?“ „Also, die hat natürlich auch der Storch gebracht!“ Ein paar Tage später liest der Lehrer der Klasse den Aufsatz von Lissy vor: „Seit Generationen hat es in unserer Familie keine normale Geburt mehr gegeben."‘
Auch wenn das soeben zitierte Geschehen auf einem Witz basiert, zeigt es jedoch deutlich, dass Eltern ihren Kindern eher eine falsche Erklärung geben, anstatt sich einem noch immer unangenehmen Thema zu stellen. Geht man auch heutzutage von einer gesellschaftlich toleranteren Einstellung zur Sexualität aus, so heißt dies nicht, dass diese frei von Wertung ist. Oftmals bekommen Kinder in diesem Zusammenhang das Gefühl „Darüber spricht man nicht!“.
Sexualerziehung ist seit der Kultusministerkonferenz (KMK) vom 03.10.1968 Teil des Lehrplans einer jeden Grund- und weiterführenden Schule. Auch wenn Sexualerziehung unterrichtet wird, so haben Studien gezeigt, dass das wirkliche Wissen die Sexualität betreffend gerade bei Jugendlichen doch eher gering ist. Da das Einsetzen der Pubertät gegenwärtig immer früher beginnt, bei Mädchen bereits im Alter zwischen acht und 14 Jahren, ist es ratsam bereits im Grundschulalter mit dem Sexualunterricht zu beginnen. Allerdings trifft diese Ansicht nicht bei jedem auf Zustimmung. Zu groß ist die Angst, dass Kinder durch Aufklärung in der Grundschule auf die Idee kommen könnten noch früher sexuelle Erfahrungen sammeln zu wollen. Jedoch zeigt sich, dass eine Partnerschaft und die dazu gehörenden Gefühle immer noch maßgeblich an Sexualität beteiligt sind.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit schulischer Sexualaufklärung angesichts der Tatsache, dass Kinder trotz frühzeitiger Pubertät oft mit ihren Fragen allein gelassen werden.
2. Begründung der Themenwahl: Das Kapitel verdeutlicht, dass Kinder frühzeitig mit „Erwachsenenthemen“ in Kontakt kommen und Schule als Schutzraum fungieren muss, um diese Neugier positiv zu begleiten.
3. Theoretische Vorüberlegungen: Hier werden Definitionen von Sexualerziehung und die verschiedenen verantwortlichen Akteure im Erziehungsprozess theoretisch fundiert.
4. Umwelt als Einflussfaktor im Zusammenhang mit Sexualerziehung: Dieses Kapitel analysiert, wie Familie, Freunde und insbesondere Bildschirmmedien die Wahrnehmung von Sexualität bei Heranwachsenden prägen.
5. Wirken von Massenmedien im Schulalltag: Es wird untersucht, wie pornografische Inhalte die Sichtweise von Schülern beeinflussen und warum Medienkompetenz eine Schlüsselqualifikation darstellt.
6. Voraussetzungen: Die institutionellen Rahmenbedingungen, einschließlich gesetzlicher Vorgaben und der Bedeutung der häuslichen Situation, werden auf ihre Eignung für erfolgreiches Lernen geprüft.
7. Didaktische Überlegungen: Das Kapitel erörtert die Bedeutung der Sexualerziehung für Schüler, das Schulfach selbst und die gesellschaftliche Relevanz der Aufklärung.
8. Didaktisch-methodische Überlegungen: Es werden konkrete Methoden zur Unterrichtsgestaltung sowie die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Eltern und externen Partnern vorgestellt.
9. Lern- und Leitziele der Sexualerziehung: Die Entwicklung von Lernzielen wird kritisch hinterfragt, wobei der Fokus von reinem Faktenwissen hin zur Förderung von Lebenskompetenz verschoben wird.
10. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und appelliert an Lehrkräfte, Sexualerziehung als positive und notwendige Chance für die kindliche Entwicklung zu begreifen.
Sexualerziehung, Grundschule, Pubertät, Aufklärung, Massenmedien, Medienkompetenz, Elternarbeit, soziale Normen, pädagogische Verantwortung, Lehrplan, Identitätsbildung, Prävention, Sexualaufklärung, Schule.
Die Arbeit thematisiert die Bedeutung und methodische Gestaltung der Sexualerziehung in der Grundschule, unter besonderer Berücksichtigung der medialen Einflüsse auf Kinder.
Zu den Kerngebieten zählen die Theorie der Sexualerziehung, der Einfluss von Bildschirmmedien, institutionelle Rahmenbedingungen sowie didaktisch-methodische Hinweise für Lehrkräfte.
Das Ziel ist es, Sexualerziehung als essenziellen, positiven Bildungsauftrag zu definieren und Lehrern Strategien an die Hand zu geben, um Kinder in diesem sensiblen Bereich kompetent zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Rahmenplänen, fachdidaktischen Konzepten und medienerzieherischen Ansätzen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Analyse externer Einflussfaktoren (insb. Medien) sowie eine umfassende Betrachtung didaktischer Möglichkeiten und Lernziele für den Schulalltag.
Die wichtigsten Begriffe sind Sexualerziehung, Medienkompetenz, Grundschule, Aufklärung, pädagogische Begleitung und soziale Identitätsbildung.
Der Autor argumentiert, dass praktisches Lernen an realen Orten, wie etwa Beratungsstellen oder Krankenhäusern, effektiver ist, da es den Schülern hilft, die Theorie mit ihrer Lebenswirklichkeit zu verknüpfen.
Das Elternhaus wird als zentraler Partner gesehen; die Arbeit betont die Notwendigkeit von Elternabenden, um Transparenz über Inhalte zu schaffen und Vorbehalte abzubauen.
Lehrkräfte müssen Schülern helfen, zwischen medialen Inszenierungen und der Realität zu unterscheiden, um fehlerhafte Annahmen über Sexualität, die durch Pornografie oder Werbung entstehen, zu korrigieren.
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