Fachbuch, 2010
121 Seiten
1 Vorwort
2 Einführung in die Prozesskostenrechnung
2.1 Gründe für die Entwicklung der Prozesskostenrechnung
2.2 Wann die Prozesskostenrechnung sinnvoll ist
2.3 Der indirekte Leistungsbereich - Unterschiede zu herkömmlichen Kostenrechnungsverfahren
2.4 Planungshorizont
2.5 Prozesskostenrechnung und Kostenmanagement
3 Controlling
3.1 Verschiedene Controlling-Konzeptionen
3.1.1 Erfolgszielorientierte Controllingkonzeption
3.1.2 Informationsversorgungsorientierte Controllingkonzeption
3.1.3 Planungs- und kontrollorientierte Controllingkonzeption
3.1.4 Koordinationsorientierte Controllingkonzeption
3.2 Fazit
4 Aufbau der Prozesskostenrechnung
4.1 Prozesse und Tätigkeiten
4.1.1 Prozesse
4.1.2 Tätigkeiten
4.1.3 Teilprozesse
4.1.4 Hauptprozesse
4.1.5 Ein Beispiel zur Prozessbildung
4.2 Cost Driver
4.2.1 Leistungsmengeninduzierte Kosten
4.2.2 Leistungsmengenneutrale Kosten
4.3 Rechnungsarten in der „traditionellen“ Vollkostenrechnung
4.4 Rechnungsarten in der Prozesskostenrechnung
4.4.1 Kostenartenrechnung
4.4.2 Kostenprozessrechnung
4.4.3 Kostenträgerrechnung
5 Ablauf der Prozesskostenrechnung
5.1 Ablauf der Prozesskostenrechnung
5.2 Festlegung der Prozesshierarchie
5.2.1 Die einzelnen Stufen der Prozesshierarchie
5.2.1.1 Erklärung der einzelnen Komponenten der Prozesshierarchie
5.2.1.2 Alternative Prozesshierarchien
5.2.1.3 Ein Beispiel für die verschiedenen Prozesshierarchiekomponenten
5.2.2 Vertikale und horizontale Prozessdifferenzierung der Geschäftsprozesse
5.2.3 Zusammenfassung
5.3 Die Tätigkeitsanalyse
5.4 Teilprozesse festlegen
5.5 Hauptprozessbildung
5.6 Leistungsmengeninduziert und leistungsmengenneutral
5.7 Der Prozesskostensatz
5.7.1 Prozessmengenplanung
5.7.2 Prozesskostenplanung
5.7.3 Bildung von Prozesskostensätzen
5.8 Bildung von Umlagesätzen für lmn-Kosten
5.9 Beispiel zur Berechnung der Prozesskosten- und Umlagesätze
5.9.1 Berechnung der Prozesskostensätze
5.9.2 Berechnung der Umlagesätze
5.9.3 Berechnung der Gesamtprozesskostensätze
6 Activity Based Costing und Prozesskostenrechnung
7 Kalkulationsbezogene Anwendung der Prozesskostenrechnung
7.1 Herstell- und Selbstkosten in der Prozesskostenrechnung
7.2 Deckungsbeitragsrechnung und Prozesskostenrechnung
7.2.1 Standard Deckungsbeitragsrechnung
7.2.2 Deckungsbeitragsrechnung in der der Prozesskostenrechnung
8 Beispiele
8.1 Darstellung eines Hauptprozesses und seiner verschiedenen Teilprozesse
8.2 Beispielhafte Berechnung von Prozesskosten- und Umlagesätze
8.2.1 Prozesskostensatz, Gesamtprozesskostensatz und Umlagesatz
8.2.2 Berechnung der Varianten- und Ausbringungsmengenstückkosten
8.2.3 Ein weiteres Beispiel zur Variantenkalkulation
8.2.3.1 Prozess-, Umlage- und Gesamtprozesskostensätze
8.2.3.2 Berechnung der Ausbringungsmengen- und Variantenstückkosten
8.3 Selbstkostenberechnung traditionell und im prozessorientierten Ansatz
8.3.1 Ausgangssituation
8.3.2 Planselbstkosten pro Variante und pro Stück - traditioneller Ansatz
8.3.2.1 Materialgemeinkosten berechnen
8.3.2.2 Fertigungsgemeinkosten berechnen
8.3.2.3 Herstellkosten
8.3.2.4 Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten
8.3.2.5 Selbstkosten
8.3.3 Planselbstkosten pro Variante und pro Stück - prozesskostenorientiert
8.3.3.1 Leistungsmengeninduzierte und leistungsmengenneutrale Kosten berechnen
8.3.3.2 Selbstkosten berechnen
8.3.3.3 Ausbringungsmengen- und Variantenabhängigkeit
9 Fazit
9.1 Vorteile der Prozesskostenrechnung
9.2 Nachteile der Prozesskostenrechnung
10 Begriffserklärungen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über das Kostenrechnungssystem der Prozesskostenrechnung zu geben, ihre Funktionsweise zu erläutern und ihren Stellenwert innerhalb des Controllings aufzuzeigen. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie die Prozesskostenrechnung zur Optimierung der Gemeinkostenverrechnung beiträgt und wo ihre Grenzen liegen.
4.2 Cost Driver
Cost Driver sind in der Prozesskostenrechnung für die Verrechnung der Gemeinkosten essenziell. In der traditionellen Kostenrechnung werden Gemeinkosten durch Zuschlagssätze auf Bezugsgrößen verrechnet. Man kann als Bezugsgröße z. B. die Materialeinzelkosten (MEK) wählen und bestimmt dann einen Zuschlagssatz. Diesen Zuschlagssatz (z. B. 30%) multipliziert man mit den Materialeinzelkosten und erhält auf diese Weise die Materialgemeinkosten. Das Problem bei diesem Verfahren liegt in den Zuschlagssätzen, die teilweise willkürlich bestimmt werden. Diese Bezugsgrößen wie die Materialeinzelkosten werden in der Prozesskostenrechnung durch Cost Driver verdrängt. Mit deren Hilfe man eine exaktere Verrechnung der Gemeinkosten anstrebt.
Der Cost Driver wird auch Kosteneinflussgröße oder Kostentreiber genannt. Er ist die maßgebliche Größe, die für die Kostenentstehung der Tätigkeiten und Prozesse verantwortlich ist. Sowohl einzelne Tätigkeiten als auch Prozess, die in der Prozesshierarchie weiter unten angesiedelt sind, weisen jeweils nur eine einzige Kosteneinflussgröße auf. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig, da man auf diese Weise Prozesse beeinflussen kann.
Cost Driver werden als Erstes für Tätigkeiten bestimmt. Durch Aggregation der Tätigkeiten werden dann auch Cost Driver für Teil- und Hauptprozesse automatisch festgelegt. Bei der Bestimmung der Cost Driver sollten bestimmte Anforderungen eingehalten werden.
1 Vorwort: Einleitende Betrachtung der Kritik an herkömmlichen Kostenrechnungsverfahren und der historischen Motivation für die Entwicklung der Prozesskostenrechnung.
2 Einführung in die Prozesskostenrechnung: Erläuterung der Beweggründe für die Prozesskostenrechnung und Voraussetzungen für deren sinnvollen Einsatz in Unternehmen.
3 Controlling: Theoretische Einordnung des Controllings, Untersuchung verschiedener Controlling-Konzeptionen und deren Bezug zur Praxis.
4 Aufbau der Prozesskostenrechnung: Definition der grundlegenden Begriffe wie Prozesse, Tätigkeiten, Cost Driver und Darstellung der strukturellen Unterschiede zur Vollkostenrechnung.
5 Ablauf der Prozesskostenrechnung: Detaillierte Beschreibung der Implementierungsschritte, von der Tätigkeitsanalyse bis zur Bildung von Prozesskostensätzen.
6 Activity Based Costing und Prozesskostenrechnung: Gegenüberstellung und Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem amerikanischen Activity Based Costing und der Prozesskostenrechnung.
7 Kalkulationsbezogene Anwendung der Prozesskostenrechnung: Darstellung der Anwendung in der Produktkalkulation und Einbindung in die Deckungsbeitragsrechnung.
8 Beispiele: Praktische Anwendungsbeispiele zur Berechnung von Prozesskostensätzen, Umlagesätzen und zur Durchführung von Selbstkostenberechnungen.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Vor- und Nachteile der Prozesskostenrechnung sowie Ausblick auf ihre strategische Bedeutung.
10 Begriffserklärungen: Definition der zentralen Fachbegriffe der Prozesskostenrechnung und des internen Rechnungswesens.
Prozesskostenrechnung, Gemeinkosten, Kostenmanagement, Cost Driver, Kostentreiber, Tätigkeitsanalyse, Prozesshierarchie, Deckungsbeitragsrechnung, Vollkostenrechnung, Prozesskostensatz, leistungsmengeninduziert, leistungsmengenneutral, Activity Based Costing, Produktvarianten, Kalkulation
Die Arbeit behandelt die Prozesskostenrechnung als Kostenrechnungssystem, das insbesondere auf die Verrechnung von Gemeinkosten in indirekten Leistungsbereichen spezialisiert ist.
Zentral sind der Aufbau und Ablauf der Prozesskostenrechnung, die Identifizierung von Tätigkeiten und Prozessen sowie die betriebswirtschaftliche Kalkulation mittels Cost Drivern.
Ziel ist es, ein einheitliches Verständnis der Prozesskostenrechnung zu schaffen, ihre praktische Anwendung in der Kalkulation zu verdeutlichen und ihren Nutzen für das Kostenmanagement aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Vorgehensweise, kombiniert theoretische Grundlagen mit detaillierten Rechenbeispielen und vergleicht diese mit traditionellen Kostenrechnungsmethoden.
Der Hauptteil gliedert sich in den Aufbau, den Prozessablauf, die Kalkulationsanwendungen und den Vergleich mit dem Activity Based Costing.
Die zentralen Begriffe sind Prozesskostenrechnung, Gemeinkostenmanagement, Cost Driver, Tätigkeitsanalyse und Prozesshierarchie.
Während die traditionelle Rechnung Gemeinkosten pauschal über Zuschlagssätze auf Einzelkosten verteilt, ermöglicht die Prozesskostenrechnung eine verursachungsgerechte Verrechnung über die tatsächliche Inanspruchnahme von Prozessaktivitäten.
lmi-Kosten (leistungsmengeninduziert) hängen von der Anzahl der Prozessdurchläufe ab und sind direkt über Cost Driver verrechenbar. lmn-Kosten (leistungsmengenneutral) sind fix und werden meist über Umlagesätze verrechnet.
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