Masterarbeit, 2010
65 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
2 Begriff und Bedeutung des Leasings
3 Bilanzierung nach deutschem Handelsrecht
3.1 Operate- und Finanzierungsleasing
3.2 Zurechnung des Leasinggegenstandes
3.2.1 Vollamortisationsverträge
3.2.2 Teilamortisationsverträge
3.3 Bewertung des Leasingverhältnisses
3.3.1 Bewertung bei Zurechnung zum Leasinggeber
3.3.2 Bewertung bei Zurechnung zum Leasingnehmer
4 Bilanzierung nach IFRS
4.1 Anwendungsbereich von IAS 17
4.2 Klassifikation des Leasingverhältnisses
4.2.1 Operate Leasing
4.2.2 Finanzierungsleasing
4.3 Bilanzansatz und Bewertung nach IFRS
4.3.1 Operate Leasing
4.3.1.1 Bilanzierung und Bewertung beim Leasingnehmer
4.3.1.2 Bilanzierung und Bewertung beim Leasinggeber
4.3.2 Finanzierungsleasing
4.3.2.1 Bilanzierung und Bewertung beim Leasingnehmer
4.3.2.2 Bilanzierung und Bewertung beim Leasinggeber
5 Bilanzierung nach den Regelungen des Diskussionspapiers
5.1 Anwendungsbereich des geplanten Leasingstandards
5.2 Right-of-Use Ansatz
5.2.1 Erstbewertung
5.2.1.1 Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit
5.2.1.2 Erstbewertung des Nutzungsrechts
5.2.2 Folgebewertung
5.2.2.1 Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit
5.2.2.2 Folgebewertung des Nutzungsrechts
5.2.3 Bilanzierung komplexer Leasingverträge
5.2.3.1 Leasingdauerbezogene Optionen
5.2.3.2 Kaufoptionen
5.2.3.3 Behandlung von bedingten Leasingraten
5.2.3.4 Behandlung von Restwertgarantien
5.3 Kritische Würdigung
6 Vergleich der gegenwärtigen mit der geplanten Bilanzierung
6.1 Vergleich der Bilanzierung nach IAS 17 mit dem Diskussionspapier
6.2 Vergleich der HGB-Bilanzierung mit dem Diskussionspapier
6.2.1 Theoretischer Vergleich
6.2.2 Praktische Überleitung der HGB- in die künftige IFRS-Bilanz
6.2.2.1 Erlasskonformer Vollamortisationsvertrag
6.2.2.2 Teilamortisationsvertrag mit Andienungsrecht
7 Konsequenzen der geplanten Änderungen
7.1 Konsequenzen für die Leasingbranche
7.2 Konsequenzen für die Bilanzadressaten
7.3 Konsequenzen für den Leasingnehmer
7.4 Sonstige Konsequenzen
8 Fazit und Ausblick
Die Master-Thesis untersucht die aktuelle und zukünftige Leasingbilanzierung unter Berücksichtigung nationaler (HGB) sowie internationaler (IFRS) Vorschriften und analysiert kritisch die geplanten Neuerungen des Diskussionspapiers von IASB und FASB, um deren Auswirkungen auf die Bilanzierungspraxis sowie Konsequenzen für die beteiligten Akteure aufzuzeigen.
6.2.2.1 Erlasskonformer Vollamortisationsvertrag
Eine Maschine mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren wird am 01.01.01 für eine unkündbare Grundmietzeit von 3 Jahren geleast. Der Leasingvertrag beinhaltet keine Kauf- oder Mietverlängerungsoptionen, ebenso liegt kein Spezialleasing vor. Die jährlichen Leasingraten betragen 100 GE und sind nachschüssig zu bezahlen. Der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers beträgt 10%. Die Anschaffungskosten des Leasinggebers betragen 250 GE. Es wird von einem Gesamtsteuersatz von 30% ausgegangen. Um einen positiven Jahresüberschuss zu erzielen, wird im Beispiel davon ausgegangen, dass jährlich ein Ertrag von 200 GE aus sonstigen Geschäftsvorfällen erwirtschaftet wird. Die Anfangsbilanz nach HGB soll außerdem der Anfangsbilanz nach IFRS entsprechen. Aus Vereinfachungsgründen wird ferner davon ausgegangen, dass die Steuerbilanz der HGB-Bilanz entspricht.
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einführung in das Thema der Leasingbilanzierung und Erläuterung des Aufbaus sowie des Ziels der vorliegenden Arbeit.
2 Begriff und Bedeutung des Leasings: Definition des Leasingbegriffs sowie Einordnung der Bedeutung des Leasings als Finanzierungsform im deutschen Markt.
3 Bilanzierung nach deutschem Handelsrecht: Detaillierte Darstellung der handelsrechtlichen Vorschriften, insbesondere zur Zurechnung von Leasinggegenständen und deren Bewertung nach HGB.
4 Bilanzierung nach IFRS: Erläuterung der aktuellen internationalen Leasingstandards (IAS 17), ihrer Klassifizierung sowie der Bilanzierungspflichten für Leasinggeber und Leasingnehmer.
5 Bilanzierung nach den Regelungen des Diskussionspapiers: Analyse des geplanten Right-of-Use Ansatzes sowie der Bewertungsmethoden für komplexe Leasingverträge gemäß Diskussionspapier.
6 Vergleich der gegenwärtigen mit der geplanten Bilanzierung: Systematischer Vergleich der aktuellen HGB- und IFRS-Bilanzierung mit den Reformplänen, ergänzt um eine praktische Überleitungsrechnung.
7 Konsequenzen der geplanten Änderungen: Diskussion der Auswirkungen der geplanten Reformen auf Leasingunternehmen, Bilanzadressaten und die bilanzierenden Leasingnehmer.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse der Untersuchung sowie ein Ausblick auf den weiteren Verlauf und die Zielsetzung der internationalen Leasingreform.
Leasing, Leasingbilanzierung, HGB, IFRS, Diskussionspapier, IASB, FASB, Right-of-Use Ansatz, Finanzierungsleasing, Operate Leasing, Bilanzierung, Leasingnehmer, Leasinggeber, Leasingraten, Bilanzreform.
Die Master-Thesis beschäftigt sich mit dem Wandel der internationalen Leasingbilanzierung durch die Reformpläne von IASB und FASB und deren Vergleich zu bestehenden nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften.
Die zentralen Felder umfassen die Zurechnung von Leasinggegenständen, die Klassifizierung von Leasingverhältnissen (Operate vs. Finanzierungsleasing) und die Bilanzierung beim Leasingnehmer und Leasinggeber.
Ziel ist es, die aktuelle Leasingbilanzierung nach HGB und IFRS der geplanten künftigen Bilanzierung gegenüberzustellen und die Konsequenzen der angestrebten Neuerungen für die Praxis aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der aktuellen Rechnungslegungsvorschriften, einer kritischen Würdigung des Diskussionspapiers sowie der Erstellung praktischer Überleitungsbeispiele von der HGB-Bilanz zur IFRS-Bilanz.
Im Hauptteil werden die HGB- und IFRS-Bilanzierung dargelegt, das Diskussionspapier mit dem "Right-of-Use Ansatz" analysiert und die Konsequenzen der Reform, wie beispielsweise die Auswirkungen auf den Verschuldungsgrad, diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Leasing, Bilanzierung, Right-of-Use Ansatz, HGB, IFRS, Finanzierungsleasing sowie die Analyse von Leasingverbindlichkeiten und deren Auswirkungen auf die Bilanzkennzahlen.
Der Ansatz sieht vor, dass künftig nicht mehr die Zuordnung des körperlichen Gegenstandes entscheidend ist, sondern dass der Leasingnehmer die vertraglichen Rechte als "Nutzungsrecht" sowie die Zahlungsverpflichtungen als "Verbindlichkeit" zwingend in seiner Bilanz erfassen muss.
Da kapitalmarktorientierte Unternehmen oft nach IFRS konsolidieren, während Tochtergesellschaften nach HGB bilanzieren, ist die Überleitung in der Praxis essenziell, um die Auswirkungen der Leasingreform auf die Konzernabschluss-Erstellung zu verstehen.
Durch die zwingende Bilanzierung bisher "off-balance" geführter Leasingverhältnisse steigen die Verbindlichkeiten in der Bilanz an, was ceteris paribus zu einer Erhöhung des Verschuldungsgrades des Leasingnehmers führt.
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