Masterarbeit, 2024
98 Seiten, Note: 1,0
Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen eines achtwöchigen Sport- und Meditationsprogramms sowie deren Kombination auf Wohlbefinden, Achtsamkeit, Resilienz und Emotionsregulation. Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung von hochintensivem funktionellem Training (HIFT) und Meditation sowie ihrer Kombination für die mentale Gesundheit aufzuzeigen und insbesondere „Sportmuffel“ zu motivieren, in kurzer Zeit ein besseres Wohlbefinden zu erzielen und langfristig aktiv zu bleiben.
2.1 Meditation
Meditation kann als eine Praxis beschrieben werden, bei der versucht wird, den Geist zu beruhigen und die Gedanken bewusst zu kontrollieren. Doch „Meditation“ kann noch viel mehr beschreiben, bzw. ist viel mehr. Meditation ist eher ein Sammelbegriff für viele Techniken, Praktiken und Übungen. Das nachfolgende Unterkapitel verdeutlicht die Herausforderung, diesen Begriff zu definieren und damit den Forschungsstand und Studien darzulegen. Matko und Sedlmeier zeigten in ihrer Arbeit, wie regellos dieser Ausdruck verwendet wird. Einige Stimmen lehnen es sogar ab, eine Definition zu finden, die für alle Meditationsformen gilt.
Im Lateinischen bedeutet „meditatio“ so viel wie „das Nachdenken, die Einübung oder Vorbereitung auf etwas“ und „meditari“ „nachdenken, überlegen, ersinnen“. Traditionell gesehen waren Ärzte/Ärztinnen sowohl Heiler:innen als auch spirituelle Wegweiser:innen. Denn den Geist zu beruhigen hilft dabei, die eigenen Körpersignale besser zu hören.
Wie bereits erwähnt, wurde der Begriff „Meditation“ aufgrund einer Vielzahl von Arten und Praktiken unterschiedlich definiert. Die Praktiken erstrecken sich vom Achtsamkeitstraining und zahlreichen Entspannungstrainingsmethoden, über Mantras, bis hin zur geführten Visualisierung oder Selbstüberschreitung. Bei der Achtsamkeitsmeditation geht es z. B. darum, die Aufmerksamkeit gezielt auf den gegenwärtigen Moment und das gegenwärtige Erleben zu richten, ohne es zu bewerten oder zu beurteilen. Forscher wie Vago und Nakamura (2011) untersuchten beispielsweise eben solche achtsamkeitsbasierten Meditationstrainingsprogramme.
Aufgrund der Schwierigkeit „Meditation“ zu definieren, wird für diese Arbeit, mit Blick auf die im Meditationsprogramm enthaltenen Techniken, folgende Definition vorgeschlagen: Meditation ist eine Praxis, bei der erlernt werden soll, den Geist und Körper zu beruhigen, indem man sich auf das Hier und Jetzt und/oder auf eine Sache konzentriert und Gefühle und Gedanken wahrnimmt, ohne sie zu bewerten, um sie anschließend loszulassen.
Die bestehende Literatur zeigt, dass Meditationspraktiken einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden haben. Das Achtsamkeitsmeditationstraining kann sogar zu einer höheren emotionalen Intelligenz führen und Distress und depressive Symptome reduzieren, indem das Grübeln verringert wird. Außerdem soll es die Emotionsregulation durch eine höhere Akzeptanz sowie das Bewusstsein über unangenehme Gefühle fördern.
1 Einleitung: Stellt die aktuelle Problematik von Stress und mentaler Gesundheit dar und führt in die Fragestellung und das Ziel der achtwöchigen Interventionsstudie ein, die Sport und Meditation kombiniert.
2 Theoretischer Hintergrund: Erklärt die Begriffe Meditation und hochintensives funktionelles Training (HIFT), beleuchtet deren Forschungsstand, diskutiert einen relevanten Ansatz für ihre Kombination und stellt die in der Studie untersuchten Hypothesen dar.
3 Methodik: Beschreibt das quantitative Längsschnittdesign der Studie, inklusive Studienaufbau, Stichprobe, Details der HIFT- und Meditationsinterventionen, die verwendeten validierten Fragebögen und die statistischen Analysemethoden (gemischte Varianzanalyse).
4 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptive Statistik und die Resultate der gemischten ANOVA für die abhängigen Variablen Wohlbefinden, Achtsamkeit, Resilienz und Emotionsregulation, wobei signifikante positive Effekte für die Kombinations- und Meditationsgruppen hervorgehoben werden.
5 Diskussion: Erörtert die Interpretation der Studienergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage, hebt die positiven Effekte der Kombination von HIFT und Meditation hervor, reflektiert über die Qualität des Vorgehens und gibt einen Ausblick für zukünftige Forschung.
Experimentelle Studie, Interventionsstudie, Gemischte ANOVA, Wohlbefinden, Achtsamkeit, Resilienz, Emotionsregulation, Meditation, Sport, HIFT, Wohlfühl-Kombination, Körper und Geist, Achtsamkeitsbasierte Therapie
Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen eines achtwöchigen Sport- und Meditationsprogramms sowie deren Kombination auf Wohlbefinden, Achtsamkeit, Resilienz und Emotionsregulation.
Die zentralen Themenfelder umfassen die psychischen Konstrukte Wohlbefinden, Achtsamkeit, Resilienz und Emotionsregulation im Kontext von hochintensivem funktionellen Training (HIFT) und Meditationspraktiken.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob ein achtwöchiges Sport- oder Meditationsprogramm und die Kombination beider Aktivitäten signifikante positive Auswirkungen auf die genannten psychischen Variablen haben. Die Forschungsfrage lautet: „Welche Auswirkungen hat ein achtwöchiges Sport- oder Meditationsprogramm und die Kombination beider auf Wohlbefinden, Achtsamkeit, Resilienz und Emotionsregulation?"
Es wird eine achtwöchige, nicht-randomisierte, prospektive, analytische und kontrollierte Interventionsstudie mit einem quantitativen Längsschnittdesign und zwei Messzeitpunkten (Prä- und Post-Intervention) verwendet. Die statistische Analyse erfolgte mittels gemischter Varianzanalyse (mixed ANOVA).
Der Hauptteil der Arbeit behandelt den theoretischen Hintergrund von Meditation und hochintensivem funktionellen Training (HIFT), die detaillierte Methodik der Studie (Studienaufbau, Stichprobe, Interventionen, Verfahren zur Datenerhebung) sowie die Präsentation und Interpretation der statistischen Ergebnisse.
Schlüsselwörter, die die Arbeit charakterisieren, sind: experimentelle Studie, Interventionsstudie, gemischte ANOVA, Wohlbefinden, Achtsamkeit, Resilienz, Emotionsregulation, Meditation, Sport, HIFT, Wohlfühl-Kombination, Körper und Geist.
Auf eine Randomisierung wurde bewusst verzichtet, um die Bereitschaft der Teilnehmer:innen zur kontinuierlichen Teilnahme über die gesamten acht Wochen nicht zu schmälern. Stattdessen wurden die Personen möglichst ihren Wunschgruppen zugeteilt, was durch eine Übersichtsstudie als vertretbar angesehen wurde.
„Bodyweight HIFT“ ist ein hochintensives funktionelles Training, das ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt wird. Ein solches Training umfasst typischerweise ein 10-minütiges Warm-Up, einen 35-40-minütigen intensiven Hauptteil mit funktionellen und multimodalen Übungen, ein 10-minütiges Cool-Down und eine 5-minütige Stretching-Einheit.
Die Meditationspraktiken in der Studie umfassten angeleitete Fantasiereisen, Atemübungen, Visualisierungen und Body Scans. Diese wurden in die Hauptcluster "achtsame Beobachtung", "körperzentrierte Meditation" und "visuelle Konzentration" nach Matko und Sedlmeier (2019) eingeordnet.
Die Studie hatte Einschränkungen bezüglich des Erhebungszeitpunkts (Jahreszeit, Feiertage), des Männeranteils (nur 21%), der nicht-randomisierten Gruppenzuteilung und der Beurteilung der Ernsthaftigkeit von Heiminterventionen. Zukünftige Forschungen könnten diese Faktoren berücksichtigen, z.B. durch Vergleichsstudien zur Dauer von Meditationseinheiten oder Studien mit einem ausgewogeneren Geschlechterverhältnis.
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