Bachelorarbeit, 2020
75 Seiten, Note: 1,0
1 Das Autismus-Spektrum
1.1 Was ist Autismus?
1.2 Autistische Subtypen im Vergleich
1.2.1 Der frühkindliche Autismus
1.2.2 Der atypische Autismus
1.2.3 Das Asperger-Syndrom
1.3 Ursachen des Autismus-Spektrums
1.3.1 Genetische Faktoren
1.3.2 Hirnschädigungen und Hirnfunktionsstörungen
1.3.3 Neuropsychologische Defizite
1.3.4 Umweltfaktoren
1.4 Verbreitung und Häufigkeit des Autismus-Spektrums
2 Das Asperger-Syndrom
2.1 Wahrnehmungsbesonderheiten
2.2 Kernsymptome des Asperger-Syndroms
2.2.1 Soziale Interaktion
2.2.2 Sprache und Kommunikation
2.2.3 Repetitive Verhaltensmuster und Sonderinteressen
2.3 Das Asperger-Syndrom – Eine Behinderung?
2.4 Pädagogisch-therapeutische Interventionsmaßnahmen
2.4.1 Der „TEACCH“-Ansatz
2.4.2 „Social Stories“
3 Grundlagen der Inklusion – inklusive Theorie und Praxis im Elementarbereich
3. 1 Rechtsgrundlagen zur Inklusion
3.1.1 UN-Kinderrechtskonvention
3.1.2 UN-Behindertenrechtskonvention
3.1.3 Gesetzliche Grundlagen in der Bundesrepublik Deutschland
3.2 Begriffsbestimmungen: Inklusion oder Integration?
3.3 Prinzipien der inklusiven Bildung
3.3.1 Das Prinzip der Entwicklungsorientierung
3.3.2 Das Prinzip der Interaktionsorientierung
3.3.3 Das Prinzip der Ressourcen- und Netzwerkorientierung
3.3.4 Das Prinzip der Spielorientierung
3.4 Organisationsformen der gemeinsamen Erziehung im Elementarbereich
3.4.1 Einzelintegration
3.4.2 Integrative Regelgruppen
3.4.3 „Inklusiver Kindergarten?“
4. Das Asperger-Syndrom als Herausforderung für die inklusiven Konzepte der frühkindlichen Bildung – Eine nach dem Heimlich-Modell strukturierte Übersicht
4.1. „Kinder mit individuellen Bedürfnissen“
4.1.1 Bedeutung der Ebene für die Inklusion von Kindern mit dem Asperger-Syndrom
4.1.2 „Inklusive Spiel- und Lernsituationen“
4.2.1 Bedeutung der Ebene für die Inklusion von Kindern mit dem Asperger-Syndrom
4.3 „Multiprofessionelles Team“
4.3.1 Bedeutung der Ebene für die Inklusion von Kindern mit dem Asperger-Syndrom
4.4 „Inklusive Kindertageseinrichtungen“
4.4.1 Bedeutung der Ebene für die Inklusion von Kindern mit dem Asperger-Syndrom
4.5 „Externe Unterstützungssysteme“
4.5.1 Bedeutung der Ebene für die Inklusion von Kindern mit dem Asperger-Syndrom
Die Bachelorarbeit untersucht die Herausforderungen, die das Asperger-Syndrom an Konzepte der inklusiven frühkindlichen Bildung stellt. Ziel ist es, auf Basis einer Literaturrecherche und unter Anwendung des ökologischen Mehrebenenmodells von Heimlich Lösungsansätze und Handlungsanforderungen für Kindertageseinrichtungen abzuleiten, um eine qualitativ hochwertige inklusive Praxis zu ermöglichen.
2.4.1 Der „TEACCH“-Ansatz
Der TEACCH-Ansatz wurde in den 1960er Jahren in North Carolina von Schopler entworfen und gewann in den 90er Jahren auch im deutschsprachigen Raum durch die Veröffentlichungen der Diplompädagogin und -psychologin Anne Häußler an Bekanntheit (vgl. Bahr, 2019, S. 59). Das Akronym „TEACCH“ setzt sich aus den Anfangsbuchstaben folgender Wörter zusammen: „Treatment and Education of Autistic and related Communication-handicapped Children“ (vgl. Kamp-Becker & Bölte, 2014, S. 80, Hervorh. v. Verf.). Mit diesem Begriff wird also die „Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbehinderter Kinder“ impliziert (Dies, 2012, zitiert nach Bahr, 2019, S. 59). Der TEACCH-Ansatz versteht sich als pädagogische und verhaltenstherapeutische Interventionsmethode, die bei Menschen aller Altersstufen und Kompetenzgraden Anwendung findet (vgl. Hartmann, 2018, S. 124f.). Es handelt sich um einen Ansatz, der Methoden anderer Ansätze ins Rahmenkonzept integriert, wie etwa die Methoden des „Picture Exchange Communication System“ (PECS) von Frost und Bondy, welches auf die Förderung der Kommunikation setzt oder die „Social Stories“ von Gray (vgl. Symalla & Feilbach, 2015, S. 275), auf welche im nächsten Abschnitt näher eingegangen wird.
1 Das Autismus-Spektrum: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über das Autismus-Spektrum, dessen Ursachen, Häufigkeit und die verschiedenen autistischen Subtypen.
2 Das Asperger-Syndrom: Es werden die spezifischen Wahrnehmungsbesonderheiten und Kernsymptome des Asperger-Syndroms detailliert beleuchtet sowie zwei Interventionsmaßnahmen zur Förderung vorgestellt.
3 Grundlagen der Inklusion – inklusive Theorie und Praxis im Elementarbereich: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, Begriffsdefinitionen und die Prinzipien einer inklusiven Bildung sowie deren Organisationsformen erörtert.
4. Das Asperger-Syndrom als Herausforderung für die inklusiven Konzepte der frühkindlichen Bildung – Eine nach dem Heimlich-Modell strukturierte Übersicht: Das Kapitel wendet das ökologische Mehrebenenmodell nach Heimlich an, um konkrete Herausforderungen und Anforderungen für die inklusive Arbeit mit Kindern mit Asperger-Syndrom in Kitas abzuleiten.
Autismus-Spektrum, Asperger-Syndrom, Inklusion, Frühkindliche Bildung, Elementarbereich, TEACCH-Ansatz, Social Stories, Interventionsmaßnahmen, Wahrnehmungsbesonderheiten, Mehrebenenmodell, Sonderinteressen, Pädagogische Fachkräfte, Multiprofessionelles Team, Teilhabe, UN-Behindertenrechtskonvention.
Die Arbeit befasst sich mit der Inklusion von Kindern mit Asperger-Syndrom im Elementarbereich und den damit verbundenen Anforderungen an pädagogische Konzepte.
Die Themen umfassen das Verständnis des Autismus-Spektrums, die theoretischen und gesetzlichen Grundlagen der Inklusion sowie spezifische pädagogische Methoden der Förderung.
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche spezifischen Herausforderungen das Asperger-Syndrom an inklusive Bildungskonzepte stellt und wie diese durch Modelle wie das von Heimlich bewältigt werden können.
Die Arbeit basiert primär auf einer umfangreichen Literaturrecherche und der Analyse bestehender theoretischer Modelle zur Inklusionsentwicklung.
Der Hauptteil analysiert das Asperger-Syndrom, stellt Interventionsansätze vor, erläutert die Inklusionstheorie und überträgt diese auf das ökologische Mehrebenenmodell von Heimlich.
Zentrale Begriffe sind Autismus-Spektrum, Asperger-Syndrom, inklusive frühkindliche Bildung, TEACCH, Social Stories und das ökologische Mehrebenenmodell.
Besonders herausfordernd sind die spezifischen Wahrnehmungsbesonderheiten und die sozialen Interaktionsschwierigkeiten, die eine gezielte Anpassung der Lernumgebung und der pädagogischen Interaktion erfordern.
Der TEACCH-Ansatz wird als zentrale Interventionsmethode hervorgehoben, insbesondere aufgrund seiner Prinzipien der Visualisierung und Strukturierung, die autistischen Kindern Sicherheit im Kita-Alltag bieten.
Das soziale Modell rückt die durch die Gesellschaft geschaffenen Barrieren in den Fokus, was dem Ziel der Inklusion besser entspricht als eine rein medizinisch-defizitorientierte Betrachtung.
Das multiprofessionelle Team ist essentiell, da es unterschiedliche Fachdisziplinen vereint, um die ganzheitliche Entwicklung und Förderung des Kindes im inklusiven System zu gewährleisten.
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