Diplomarbeit, 2010
106 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Idee der Arbeit und Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit und Vorgehen
2. Grundlagen der Corporate Compliance
2.1 Definition
2.2 Ziele und Funktionen
2.3 Rechtsgrundlagen
2.4 Exkurs Korruption
3. Corporate Compliance Organisation
3.1 Allgemeines
3.1.1 Ablauf der Implementierung
3.1.2 Organisatorische Einbettung
3.2 Elemente
3.2.1 Verhaltenskodex bzw. Compliance Handbuch
3.2.2 Whistleblowingsysteme
3.2.3 Risikomanagement bzw. Frühwarnsysteme
3.2.4 Compliance Officer / Compliance Beauftragter
3.2.5 Trennung von Funktionen und 4-Augen-Prinzip
3.2.6 Die D&O-Versicherung
4. Grundlagen über empirische Untersuchungen
4.1 Grundsätzliches
4.2 Der Fragebogen
4.3 Das Interview
4.4 Datenanalyse und Auswertung
5. Empirische Untersuchung über die Verbreitung von Corporate Compliance Maßnahmen im Mittelstand
5.1 Kurzfragebogen
5.1.1 Entwicklung des Fragebogens und Auswahl der befragten Unternehmen
5.1.2 Auswertung des Fragebogens
5.2 Das Telefoninterview
5.2.1 Entwicklung des Leitfadens
5.2.2 Auswahl der befragten Unternehmen
5.2.3 Durchführung der Telefonbefragung
5.2.4 Auswertung der Telefonbefragung
5.3 Vergleich und Zusammenfassung der Auswertungsergebnisse
6. Schlussteil
6.1 Zusammenfassung und Fazit
6.2 Kritische Würdigung
Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, ob und in welchem Umfang Corporate Compliance in mittelständischen Unternehmen in Schleswig-Holstein verbreitet ist und wie diese Unternehmen mit den damit verbundenen Herausforderungen umgehen.
3.2.1 Verhaltenskodex bzw. Compliance Handbuch
Ein Verhaltenskodex (code of conduct) soll ethisches und rechtskonformes Verhalten im Unternehmen verankern. Es ist eine Dokumentation aller geltenden Regelungen, Anweisungen und Erläuterungen in schriftlicher Form. Der Verhaltenskodex kann auch im Unternehmen anders benannt sein, z.B. Geschäftsgrundsätze oder Leitlinien. Er legt die Grundhaltung des Unternehmens im Geschäftsverkehr dar und soll Leitlinie und Orientierung für die Mitarbeiter sein. Um keine Zweifel aufkommen zu lassen, sollte der Kodex klar und deutlich formuliert sein, sodass keine Interpretationen nötig sind.
Der Verhaltenskodex dient vorrangig der Erweiterung des Wissens der Mitarbeiter über rechtliche Grundlagen und der Sensibilisierung der Mitarbeiter auf Fehlverhalten. Indirekt dient das Compliance Handbuch auch der Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Um das Compliance Handbuch im Mitarbeiterkreis bekannt zu machen, sind Schulungen und Beratungen durch Compliance Officer oder Compliance Beauftragte sinnvoll. Die organisatorische Verantwortung für den Verhaltenskodex kann je nach Einbettung der Corporate Compliance in die Aufbauorganisation bei der Rechtsabteilung, in der Internen Revision, bei der Unternehmensleitung oder beim Compliance Officer liegen.
Eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz des Compliance Handbuchs ist ein klares Bekenntnis der Geschäftsführung zu dem Kodex. Sie hat hierbei eine Vorbildfunktion für die Mitarbeiter. Es empfiehlt sich daher, die Geschäftsleitung schon von Anfang an in den Implementierungsprozess von Corporate Compliance einzubinden, damit diese auch wirklich hinter der Compliance Organisation und dem Handbuch steht. Des Weiteren ist es wichtig, dass Verstöße gegen den Kodex auch konsequent verfolgt und sanktioniert werden. So wird die Ernsthaftigkeit des Kodex demonstriert. Eine weitere Möglichkeit die Verbindlichkeit des Compliance Handbuchs zu erhöhen, ist es dieses zumindest von den jeweiligen Führungskräften, am besten aber von allen Mitarbeitern, gegenzeichnen zu lassen.
1. Einleitung: Beleuchtung der Relevanz von Corporate Compliance aufgrund zunehmender Vorschriften und Haftungsrisiken sowie Vorstellung der Forschungsfrage.
2. Grundlagen der Corporate Compliance: Definition des Begriffs, Darstellung der Ziele, Funktionen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
3. Corporate Compliance Organisation: Erläuterung der Implementierung, der organisatorischen Einbettung und der verschiedenen Instrumente einer Compliance-Organisation.
4. Grundlagen über empirische Untersuchungen: Überblick über wissenschaftliche Methoden, Fragebogengestaltung und Datenauswertung.
5. Empirische Untersuchung über die Verbreitung von Corporate Compliance Maßnahmen im Mittelstand: Auswertung der durchgeführten schriftlichen und mündlichen Befragungen in Schleswig-Holstein.
6. Schlussteil: Zusammenfassung der Ergebnisse, Fazit der Diplomarbeit und kritische Würdigung der Untersuchung.
Corporate Compliance, Mittelstand, Risikomanagement, Verhaltenskodex, Whistleblowing, Haftungsrisiken, 4-Augen-Prinzip, Unternehmensführung, Korruptionsprävention, empirische Untersuchung, Compliance Officer, Unternehmensimage, Rechtstreue, Unternehmenssteuerung.
Die Arbeit untersucht die Verbreitung und Anwendung von Corporate Compliance Maßnahmen in mittelständischen Unternehmen in Schleswig-Holstein.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen von Compliance, die organisatorische Umsetzung, rechtliche Aspekte sowie die empirische Bestandsaufnahme im Mittelstand.
Das Ziel ist herauszufinden, ob und inwieweit mittelständische Unternehmen Compliance-Konzepte nutzen, auch wenn diese nicht immer unter dem Begriff „Corporate Compliance“ laufen.
Die Autorin führte eine zweigleisige empirische Untersuchung durch: einen schriftlichen Kurzfragebogen für IHK-Mitglieder und ergänzende Telefoninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Instrumente wie Verhaltenskodizes, Whistleblowing und Risikomanagement sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Corporate Compliance, Mittelstand, Risikomanagement, Haftungsprävention und empirische Unternehmensbefragungen.
Viele Unternehmen betrachten Compliance als Chefsache, wobei bereits zahlreiche Einzelmaßnahmen wie das 4-Augen-Prinzip verbreitet sind, während formale Compliance-Organisationen noch selten sind.
Die Autorin geht davon aus, dass die Bedeutung von Compliance langfristig auch im Mittelstand durch externen Druck und eine erhöhte Sensibilisierung für Wirtschaftsdelikte zunehmen wird.
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