Bachelorarbeit, 2009
30 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Effektivität
2.1. Effektiver Klimaschutz
2.1.2. Effektive Klimaschutzpolitik
3. Die großen Klima-Konferenzen und ihre Ergebnisse
3.1. Die Konferenz von RIO
3.1.2 Kyoto Protokoll
3.2. Die Konferenz von Bali
3.2.1. Ergebnisse von Bali
4. Probleme der Klimaschutzpolitik im System der internationalen Beziehungen - eine klassische Dilemma-Situation
5. Praxis internationaler Klimaschutzpolitik
5.1 Vom Bremsklotz zur Triebfeder? -die Rolle der USA in der internationalen Klimaschutzpolitik
5.2. Die EU, vom Schulmeister zum Schuljungen
6. Klimaschutzpolitik in der Wirtschaftskrise - Zeit für die grüne industrielle Revolution?
7. Fazit-Wege aus dem Dilemma der Ineffektiven Klimaschutzpolitik?
Die Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten effektiver internationaler Klimaschutzpolitik vor dem Hintergrund eines klassischen Dilemmas im System der internationalen Beziehungen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob angesichts der Dominanz souveräner Staaten und fehlender supranationaler Zwangsinstanzen eine effektive internationale Klimaschutzpolitik überhaupt möglich ist und wie sich die „Big Player“ USA und EU in diesem Prozess positionieren.
4. Problematik der Klimaschutzpolitik im System der Internationalen Beziehungen - eine klassische Dilemma-Situation
Die Kooperation souveräner Staaten im Bereich der Klimaschutzpolitik ist mit schwerwiegenden Anreizproblemen belastet, weil es letztendlich darum geht, auf freiwilliger Basis ein öffentliches Gut nämlich „Klimaschutz“ zu produzieren. Denn Maßnahmen, die dem Schutz des Klimas dienen sollen, die in einem Land durchgeführt werden, kommen aufgrund der Tatsache, dass es sich bei Treibhausgasen um Schadstoffe handelt, die sich, wenn auch in relativ großen Zeiträumen, gleichmäßig in der Erdatmosphäre verteilen, auch anderen Ländern zugute. Der Beitrag eines einzelnen Landes hat jedoch, bezogen auf die gesamte Atmosphäre, einen sehr marginalen Einfluss auf das Klima der Erde.
Die substantielle Reduktion des CO2- Ausstoßes nur eines Industrielandes wie z.B. Deutschlands, wäre lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein, doch bedarf es vieler Tropfen um den Stein zu kühlen. Es bedarf also des Beitrags vieler Staaten, auch oder vor allem ein Beitrag der großen Industrienationen, die zu den größten CO2-Emittenten gehören, zur Emissionsminderung. Einseitige CO2-Reduktionsmaßnahmen führen aber auch stets zu Anpassungskosten in den jeweiligen Staaten. Diese Anpassungskosten sind durchaus volkswirtschaftlich spürbar, können also die wirtschaftliche Entwicklung hemmen wenn nicht sogar begrenzen und somit innenpolitisch höchst umstritten sein sowie zu einer eventuellen Abwahl der Regierung führen.
Diese Anreizsituationen beeinflussen alle Staaten, so dass das Problem besteht, dass die Regierungen aller Staaten ähnliche, wenn nicht gar identische Überlegungen anstellen. Dadurch kann es in den Verhandlungen häufig zu Patt-Situationen kommen, in denen sich keine Regierung bewegt und letztendlich wenig, schlimmstenfalls keine Klimaschutzmaßnahmen beschlossen, bzw. produziert werden. In dieser nahezu klassischen Dilemma-Situation könnten sich alle Staaten durch Kooperation besser stellen, und damit dem Klimawandel Einhalt gebieten, doch besteht für einen einzelnen Staat kein Anreiz zu kooperativem Verhalten. Diese Situation kommt einem Marktversagen gleich, welches zur Folge hat, dass das von allen gewünschte öffentliche Gut, nämlich der Schutz des Klimas aufgrund des individuell rationalen Verhaltens, nicht produziert und bereitgestellt wird.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Dringlichkeit des Klimawandels ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Effektivität internationaler Klimaschutzpolitik zu untersuchen.
2. Effektivität: Hier wird der theoretische Rahmen der Effektivität definiert, wobei zwischen bloßer Wirksamkeit und der tatsächlichen Zielerreichung im politischen Kontext unterschieden wird.
3. Die großen Klima-Konferenzen und ihre Ergebnisse: Dieses Kapitel analysiert die Konferenzen von Kyoto und Bali als zentrale Fallbeispiele für internationale Verhandlungen und ihre konkreten, teils unzureichenden Ergebnisse.
4. Problematik der Klimaschutzpolitik im System der internationalen Beziehungen - eine klassische Dilemma-Situation: Das Kapitel erklärt das Scheitern effektiver Klimapolitik durch ökonomische Theorieansätze, die die Kooperation souveräner Staaten als klassisches Dilemma darstellen.
5. Praxis internationaler Klimaschutzpolitik: Hier wird die Realpolitik von USA und EU untersucht, um aufzuzeigen, wie sich diese „Big Player“ bei der Umsetzung von Klimazielen verhalten.
6. Klimaschutzpolitik in der Wirtschaftskrise - Zeit für die grüne industrielle Revolution?: Das Kapitel diskutiert den Wendepunkt durch die Wirtschaftskrise 2008 und bewertet, ob diese als Chance für einen technologischen Wandel genutzt wird.
7. Fazit-Wege aus dem Dilemma der Ineffektiven Klimaschutzpolitik?: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schlägt potenzielle Lösungswege vor, um Klimaschutz durch positive Anreizsysteme effektiver zu gestalten.
Klimaschutzpolitik, Effektivität, internationale Beziehungen, Kyoto-Protokoll, Bali-Aktionsplan, Treibhauseffekt, Marktversagen, internationale Kooperation, CO2-Reduktion, Klimawandel, Emissionshandel, USA, EU, grüne industrielle Revolution, Anreizstrukturen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Effektivität internationaler Klimaschutzpolitik und den Herausforderungen, verbindliche Klimaziele im System der souveränen Nationalstaaten umzusetzen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Effektivität, die Analyse der Konferenzen von Kyoto und Bali sowie die reale Klimapolitik der USA und der EU.
Die Arbeit untersucht, ob eine effektive internationale Klimaschutzpolitik in einem System, in dem Staaten individuell rational handeln, überhaupt möglich ist.
Die Autorin nutzt eine politikwissenschaftliche Untersuchung, ergänzt durch ökonomische Theorieansätze, um die systembedingten Blockaden der Klimapolitik zu analysieren.
Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse bedeutender Klimakonferenzen, die Dynamik zwischen den USA und der EU sowie die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf den Klimaschutz.
Die wichtigsten Begriffe sind Klimaschutzpolitik, internationale Beziehungen, Effektivität, Kyoto-Protokoll, Marktversagen und Anreizstrukturen.
Es wird kritisiert, dass wichtige Akteure wie die USA nicht ratifiziert haben oder keine verbindlichen Reduktionsverpflichtungen erfüllen, was das Protokoll in der Praxis teilweise ineffektiv macht.
Die Krise wird als Wendepunkt betrachtet, der entweder zu einer Investition in grüne Technologien (dritte industrielle Revolution) oder – wie bei den EU-Zugeständnissen an die Industrie – zu einer weiteren Schwächung der Umweltstandards führen kann.
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