Forschungsarbeit, 2010
119 Seiten
Die vorliegende Untersuchung zielt darauf ab, die Bedeutung migrationsbedingter Trennungserlebnisse hinsichtlich ihrer pathogenen Wirkung bei türkischen Patientinnen zu klären. Die Studie untersucht, inwieweit diese Erlebnisse im Kontext der psychischen Gesundheit der Patientinnen eine Rolle spielen, insbesondere vor dem Hintergrund der in der gängigen Migrationsliteratur oft postulierten, aber in der Praxis nicht immer bestätigten, Verallgemeinerungen.
Das erste Kapitel stellt die Ausgangslage und Fragestellung der Studie dar, die sich mit der Bedeutung von Trennungserlebnissen im Migrationsprozess für die psychische Gesundheit türkischer Migrantinnen auseinandersetzt. Das zweite Kapitel beleuchtet den soziokulturellen Hintergrund der Patientinnen und den theoretischen Bezugsrahmen der Studie, die sich auf die psychodynamische Theorie stützt. Das dritte Kapitel erläutert die Methodik der Datenerhebung, die sowohl quantitative als auch qualitative Methoden einsetzt.
Das vierte Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung, die sich auf die sozio-demographischen Daten der Patientinnen, die Migrationsspezifischen Angaben und Trennungsereignisse, die Symptomatik und die aktuelle Erkrankungssituation konzentrieren. Das fünfte Kapitel diskutiert die Ergebnisse der Untersuchung und analysiert die Auswirkungen von Sozialisationsvariablen, den Einfluss von elterlichen Erziehungsvariablen auf die Symptomatik, die Copingstrategien der Patientinnen sowie die Symptomauslösende Konfliktdynamik aus Expertensicht.
Die Arbeit fokussiert auf die Themenbereiche psychische Gesundheit, Migration, Trennungserlebnisse, türkische Migrantinnen, psychodynamische Theorie, Soziokultureller Kontext, transgenerationale Prozesse, quantitative und qualitative Methoden, Symptomatik, Copingstrategien, Konfliktdynamik.
Migrationsbedingte Trennungserlebnisse während der frühen Kindheit können als pathogener Faktor wirken und die Entstehung von psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter begünstigen.
Es handelt sich um Einflüsse, die von der Elterngeneration an die Kinder weitergegeben werden. Oft entscheiden diese darüber, ob migrationsspezifischer Stress krankheitsauslösend wirkt.
Die Studie basiert auf den Daten von 86 bis 89 türkischen Patientinnen, die zwischen 1997 und 2006 im Institut für Psychotherapie e.V. Berlin diagnostiziert wurden.
Es wurde eine Kombination aus qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring und statistischen Tests (SPSS, chi², Mann-Whitney) verwendet.
Die Arbeit diskutiert verschiedene Bewältigungsmechanismen, die Patientinnen entwickeln, um mit den Konflikten zwischen Tradition und Moderne sowie den Migrationsfolgen umzugehen.
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