Doktorarbeit / Dissertation, 2022
344 Seiten, Note: Cum laude
1 Relevanz des Themas
1.1 Ziele und Fragestellungen
1.2 Literaturrecherche
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Definitionsansätze von Qualität und theoretische Grundlagen
2.1 Qualitätsdefinitionen in der Pflege
2.2 Qualitätsmanagement
2.2.1 Qualitätsmanagementsystem
2.2.2 Qualitätsmanagementmodelle
2.3 Qualitätsmanagement in stationären Pflegeeinrichtungen
3 Grundlagen der externen Qualitätssicherung in stationären Pflegeeinrichtungen bis zum 31. Oktober 2019
3.1 Rechtsgrundlagen und Werdegang von Qualitätsprüfungen in Einrichtungen der stationären Langzeitpflege nach SGB XI
3.2 Die Qualitätsprüfungs-Richtlinien nach § 114 SGB XI bis zum 31. Oktober 2019
3.3 Die Pflege-Transparenzvereinbarung stationär nach § 115 Abs. 1a Satz 6 SGB XI bis zum 31. Oktober 2019
3.4 Grundsätzliche Kritik an den Transparenzkriterien [stationäre Pflege]
Exkurs: Weiterentwicklung der QPR/PTVS (ab dem 01. November 2019)
Das „neue“ Qualitäts- und Prüfsystem in Deutschland ab dem 01. November 2019
Kritik am Qualitäts- und Prüfsystem mit Gültigkeit ab dem 01. November 2019
Internationale Nutzung von Qualitätsindikatoren am Beispiel von Japan, den USA und der Schweiz
3.5 Qualitätsberichterstattung durch den Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS)
3.5.1 Bedeutung des fünften Qualitätsberichtes des MDS nach § 114a Abs. 6 SGB XI
3.5.2 Resümee und kritische Würdigung des fünften Qualitätsberichtes des MDS nach § 114a Abs. 6 SGB XI in der stationären Pflege
4 Externe Qualitätssicherung durch den MDK
4.1 Historie des MDK
4.2 Änderung der Rechtsform ab 2020
4.3 MDK Sachsen-Anhalt
4.4 Qualitätsprüfung durch den MDK Sachsen-Anhalt
4.4.1 Ablauf einer Qualitätsprüfung durch den MDK Sachsen-Anhalt
4.4.2 Der Prüfbericht des MDK Sachsen-Anhalt
5 Design und Methode
5.1 Sekundärdatenanalyse
5.1.1 Datenerhebung
5.1.2 Datenauswertung
5.2 Online-Survey
5.2.1 Generierung von Fragen
5.2.2 Pretest
5.2.3 Datenerhebung
5.2.4 Erwartete Rücklaufquote
5.2.5 Datenaufbereitung
5.2.6 Datenauswertung
5.3 Fokusgruppeninterviews
5.3.1 Sample
5.3.2 Gewinnung von Teilnehmern für die Fokusgruppeninterviews
5.3.3 Datenerhebung
5.3.4 Datenauswertung
5.5 Ethische Aspekte und Datenschutz
6 Ergebnisse
6.1 Ergebnisse der Sekundärdatenanalyse
6.1.1 Fallzahlen und Teststärke (Power)
6.1.2 Signifikanztests
6.1.3 Ergebnisse der deskriptiven Statistik
6.1.4 Vergleichende Analyse der quantitativen Ergebnisse
6.1.5 Ergebniszusammenfassung der Sekundärdatenanalyse
6.1.6 Zwischenfazit
6.2 Qualitative Ergebnisse des Online-Surveys
6.2.1 Blick der Befragten auf die Bewohner und Angehörigen
6.2.2 Verständnis der Befragten von Pflegequalität
6.2.3 Verständnis der Befragten zur Ergebnisqualität
6.2.4 Perspektive der Befragten zur Ebene der Organisation
6.2.5 Personalsituation
6.2.6 Kompetenz und Qualifizierung des Personals
6.2.7 Blick auf die interne Qualitätssicherung
6.2.8 Perspektive der Befragten zu qualitätsbeeinflussenden Rahmenbedingungen
6.3 Quantitative Ergebnisse des Online-Surveys
6.3.1 Mögliche Einflussfaktoren
6.3.2 Rahmenbedingungen
6.3.3 Qualitätsprüfungen
6.3.4 Transparenznoten
6.3.5 Qualifikation der Pflegenden
6.3.6 Verdienst
6.3.7 Zwischenfazit Online-Survey
6.4 Ergebnisse der Fokusgruppeninterviews
6.4.1 Pflegequalität mit Blick auf die Bewohner
6.4.2 Angehörige als Bezugspersonen
6.4.3 Selbstverständnis der Befragten von Pflegequalität
6.4.4 Verständnis der Befragten zur Ergebnisqualität
6.4.5 Strukturen, Prozesse und Rahmenbedingungen einer Organisation
6.4.6 Personalsituation
6.4.7 (Fach)Kompetenz des Personals
6.4.8 Qualifizierung des Personals
6.4.9 Interne Instrumente des Qualitätsmanagements
6.4.10 Externe Qualitätsprüfung durch den MDK
6.4.11 Kritik am erlebten bürokratischen Aufwand
6.4.12 Das Transparenzsystem der externen Qualitätssicherung
6.4.13 Kritik an externen pflegequalitätsbeeinflussenden Faktoren
6.4.14 Zwischenfazit Fokusgruppeninterviews
7 Diskussion
7.1 Diskussion der Sekundärdatenanalyse
7.2 Diskussion der Ergebnisse des Online-Surveys und der Fokusgruppeninterviews
8 Limitationen
9 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Forschungsarbeit verfolgt das Ziel, die Pflegequalität in vollstationären Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt für den Zeitraum 2015 bis 2017 zu analysieren, um Qualitätsveränderungen aufzuzeigen und Einflussfaktoren auf die Pflegequalität zu identifizieren. Hierbei wird die Forschungsfrage verfolgt, inwiefern Transparenznoten als Qualitätsindikatoren fungieren und welche einrichtungsinterne sowie externe Faktoren die tatsächliche Pflegequalität beeinflussen.
1 Relevanz des Themas
Wenngleich die in der Einleitung beschriebenen Entwicklungen vor dem Hintergrund des fünften Qualitätsberichtes des MDS nach § 114a Abs. 6 SGB XI grundsätzlich positiv stimmen, fielen der Promovendin während der Durchführung von Qualitätsprüfungen in Einrichtungen der stationären Langzeitpflege im Bundesland Sachsen-Anhalt sowie nach Erstellung der entsprechenden Prüfberichte dennoch vermehrte Defizite bezüglich der Pflegequalität auf. So waren eine allgemeine Zunahme von Qualitätseinbußen hinsichtlich der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität bzw. kontinuierlich steigende Transparenznotenverschlechterungen festzustellen.
Beispielsweise wurden in der Prüfpraxis des MDK Sachsen-Anhalt in zunehmendem Maße Stellfehler bei Medikamenten verzeichnet oder die Medikamentengabe laut ärztlicher Anordnung war vermehrt nicht nachweisbar, da u. a. die Durchführung der Maßnahme nicht mit einem Handzeichen durch die zuständige Pflegefachkraft bestätigt wurde.
Auch im Bereich der Mobilität zeigte sich in den Pflegedokumentationen von Pflegebedürftigen, welche im Rahmen der Qualitätsprüfung zufällig ausgewählt wurden, diverse Defizite. So wurden Sturz- und Dekubitusprophylaxen häufig pauschalisiert, lediglich mit allgemeinem Verweis auf den jeweiligen aktuellen Expertenstandard nach dem Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) bzw. bewohnerunspezifisch verfasst. Im Rahmen der Dekubitusprophylaxe wurden in der Pflegedokumentation Lagerungsintervalle benannt, welche auf den geführten Lagerungsprotokollen in einigen Fällen um viele Stunden überzogen wurden. Selbst wenn das Pflegepersonal am Prüfungstag angab, regelmäßige Lagerungswechsel durchgeführt zu haben, kann letztendlich jedoch nur das bewertet werden, was dokumentiert wurde.
1 Relevanz des Themas: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage der Arbeit, formuliert die Forschungsziele sowie Fragestellungen und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand anhand einer Literaturrecherche.
2 Definitionsansätze von Qualität und theoretische Grundlagen: Das Kapitel bietet ein theoretisches Fundament zu Qualitätsbegriffen in der Pflege, stellt diverse Qualitätsmanagementmodelle vor und beleuchtet deren Anwendung in stationären Einrichtungen.
3 Grundlagen der externen Qualitätssicherung in stationären Pflegeeinrichtungen bis zum 31. Oktober 2019: Hier werden die gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen erläutert, die für den Untersuchungszeitraum relevant sind, inklusive einer kritischen Auseinandersetzung mit dem damaligen Prüfsystem.
4 Externe Qualitätssicherung durch den MDK: Dieses Kapitel beschreibt die Historie, die Struktur und das Prüfprozedere des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) in Sachsen-Anhalt.
5 Design und Methode: Der Mehrmethodenansatz, bestehend aus Sekundärdatenanalyse, Online-Survey und Fokusgruppeninterviews, wird hier methodisch hergeleitet und detailliert beschrieben.
6 Ergebnisse: In diesem zentralen Teil werden die aus der Sekundärdatenanalyse, den Befragungen und Interviews gewonnenen Daten systematisch präsentiert und strukturiert dargestellt.
7 Diskussion: Das Kapitel verknüpft die empirischen Ergebnisse mit dem theoretischen Hintergrund und internationaler Fachliteratur, um die gewonnenen Erkenntnisse kritisch zu reflektieren.
8 Limitationen: Hier werden methodische Einschränkungen der Arbeit und mögliche Störfaktoren (Confounder) transparent dargelegt.
9 Fazit und Ausblick: Diese abschließenden Abschnitte fassen die zentralen Ergebnisse zusammen und bieten einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschung sowie politische Implikationen.
Pflegequalität, stationäre Langzeitpflege, Sachsen-Anhalt, Qualitätsprüfung, Medizinischer Dienst der Krankenversicherung, Transparenznoten, Qualitätsmanagement, Pflegedokumentation, Pflegepersonal, Ergebnisqualität, Prozessqualität, Strukturqualität, Mixed Methods, Pflegestärkungsgesetz, Qualitätssicherung.
Die Arbeit untersucht die Qualität in vollstationären Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt im Zeitraum von 2015 bis 2017 und analysiert Determinanten, die diese Qualität beeinflussen.
Zu den zentralen Themen gehören die externe Qualitätssicherung durch den MDK, die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements in der Pflege, der Einfluss der Personalbesetzung auf die Versorgungsqualität sowie die Sichtweisen von Pflegekräften und Führungspersonen.
Das Hauptziel besteht darin, Qualitätsveränderungen anhand von Transparenznoten für den untersuchten Zeitraum zu analysieren und Einflussfaktoren (Determinanten) zu identifizieren, die Pflegequalität nachhaltig befördern oder einschränken.
Es wurde ein Triangulationsdesign mit gemischten Methoden (Mixed Methods) gewählt, das eine quantitative Sekundärdatenanalyse von Prüfberichten mit qualitativen Erhebungsmethoden wie einem Online-Survey und Fokusgruppeninterviews kombiniert.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Analyse der Transparenznoten, der Untersuchung von Personalschlüsseln, dem Einfluss der Trägerart auf die Qualität sowie der Auswertung der Experteninterviews zur Wahrnehmung von Qualität und bürokratischen Anforderungen.
Die zentralen Schlagworte umfassen Pflegequalität, stationäre Langzeitpflege, MDK-Qualitätsprüfung, Transparenznoten, Personalschlüssel und Qualitätssicherung.
Viele der befragten Experten kritisierten die Prüfungen als zu praxisfern und bürokratisch, wobei sie bemängelten, dass der Fokus zu stark auf der Pflegedokumentation statt auf dem tatsächlichen Pflegezustand der Bewohner liege.
Die statistische Analyse konnte keinen signifikanten direkten Zusammenhang zwischen der Anzahl der Pflegekräfte und den Transparenznoten nachweisen, wobei die Experten in den Interviews dennoch die Bedeutung einer stabilen und ausreichenden Personalbesetzung für die Qualität unterstrichen.
Die Analysen zeigten, dass freigemeinnützige Pflegeeinrichtungen im untersuchten Zeitraum im Durchschnitt bessere Transparenznoten erzielten als Einrichtungen in privater oder öffentlicher Trägerschaft.
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