Bachelorarbeit, 2011
70 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
2. Forschungsziel und Fragestellung
3. Theoretischer Rahmen
3.1 Alternde Gesellschaft und Pflege
3.2 Was sind ältere Pflegekräfte?
3.3 Diversity Management und Personalentwicklung
4. Aktueller Forschungsstand
4.1 Darstellung des Rechercheverfahrens
4.2 Allgemeine Arbeitsbelastungen
4.3 Ressourcen
4.4 Stressoren
4.4.1 Psychische Belastungen
4.4.2 Physische Belastungen
4.5 Folgen der Belastungen
4.6 Bewältigungsstrategien
4.7 Verbesserung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz
5. Methodik - Konstruktion des Fragen Tools
5.1 Der Fragebogen
5.2 Analyse von Screening Instrumenten
5.2.1 WAI – Work Ability Index
5.2.2 WiN – Workability in Nursing
5.2.3 COPSOQ – Copenhagen Psychosocial Questionnaire
5.2.4 TAA – Tätigkeits- und Arbeitsanalyseverfahren
5.3 Ergänzende Beobachtung
5.4 Datenerhebung
5.4.1 Erweiterung der Datenerhebung durch Hospitationen
5.4.2 Testung des Fragen Tools
6. Ergebnisse
6.1 Ergebnisdarstellung in Verbindung mit der Testung des Fragen Tools
6.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
7. Diskussion
8. Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die psychische und physische Belastungssituation von älteren Pflegekräften im stationären Bereich durch die Entwicklung eines spezifischen Fragen-Tools abzubilden und zu analysieren, welche Bewältigungsstrategien diese Zielgruppe anwendet.
4.4.2 Physische Belastungen
Ältere Mitarbeiter fühlen sich in körperlicher Hinsicht häufig beanspruchter als ihre jüngeren Kollegen. Dies ist biologisch begründet, denn Maximalkraft und Kraftausdauer nehmen ab dem 40. Lebensjahr ab. Weiterhin wird bei älteren Mitarbeitern ein erhöhter körperlicher Verschleiß deutlich, was häufig aus jahrelanger Fehlbelastung, einseitiger Beanspruchung oder schlecht gestalteten Arbeitsplätzen resultiert. Nirgendwo häufiger nimmt das Pflegepersonal unbequemere Körperhaltungen während der Arbeit ein wie in Deutschland (vgl. INQA, 2010, S. 17f). Besonders bei älteren Mitarbeitern ist es erforderlich, Arbeitsplatzergonomie oder lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle zu verstärken (vgl. Freiling, 2008, S. 5).
1. Einleitung: Skizzierung der Problematik einer alternden Belegschaft in deutschen Krankenhäusern angesichts des demografischen Wandels und des wachsenden Pflegebedarfs.
2. Forschungsziel und Fragestellung: Definition der Zielsetzung, die Belastungssituation älterer Pflegender zu erfassen und Strategien zur Bewältigung sowie Erhaltung der Arbeitsfähigkeit zu untersuchen.
3. Theoretischer Rahmen: Behandlung der demografischen Situation, Begriffsbestimmung älterer Pflegekräfte und Einordnung in das Diversity Management.
4. Aktueller Forschungsstand: Analyse existierender arbeitsbedingter Belastungen, Ressourcen, Stressoren und Ansätze zur Verbesserung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz.
5. Methodik - Konstruktion des Fragen Tools: Detaillierte Darstellung der Auswahl von Screening-Instrumenten und der empirischen Entwicklung des neuen Fragebogens durch Hospitationen und Testungen.
6. Ergebnisse: Zusammenfassung der kritischen Anmerkungen der Testpersonen und der Erkenntnisse aus der Erprobung des entwickelten Fragen-Tools.
7. Diskussion: Kritische Reflexion der Eignung des Tools für die betriebliche Praxis sowie Empfehlungen für das Personalmanagement.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit alternssensibler Rahmenbedingungen und zukünftiger Forschungsbedarfe.
Pflegepersonal, ältere Pflegekräfte, Arbeitsbelastung, psychische Belastungen, physische Belastungen, Bewältigungsstrategien, demografischer Wandel, Arbeitsfähigkeit, Screening-Instrumente, Personalmanagement, Diversity Management, Gesundheitsförderung, stationärer Bereich, Fragebogenentwicklung, Hospitation.
Die Arbeit befasst sich mit den psychischen und physischen Arbeitsbelastungen von älteren Pflegekräften im stationären Dienst und zielt darauf ab, diese durch ein neu entwickeltes Tool messbar zu machen.
Die zentralen Felder umfassen den demografischen Wandel im Pflegebereich, die arbeitsbedingten Belastungen älterer Mitarbeiter und die psychologischen sowie physischen Ressourcen zur Stressbewältigung.
Das Hauptziel besteht in der Entwicklung eines validen Fragebogen-Tools, das speziell auf die Bedürfnisse und Situationen von Pflegekräften ab 50 Jahren zugeschnitten ist.
Es werden bestehende Screening-Verfahren analysiert und modifiziert, ergänzt durch qualitative Hospitationen im Krankenhausalltag sowie eine Pilottestung des neu konstruierten Tools.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand, eine methodische Herleitung des Fragen-Tools und eine Darstellung der Ergebnisse aus den Praxistests.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Pflegewissenschaft, Arbeitsbelastung, demografischer Wandel, Bewältigungsstrategien und betriebliches Gesundheitsmanagement.
Die Arbeit stellt fest, dass die subjektive Wahrnehmung stark variiert; während einige Pflegende das Schichtsystem als sehr anstrengend empfinden, berichten andere von größeren Problemen durch körperliche Anforderungen im Tagdienst.
Die Dokumentation am PC wird von den Befragten teils als belastend empfunden, insbesondere bei Softwareproblemen oder mangelnder technischer Unterstützung, was den Wunsch nach Schulungen und technischer Hilfe unterstreicht.
Es dient dazu, die Potenziale älterer Mitarbeiter zu erhalten, Vorurteile abzubauen und eine alternssensible Personalpolitik zu etablieren, die für den langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend ist.
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