Masterarbeit, 2010
73 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Die norwegische Sprachsituation
1.1 Die geschichtliche Entwicklung des Norwegischen
1.2 Amtssprachen und Fremdsprachen im heutigen Norwegen
2. Interkulturelle Wirtschaftskommunikation – Was ist das?
2.1 Die Sprache der Wirtschaft
2.2 Kultur und Interkulturalität
2.3 Das Unvermeidbare: Stereotype
3. Interkulturelle Beziehungen zwischen Norwegen und Deutschland
3.1 Die Wirtschaftsbeziehungen über die mittelalterliche Hanse
3.2 Das 20. Jahrhundert
3.3 Vergleich der beiden Wirtschaftskulturen zu heutigen Zeiten
4. Meine Feldforschung zur norwegisch-deutschen Wirtschaftskommunikation
4.1 Die Deutschen über die Norweger
4.1.1 Aspekte der Kommunikation auf wirtschaftlicher Ebene
4.1.2 Stereotype
4.2 Die Norweger über die Deutschen
4.2.1 Aspekte der Kommunikation auf wirtschaftlicher Ebene
4.2.2 Stereotype
4.3 Zusammenfassung
5. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die interkulturellen Faktoren der Wirtschaftskommunikation zwischen Deutschland und Norwegen unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen, sprachlicher Besonderheiten und der Rolle von Stereotypen, um den Zusammenhang zwischen diesen Vorurteilen und dem Erfolg realer wirtschaftlicher Kontakte zu ergründen.
2.3 Das Unvermeidbare: Stereotype
Wie oben bereits erwähnt, ist es ein natürlicher Prozess, die Welt in Gruppen einzuteilen. Schon Kinder tun dies, und es liegt in der Natur der Dinge, dass diese Einteilung nicht wertfrei geschieht. Für gewöhnlich werden alle Gruppen, denen man sich selbst zuordnen kann, positiv bewerten, und alle out-goups negativ. Nur selten ist es andersherum der Fall. Bedingt durch diesen biologisch-kognitiven Prozess haben sich Stereotype ausgebaut und wurden teils über Generationen weitergegeben. „Almost like a biological fact“16 nennt Lippmann die Auffassung derer, die Stereotype behandeln, als seien sie erwiesene Tatsachen. Er folgert: „For the most part we do not first see and then define, we define first and then see.”17 Somit sind für gewöhnlich erst Stereotype im Kopf eines Menschen, bevor er die Gruppe, über die er gerade denkt, selbst zu erkunden beginnt.
Der Begriff Stereotyp wird häufig falsch verstanden und als negatives Vorurteil missdeutet. Dabei handelt es sich um eine wertfreie Bezeichnung für das, was Menschen von anderen Menschen und Kulturen denken, egal ob diese Gedanken positiv, negativ oder ebenfalls neutral sein mögen. Und auch der Ursprung eines Stereotyps ist den wenigsten Menschen bewusst. Stereotype lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: geografisch begründete, historisch begründete oder kausal begründete Stereotype.
Einleitung: Stellt die historische Verbundenheit und sprachliche Nähe zwischen Deutschland und Norwegen dar und führt in die Fragestellung zur Rolle von Stereotypen in der modernen Wirtschaftskommunikation ein.
1. Die norwegische Sprachsituation: Beleuchtet die Entwicklung der norwegischen Schriftsprachen Bokmål und Nynorsk sowie die heutige Situation von Amts- und Fremdsprachen.
2. Interkulturelle Wirtschaftskommunikation – Was ist das?: Definiert theoretische Begriffe wie Fachsprache, Kulturstandards und Stereotype im Kontext des interkulturellen Austauschs.
3. Interkulturelle Beziehungen zwischen Norwegen und Deutschland: Analysiert historische Meilensteine wie die Hanse und das 20. Jahrhundert als Basis für heutige Wirtschaftskulturen.
4. Meine Feldforschung zur norwegisch-deutschen Wirtschaftskommunikation: Präsentiert die Ergebnisse der empirischen Umfrage bei deutschen und norwegischen Geschäftsleuten zu Kommunikationsstilen und Vorurteilen.
5. Schlussbemerkung: Resümiert die Bedeutung offener Kommunikation und interkultureller Kompetenz für die zukünftige Zusammenarbeit beider Länder.
Interkulturelle Kommunikation, Wirtschaftskommunikation, Norwegen, Deutschland, Stereotype, Sprache, Hanse, Kulturstandards, Sprachbarrieren, Wirtschaftsbeziehungen, Ethnozentrismus, Feldforschung, Interkulturelle Kompetenz.
Die Arbeit untersucht die Faktoren der Wirtschaftskommunikation zwischen Deutschland und Norwegen, wobei der Fokus auf dem Einfluss von historischen Entwicklungen und stereotypen Denkmustern liegt.
Die Arbeit befasst sich mit der norwegischen Sprachgeschichte, den theoretischen Grundlagen der interkulturellen Kommunikation sowie der historisch gewachsenen Handelsbeziehung zwischen beiden Nationen.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen gängigen kulturellen Stereotypen und dem Gelingen wirtschaftlicher Kontakte in der Realität auf wissenschaftlicher Basis zu untersuchen.
Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine eigene empirische Feldforschung, bei der Fragebögen an deutsche und norwegische Fachkräfte versendet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Kommunikation und Kultur sowie eine detaillierte Auswertung der selbst durchgeführten Befragungen über die Wahrnehmung der jeweils anderen Kultur.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Kombination von kulturhistorischem Hintergrundwissen und einer praktischen, subjektiven Einschätzung von Akteuren aus der aktuellen Wirtschaftspraxis aus.
Deutsche Teilnehmer äußern sich überwiegend positiv, kritisieren jedoch eine wahrgenommene Zurückhaltung und indirekte Kommunikation der norwegischen Kollegen.
Die norwegischen Befragten zeigen ein gespaltenes Bild; während die fachliche Kompetenz meist gelobt wird, kritisieren einige eine als arrogant wahrgenommene Haltung und mangelnde Marktkenntnis.
Ja, laut der Studie sind gemeinsame Kriegserlebnisse noch immer ein Faktor, der das gegenseitige Vertrauen beeinflusst und die Wahrnehmung der jeweils anderen Nation prägt.
Die Arbeit stellt fest, dass deutsche Geschäftspartner oft mit den Stereotypen Pünktlichkeit, Gründlichkeit und einer ausgeprägten Betriebshierarchie assoziiert werden, was in Norwegen teilweise auf Unverständnis stößt.
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